Während Hannover vor dem Schicksalsspiel in Bochum die Öffentlichkeit bei den letzten Trainingseinheiten aussperrt, neigt man an der Castroper Straße zur Normalität.

VfL Bochum

Gewissensfrage vor dem Anpfiff

06. Mai 2010, 14:17 Uhr

Während Hannover vor dem Schicksalsspiel in Bochum die Öffentlichkeit bei den letzten Trainingseinheiten aussperrt, neigt man an der Castroper Straße zur Normalität.

So wurde am Donnerstagvormittag im Stadion öffentlich trainiert und so sucht der Verein auch am Freitagnachmittag beim Abschlusstraining um 17 Uhr den Schulterschluss mit den Fans. Mehrere Fan-Gruppierungen, darunter die Fanvereinigung Fantastic Supporters, haben dazu aufgerufen, das Abschlusstraining zu einer Sympathiebekundung für den VfL zu nutzen. Mit Schals, Plakaten, Trikots und mit lauter Stimme werden voraussichtlich mehrere hundert Anhänger einen Vorgeschmack geben, was die Mannschaft am Samstag ab 15.30 Uhr im rewirpowerSTADION erwartet. Trainer Dariusz Wosz: „Das ist großartig. Wir werden alles tun, um den erstklassigen Fans die erste Liga zu erhalten.“

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Auch Sportvorstand Thomas Ernst rechnet am Samstag mit einem Hexenkessel: „Es herrscht wieder ein ganz anderes Stimmungsbild innerhalb und außerhalb der Mannschaft.“

Und am Spieltag kurz vor dem Anpfiff wird Wosz jedem einzelnen Spieler die Gewissensfrage stellen: „Bis du fit, bist du bereit?“ Denn was Wosz am meisten schmerzt ist die bisherige desaströse Heimbilanz mit nur zwei Siegen. „Heimsiege sind alternativlos. Hätten wir zwei Spiele mehr gewonnen, wären wir jetzt schon gerettet.“ Dennoch freut sich der Ex-Nationalspieler darauf, dass die letzte Partie der Saison im eigenen Stadion stattfindet. „Alle sind heiß und ich bin sicher, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen wird.“ Und dann verrät er mit einem Augenzwinkern: „Am liebsten würde ich selber spielen.“

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Am Dienstagmittag hat der Chefcoach am Rande eines B-Jugendspiels noch mit seinem alten Kumpel und VfL-Ikone „Ata“ Lameck diskutiert. Wosz verriet später: „Da ist kein Platz für negative Gedanken. Egal was in den 90 Minuten passiert, der Kopf muss oben bleiben, dann werden wir es schaffen.“

Bis auf die verletzten Christoph Dabrowski, Patrick Fabian und Diego Klimowicz, der am Donnerstagvormittag erneut einen Trainingsversuch wegen anhaltender Hüftprobleme abbrechen musste, kann Wosz aus dem Vollen schöpfen. Das gilt auch für Marc Pfertzel, der seine Oberschenkelprobleme auskuriert hat.

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