Mit einem Sieg im heutigen Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart will Bayern München einen entscheidenden Schritt zur Deutschen Meisterschaft machen. Eintracht Frankfurt trifft im Abstiegskampf auf Kaiserslautern.

Bayern planen nächsten Schritt zum Rekord-Double

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03. Mai 2006, 07:03 Uhr

Mit einem Sieg im heutigen Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart will Bayern München einen entscheidenden Schritt zur Deutschen Meisterschaft machen. Eintracht Frankfurt trifft im Abstiegskampf auf Kaiserslautern.

Nach dem Erfolg am Samstag im DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt steht für Bayern München bereits heute das nächste wichtige Etappenziel auf dem Programm. Im Süd-Gipfel gegen den VfB Stuttgart will der Rekordchampion im zweiten Teil des 32. Spieltages der Bundesliga einen großen Schritt zum 20. Meistertitel machen. Im Blickpunkt stehen heute (20.00 Uhr/live bei Premiere) zudem die zwei "Abstiegsendspiele" zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern sowie dem VfL Wolfsburg und FSV Mainz 05.

Für die Bayern zählt hingegen nur noch das Ziel, als erster Klub das Double aus Pokal und Meisterschaft direkt zu wiederholen. "Das wäre ein sichtbares Zeichen, dass wir wieder eine erfolgreiche Saison gespielt haben", meinte Trainer Felix Magath. Laut Magath könnten die Münchner trotz des Scheiterns im Achtelfinale der Champions League dann sogar von einer "großen Saison" sprechen.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge fordert von seinen Stars hingegen nicht nur die Meisterschale ein, sondern ein überzeugendes Auftreten. "Zuletzt hat der Spielwitz gefehlt, das muss sich in letzten Spielen ändern", erklärte Rummenigge. Vielleicht agieren die Bayern ohne Michael Ballack ja sogar ansehnlicher. Für den Kapitän der Nationalmannschaft, der nach dem Pokalfinale von Präsident Franz Beckenbauer scharf kritisiert wurde und ebenso wie Innenverteidiger Valerien Ismael gesperrt fehlt, wird möglicherweise Mehmet Scholl von Beginn an auflaufen.

Frankfurt empfängt Kaiserslautern zum "Spiel auf Messers Schneide"

Nicht um Noten für attraktiven Fußball, sondern schlichtweg um Punkte für den Klassenerhalt geht es im Duell zwischen Frankfurt und Kaiserslautern. "Unser Ziel kann nur ein Sieg sein", erklärte FCK-Coach Wolfgang Wolf: "Es wird ein Spiel auf des Messers Schneide, in das wir mutig, aber auch besonnen gehen müssen."

Allerdings muss der Tabellen-16. im sportlichen Existenzkampf notgedrungen noch mehr auf die Jugend setzen. Weil die verletzten Jan-Inge Höiland und Ferydoon Zandi ebenso wie die gelb-gesperrten Balasz Borbely und Mihail Mikic fehlen, rücken die Youngster Marcel Ziemer und Steffen Bohl in den Kader. Damit stehen sieben Spieler von 19 Jahren oder jünger im Aufgebot des viermaligen Meisters.

Die Eintracht will vom Horror-Szenario UEFA-Cup-Teilnahme und 2. Bundesliga in der kommenden Saison nichts wissen und den Klassenerhalt perfekt machen. "Dieses Spiel ist für uns wichtiger als das Pokal-Finale", sagte der gegen seinen Ex-Klub hochmotivierte Ioannis Amanatidis und skizzierte die Bedeutung der Partie für die Hessen, die nach Berlin jegliche Feierlichkeiten verschoben haben und nun nachholen wollen. "Wenn wir gewinnen, mache ich die Nacht durch und komme am Donnerstag mit einem Eintracht-Schal zum Training", kündigte Mittelfeldspieler Markus Weissenberger an.

"Wölfe" reisen im Abstiegskampf nach Mainz

"Endspielcharakter" hat für Wolfsburgs Trainer Klaus Augenthaler auch die Partie zwischen den "Wölfen" und Mainz. Mit einem Dreier könnte der in den letzten vier Heimspielen sieglose VfL einige Zweifel am Klassenerhalt ausräumen. Während der rot-gesperrte Top-Torjäger Diego Klimowicz weiter fehlt, steht Mike Hanke nach auskurierter Verletzung wieder zur Verfügung.

In Mainz sind die Verantwortlichen trotz zuletzt fünf Spielen ohne Sieg weiter optimistisch. "Wir bleiben erstklassig - basta", sagte Manager Christian Heidel und auch Trainer Jürgen Klopp gibt sich zumindest nach außen zuversichtlich: "Wir sind diese engen Situationen gewohnt. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft gut drauf ist."

Kaum noch Hoffnung hat hingegen Schlusslicht MSV Duisburg. Sollten die "Zebras" gegen Werder Bremen nicht gewinnen, wäre der fünfte Abstieg nicht mehr abzuwenden. Um die Ehre geht es für Schalke 04. Nach dem Halbfinal-Aus im UEFA-Cup will der Vize-Meister gegen Arminia Bielefeld zumindest seine Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg in der Liga beenden und Platz vier festigen.

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