Jose Paolo Guerrero hat dem Hamburger SV den erhofften Befreiungsschlag beschert.

2:1 in Leverkusen! Guerrero beendet Negativ-Serie des HSV

22. Oktober 2006, 18:52 Uhr

Jose Paolo Guerrero hat dem Hamburger SV den erhofften Befreiungsschlag beschert.

Jose Paolo Guerrero hat dem Hamburger SV den erhofften Befreiungsschlag beschert. Der 22-Jährige machte mit einem Doppelschlag den 2:1 (0:1)-Sieg der Hanseaten bei Bayer Leverkusen perfekt und sorgte damit quasi im Alleingang für den ersten Saisonsieg im 14. Pflichtspiel. Mit nun acht Zählern schaffte der HSV, bei dem Superstar Rafael van der Vaart nach achtwöchiger Verletzungspause ein gelungenes Comeback feierte, den Sprung von einem Abstiegsplatz. Die Leverkusener, die nur eines ihrer letzten sieben Bundesligaspiele gewinnen konnten, finden sich mit der gleichen Punktzahl ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte wieder. Vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena brachte Andrej Woronin mit seinem ersten Saisontreffer die Leverkusener in Führung (40.).
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Dabei hatte der HSV dem Ukrainer das Tor praktisch selbst auferlegt. Nach einem Zusammenstoß zwischen Thimothee Atouba und HSV-Keeper Sascha Kirschstein brauchte Woronin den Ball nur noch ins leere Tor zu schießen. Der HSV zeigte eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Wochen. Die Norddeutschen erspielten sich eine Reihe an guten Tormöglichkeiten, einzig die Chancenverwertung blieb zunächst mangelhaft. Dabei tat dem HSV-Spiel auch die Rückkehr des acht Wochen lang verletzten van der Vaart sichtlich gut. Der Niederländer, der knapp 20 Minuten benötigte, um ins Spiel zu kommen, wurde immer wieder von seinen Mitspielern gesucht und sorgte für die nötige Ruhe im Spiel der zuletzt so verunsicherten Hamburger. So war es der HSV, der im ersten Durchgang die Führung verdient gehabt hätte. Zunächst war es das Unvermögen von Boubacar Sanogo, als er den Ball am leeren Tor vorbeischoss (12.), wenig später hatte Sturmkollege Danijel Ljuboja Pech, als sein Kopfball nur den Pfosten traf. Auf der anderen Seite war von den Leverkusenern nur wenig zu sehen.

Einzig zwei Kopfbälle des Ex-Hamburgers Sergeij Barbarez sowie Verteidiger Juan (39.) sorgten mal für Gefahr im Hamburger Strafraum. Nach dem Seitenwechsel hatten dann aber die Leverkusener gleich die große Möglichkeit, für eine vermeintliche Vorentscheidung zu sorgen. Nach einer scharfen Hereingabe von Bernd Schneider rutschten nacheinander Andrej Woronin und Barbarez am Ball vorbei. Danach übernahm der HSV wieder die Initiative und drängte die Gastgeber in ihre eigene Hälfte zurück. Dabei bewies Trainer Doll ein glückliches Händchen. Nach einer Hereingabe von Piotr Trochowski sorgte der eingewechselte Paolo Guerrero bei seiner ersten Ballberührung für die Wende.

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