Schalke 04 rettete am sechsten Spieltag nach einem gegen Mönchengladbach noch das Unentschieden. Für den 2:2-Endstand sorgte Raul mit seinem ersten Tor.

S04 - Gladbach 2:2

Schalke holt nach Rückstand noch Remis

25. September 2010, 17:53 Uhr

Schalke 04 rettete am sechsten Spieltag nach einem gegen Mönchengladbach noch das Unentschieden. Für den 2:2-Endstand sorgte Raul mit seinem ersten Tor.

Gerade noch einmal gut gegangen. Mit viel Einsatz, dem richtigen Willen und über weite Strecken auch ansehnlichem Fußball hat der FC Schalke einen weiteren Rückschritt in der Bundesliga noch verhindern können. Die beiden königsblauen Stars Klaas-Jan Huntelaar und Raúl drehten gegen die „Schießbude“ vom Niederrhein einen 0:2-Rückstand immerhin noch in ein 2:2-Unentschieden.
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In der Tabelle bringt das den Vorjahres-Vizemeister nicht weiter, auch wenn er die „Rote Laterne“ nach dem sechsten Spieltag an den VfB Stuttgart abgeben konnte. Die wichtigere Erkenntnis vom Samstagnachmittag war jedoch, dass sich die taktische Umstellung von Trainer Felix Magath auf ein System, das den Fähigkeiten seiner vielen Neueinkäufe eher entspricht, so langsam auszahlt.So ist die Defensive zwar nach wie vor die absolute Schwachstelle der Schalker. Immerhin verfügt die Mannschaft aber inzwischen über eine Kreativ- und Torabteilung, die diese Bezeichnung auch verdient.

Allen voran José Manuel Jurado war es zu verdanken, dass eine Partie selbst dann nicht verloren sein muss, wenn man mit zwei Treffern hinten liegt. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Mumm gezeigt. Wir haben in der Viererkette ganze 15 Zweikämpfe gezeigt, davon hat Lukas Schmitz allein sieben bestritten und nur je drei die Innenverteidiger“, sah Magath die in dieser Saison bekannten Schwächen in der Abwehr.
Die hatte er mal wieder selbst bedingt, in dem er Benedikt Höwedes auf die Baustelle hinten rechts schickte, wo der solide Innenverteidiger genau so patzte wie zuvor all die anderen Aushilfsarbeiter Magaths. Ob Atsuto Uchida, Christoph Metzelder, Joel Matip oder zuletzt Christoph Moritz: Alles, was Magath auf der Position bisher ausprobierte, ging schön in die Hose.

Diesmal war es Raúl Bobadilla, der die ungewohnte Freiheit zum von Höwedes per Foul gestoppten Sturmlauf nutzte. Nachdem Filip Daems den Elfmeter trocken zum 1:0 für die Borussia genutzt und Michael Bradley später einen Gladbacher Konter zum Ausbau der Gästeführung genutzt hatte, wurden sich die Hausherren endlich ihrer Aufgabe bewusst. „In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt“, bemerkte Magath. „Durch die Unterstützung der Fans, die erkannt haben, dass wir es schon vorher versucht haben, war auch die Leidenschaft da. Schade, dass es nur zwei Tore geworden sind und wir nicht noch eine der vielen Möglichkeiten zum Siegtreffer nutzen konnten“, meinte Magath. „Doch auf diese Leistung kann man aufbauen. Das macht mich zuversichtlich für die Zukunft.“
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Sein Kollege Michael Frontzeck wusste ebenfalls nicht genau, wie er das Ergebnis einordnen sollte. Ein Punkt auf Schalke sei ja an sich nicht verkehrt. „Jeder, der selbst mal Fußball gespielt hat, weiß wie schwer es ist wieder zurück zu kommen, wenn man so eine Klatsche wie wir in Stuttgart gekriegt haben“, gab der Ex-Profi zu. „Dass es trotz der 2:0-Führung nicht zum Sieg gereicht hat, liegt an der individuellen Klasse der Schalker“, weiß Frontzeck. Die besitzt die Schalker Truppe, nur muss sie es auch einmal durchgehend zeigen.

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