Auch wenn es für ihn nicht leicht war und er lange darüber nachgedacht hat, war am Ende klar: Joel Matip wird in Zukunft im Nationaltrikot Kameruns auflaufen.

Entscheidung ist gefallen

Matip hofft auf WM-Teilnahme

Heiko Buschmann / Stefan Bunse
07. März 2010, 18:43 Uhr

Auch wenn es für ihn nicht leicht war und er lange darüber nachgedacht hat, war am Ende klar: Joel Matip wird in Zukunft im Nationaltrikot Kameruns auflaufen.

Mit seinen erst 18 Jahren hat es Joel Matip im Fußball schon verdammt weit gebracht. Auf Schalke ist er inzwischen schon so etwas wie ein Stammspieler. Und nun darf er sogar von seiner Teilnahme an der größten Sportveranstaltung der Welt träumen. „Man kann sagen, dass in der letzten Woche viel passiert ist. Zuerst habe ich meinen Vertrag unterzeichnet, dann habe ich am Dienstag eine Mathe-Klausur geschrieben und danach ging es zur Nationalelf“, ließ Matip die Ereignisse Revue passieren.

Beim Einsatz in Monaco gegen Italien (1:1) durfte er in der zweiten Halbzeit sein Debüt für das Heimatland seines Vaters feiern. „Die Entscheidung für Kamerun ist endgültig. Ich habe mir diesen Entschluss nicht leicht gemacht, sondern gründlich darüber nachgedacht. Letztendlich war es ein Bauchgefühl, dass den Ausschlag gegeben hat“, erklärte Matip. „Auch wenn ich mich nicht festgespielt habe, weil es kein Pflichtspiel war, ist das Thema durch.“

Als er im Januar von Nationaltrainer Paul Le Guen für den Afrika-Cup nominiert wurde, hatte er noch abgesagt. Nun steht das Abitur vor der Tür und nach dem Saisonende ein ganz großes Ziel an – die WM in Südafrika. „Ich hoffe, dass ich dabei bin“, gibt er zu.

Felix Magath hatte zuletzt noch versucht, ihn umzustimmen. Der Schalker Erfolgscoach hätte ihn wohl lieber im deutschen Dress gesehen, wo er sich, wie zum Beispiel Benedikt Höwedes, über die U21 langsam nach oben hätte herantasten können. Matip nahm aber den direkten Weg. „Der Trainer hat mir eine Empfehlung ausgesprochen, ich habe ihm meinen Entschluss mitgeteilt. Er hat es zur Kenntnis genommen, jetzt gehen wir ganz normal damit um“, glaubt der Führungstorschütze von Frankfurt, dass Magath die Entscheidung eines selbstbewussten jungen Mannes akzeptieren kann.

Bis zur WM sind es noch 94 Tage. Vorher hat Matip noch andere Dinge zu tun. Am Donnerstag steht eine Deutsch-Klausur an…

Autor: Heiko Buschmann / Stefan Bunse

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren