Am Samstag geht es beim Landesliga-Derby Blau-Gelb Schwerin gegen den VfB Habinghorst für zwei Spieler nicht nur um die Vormachtsstellung in Castrop-Rauxel.

BG Schwerin/Habinghorst

Derby mit besonderen Vorzeichen

Tobias van der Linde
10. März 2010, 15:03 Uhr

Am Samstag geht es beim Landesliga-Derby Blau-Gelb Schwerin gegen den VfB Habinghorst für zwei Spieler nicht nur um die Vormachtsstellung in Castrop-Rauxel.

Sollte die Partie stattfinden, stehen zwei Spieler der Gäste besonders im Fokus: Cihangir, genannt „Django“, Sahinli und Stefan Hornberger wechselten in der Winterpause von Schwerin zum Lokalrivalen aus Habinghorst. Für die beiden also ein Derby mit besonderen Vorzeichen, zumal sowohl Sahinli als auch Hornberger ihrem ehemaligen Trainer Hansi Lewark einiges beweisen wollen.

[infobox-right]Austragung ist fraglich

Noch steht auf der Kippe, ob das Match angepfiffen wird. Nach den Schneefällen vom Wochenende liegt momentan noch eine Eisschicht auf dem Schweriner Platz. „Wir müssen abwarten, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt der erste Vorsitzende Horst-Dieter Reuter. [/infobox]
Lewark hatte nach dem Wechsel von „Django“ Sahinli in der Presse taktische Mängel des Torjägers angedeutet und so, beabsichtigt oder nicht, für zusätzliche Motivation beim Stürmer gesorgt. „Mit ‚Django’ ist sicherlich ein Leistungträger gegangen, den wir gerne gehalten hätten. Aber mit Peter Elbers (zur Winterpause von SW Wattenscheid gekommen, Anm. d. Red.) können wir ihn mindestens gleichwertig ersetzen, weil er auch taktische Dinge beherrscht“, sagte Lewark auch auf RS-Nachfrage.

Das lässt Sahinli natürlich nicht auf sich sitzen: „Vor diesem besonderen Spiel bin ich eh motiviert. Durch die Aussagen, dass ich keine Ahnung von Taktik hätte, aber noch mehr.“ Dementsprechend hat er sich einiges vorgenommen. Ein Tor gegen die alten Kollegen muss es für „Django“ schon sein. „Wichtiger ist aber, dass wir gewinnen.“

Von einer Abrechnung mit den alten Kollegen oder gar bösem Blut kann aber keine Rede sein. Sahinlis Verhältnis zur Schweriner Mannschaft sei nach wie vor sehr gut und wenn er die Möglichkeit habe, sehe er sich auch noch gerne die Spiele der Blau-Gelben an.

Nicht ganz so gute Erinnerungen an die Zeit unter Trainer Hansi Lewark hat Stefan Hornberger. „Unser Verhältnis war nicht so gut, da wir verschiedene Ansichten haben, wenn es um das Fußballerische geht“, erklärt er. Daher sei auch er besonders motiviert und spricht von einem „besonderen Spiel.“ Lewark weint seinem ehemaligen Kicker ebenfalls keine Träne nach. „Sein Wechsel ist kein Verlust für Schwerin.“ Wie Sahinli freut sich auch Hornberger auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden. Auf die Frage, ob es ein Vor- oder Nachteil sei, dass man sich gegenseitig kenne, antwortet er: „Das ist schwer zu sagen. ‚Django’ und ich kennen natürlich die Schwächen der Schweriner, aber sie können sich auch auf uns einstellen.“

Auch in Schwerin beschäftigt man sich mit den Abgewanderten. „Sicherlich ist es im Team ein Thema, dass ‚Django’ nach Habinghorst gewechselt ist. Wir werden auch darauf achten, ob und wo er spielt“, gibt Lewark zu. Allzu hoch aufhängen will er das Thema allerdings nicht. „Meine Mannschaft ist im Derby eh motiviert – unabhängig von den beiden Jungs.“ Eine kleine Genugtuung wäre ein Sieg für seine Elf aber schon, vermutet er.

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Autor: Tobias van der Linde

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