Zumindest in der zweiten Hälfte fand der FCR zur Souveränität zurück und zog mit einem 6:0 (0:0) beim Herforder SV in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Herford - FCR 2001 0:6

Bresonik und Grings verletzt raus

Desirée Kraczyk
01. September 2010, 21:26 Uhr

Zumindest in der zweiten Hälfte fand der FCR zur Souveränität zurück und zog mit einem 6:0 (0:0) beim Herforder SV in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Bitterer Nachgeschmack: Sowohl Linda Bresonik, die bereits in der 28. Minute ausgewechselt wurde, als auch Inka Grings, die trotz Bluterguss auflief, konnten die Partie nicht beenden.

Schiedsrichterin Marina Wozniak pfiff die Partie wegen des fehlenden Flutlichts bereits 15 Minuten vor der angesetzten Anstoßzeit an. Was folgte, war aber eher ein Fehlstart der Duisburgerinnen. Die erste Torchance hatte nämlich nach 20 Minuten der Aufsteiger aus Herford. Marie Pollmann lief alleine auf FCR-Torfrau Ursula Holl zu, Bresonik konnte aber vorher eingreifen. [infobox-right]Herforder SV: Speckmann - Bujna, Jaques, Wermelt, Aschauer - Nolte (70. Lenz), Voss (65. Mittendorf), Laue (65. Ninaus), Feiersinger - Pollmann, Gröbner.
FCR Duisburg: Holl - Himmighofen, Bresonik (26. B. Müller), Roelvink, van Bonn - Kiesel - Knaak, Maes (64. Cengiz), Laudehr - Grings (50. Oster), Ando.
SR: Marina Wozniak (Herne).
Tore: 0:1 Laudehr (50.), 0:2 Knaak (58.), 0:3 Oster (60.), 0:4 Laudehr (61.), 0:5 Ando (63.), 0:6 B. Müller (89.).
Gelbe Karten: Bujna, Voss - van Bonn, Himmighofen.
Zuschauer: 642.
[/infobox]In der 24. Minute folgte dann die erste große Chance des DFB-Pokalsiegers und zwar in Person von Mirte Roelvink. Die Niederländerin hatte aber bei allen drei Nachschüssen gegen Keeperin Sonja Speckmann das Nachsehen. Kurz vor der Pause scheiterte Kozue Ando ebenso knapp. Zufrieden konnten somit nur die Herforderinnen in die Pause gehen, die die FCR-Abwehr mit langen Bällen in die Zentrale mächtig in Verlegenheit brachten. „Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht zufrieden. Da hatten die Spielerinnen wohl auch noch die Begegnung gegen den Hamburger SV im Kopf“, sagte Trainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Der Knoten sollte aber direkt nach dem Seitenwechsel platzen. Femke Maes setzte sich auf der rechten Seite durch, Simone Laudehr nutzte die Flanke zum 1:0 (50.). Kurz darauf fielen die Treffer fast im Minutentakt. Turid Knaak, Jennifer Oster, erneut Laudehr und Ando erhöhten auf 5:0 (58./70./61./63.).
Anschließend musste Holl nochmal gegen Pollmann und Laura Feiersinger klären. Den Schlusspunkt setzte mit dem Abpfiff Barbara Müller, die ihre überragende Schusstechnik bei ihrem Distanzschuss, den sie unhaltbar ins rechte obere Toreck versenkte, demonstrierte: Für die Spielmacherin der zweiten Mannschaft des FCR, die für Bresonik eingewechselt wurde, gab es anschließend noch ein Sonderlob von Voss-Tecklenburg. Gegen Bayern München bedarf es am Sonntag aber freilich einer weiteren Steigerung.

Autor: Desirée Kraczyk

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