Am Montag durften sich die Essenerinnen noch ein etwas über den 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg freuen. Am Dienstag war aber wieder volle Konzentration angesagt.

SGS: Vor dem HSV-Spiel

„Die Heimstärke ausbauen“

Desirée Kraczyk
24. September 2010, 11:17 Uhr

Am Montag durften sich die Essenerinnen noch ein etwas über den 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg freuen. Am Dienstag war aber wieder volle Konzentration angesagt.

Denn die drei unverhofften Punkte sind nur dann auch tatsächlich Gold wert, wenn die aktuelle positive Serie am Sonntag gegen den Hamburger SV fortgesetzt wird (14 Uhr, Stadion „Am Hallo“).

Dass dies gelingt, daran hat Trainer Markus Högner keine Zweifel. „Ich bin überzeugt, dass wir unsere Heimstärke ausbauen“, sagt er. Heimstärke – das war in der vergangenen Saison noch ein Fremdwort. Gerade einmal ein Bundesliga-Spiel gewannen die Essenerinnen zuhause, dem standen allerdings auch nur zwei Siege in der Fremde gegenüber.

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Dennoch, Högner hat den Hebel genau dort angesetzt, wo es am Notwendigsten war. Die Abwehr, die im Vorjahr zu den schlechtesten der Liga gehörte, wurde stabilisiert. Ein weiterer Punkt ist die Fitness der Spielerinnen. Die stand am Dienstag mal wieder im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit der Uni Wuppertal wurde ein Schnelligkeits- und Krafttest durchgeführt. Es ist bereits der vierte von insgesamt acht geplanten Test, die unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Freiwald absolviert werden.

Der 53-Jährige leitet den Arbeitsbereich Bewegungswissenschaft sowie das Forschungszentrum für Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung an der Bergischen Universität in Wuppertal. Unter Mirko Slomka und Fred Rutten war Freiwald insgesamt drei Jahre beim FC Schalke 04 für Leistungsdiagnostik, Konditionstraining, Prävention und Rehabilitation verantwortlich, mittlerweile ist er bei Hannover 96 tätig. Für die Spielerinnen der SG Essen-Schönebeck wird Freiwald – in Absprache mit dem SGS-Trainerteam – nach der Auswertung des Tests ebenso individuelle Trainingspläne zusammenstellen.

Topwerte sind bei Sarah Freutel zu vermuten. Die erst 18-Jährige hat aus der eigenen Jugend den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft geschafft und wirbelte nicht nur zuletzt gegen den VfL Wolfsburg die rechte Außenbahn durcheinander, präsentiert sich dabei sprint- und zweikampfstark sowie jüngst auch äußerst torgefährlich. Gegen Wolfsburg erzielte sie gleich zwei Treffer.

Gegen den Hamburger SV, die ihrerseits vor dem Absturz auf einen Abstiegsplatz stehen, wird sie an ihre gute Leistung gerne anknüpfen dürfen.

Autor: Desirée Kraczyk

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