Start-Debüt. Genau das gab es am Sonntag in Köln für Oberhausens Stijn Haeldermans.

RWO: Haeldermans mit starkem Start-Debüt in Köln

cb
22. Oktober 2004, 15:35 Uhr

Start-Debüt. Genau das gab es am Sonntag in Köln für Oberhausens Stijn Haeldermans. "Gut gemacht", urteilte RWO-Coach Jörn Andersen kurz.

Start-Debüt. Genau das gab es am Sonntag in Köln für Oberhausens Stijn Haeldermans. "Gut gemacht", urteilte RWO-Coach Jörn Andersen kurz. Es dürfte klar sein: Der Belgier hat sich für weitere Einsätze empfohlen. Haeldermans ist ein Spieler, der für die wichtigen Überraschungs-Momente sorgen kann, ein Akteur, der weiß, wie man die Kugel zu behandeln hat. Der Kicker selber hat erst kurz vor dem Anpfiff von der Nominierung erfahren, im Training wurden vorher mehrere Varianten für die linke Mittelfeld-Seite einstudiert. "Ich hatte bereits in den letzten zwei Wochen ein gutes Gefühl. Aber eigentlich bin ich ein Typ, der nie rechnet. Ich versuche, einfach da zu sein, wenn der Trainer mich braucht. Gegen Köln habe ich kurzfristig gehört, ich bin dabei. Für mich kein Problem, da man sich so professionell verhalten muss, dass man fertig ist, wenn man gebraucht wird."
Trotzdem sah man am Mittwoch kein strahlendes Gesicht des Neuzugangs. "Weil das Ergebnis nicht gestimmt hat", erklärte Haeldermans, "so etwas tut auch drei Tage nach dem Match noch weh. Besonders, da ich während der 90 Minuten ein sehr gutes Gefühl hatte." Nachdem der Frust kurz beiseite geschoben wurde, folgt die positive, persönliche Erkenntnis. "Natürlich freut es mich auch sehr, dass ich mir einen Platz in der ersten Elf erkämpft habe. Jetzt ist es mein oberstes Ziel, dafür zu sorgen, dass wir als Mannschaft auch die richtigen Ergebnisse einspielen."
Die richtige Erkenntnis: "Es gibt jetzt zwei wichtige Wochen mit drei Spielen." Haeldermans versucht vor dem richtungsweisenden Auftritt gegen Dresden (Sonntag, 15 Uhr) Hektik zu vermeiden. "Es wäre falsch, in Panik zu verfallen. Aber wir müssen was holen, um in der Tabelle kein Loch zwischen uns und dem mittleren Bereich entstehen zu lassen. Dafür müssen wir den Sonntag gut abschließen, dann sehen wir weiter."
Wobei der Techniker weiß, die Begegnung gegen den Aufsteiger wird sich vom Domstadt-Auftritt grundlegend unterscheiden. "Nicht zu vergleichen", bestätigt der ehemalige Lütticher, "in Köln hat keiner etwas von uns erwartet. Zudem wird Dresden kompakter, aggressiver als der FC zu Werke gehen. Unsere Aufgabe wird es sein, auf diese Spielweise eine Antwort zu finden. Es gibt keine Ausreden, wir müssen uns dem Druck stellen."
Klar dürfte auch sein: Wie gegen den KSC wird es gegen Dynamo keinen Schönheitspreis geben, die Partie dürfte rein ergebnisorientiert ablaufen. "Richtig", nickt Haeldermans, "es wird wohl nicht so attraktiv werden wie in Köln. Aber egal, in den kommenden Matches zählt nur das nackte Ergebnis." Korrekt, in Oberhausen dürfte es jedem Verantwortlichen und Fan lieber sein, eine Mannschaft zu sehen, die unattraktiv punktet, als wie in Köln attraktiv zu verlieren. Und zwar mit einem Haeldermans auf der linken Seite. "Ich habe in den letzten Monaten hart dafür gearbeitet, um in der ersten Elf zu stehen. Jetzt habe ich den ersten Schritt getan, in den nächsten Wochen sollen die nächsten folgen, damit ich das Vertrauen, das ich aktuell bekomme, auch bestätige."

Autor: cb

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