MSV-Kämpferherz Markus Kurth will sich mit den Zebras nicht sang- und klanglos aus der Elite-Klasse verabschieden.

MSV: Heiko Scholz kitzelt das Team

tt
01. Mai 2006, 14:19 Uhr

MSV-Kämpferherz Markus Kurth will sich mit den Zebras nicht sang- und klanglos aus der Elite-Klasse verabschieden.

MSV-Kämpferherz Markus Kurth will sich mit den Zebras nicht sang- und klanglos aus der Elite-Klasse verabschieden. Am Mittwoch Abend kommt Werder Bremen an die Wedau, danach geht es zum letzten Auswärtsspiel auf die Bielefelder Alm, abschließend wird das Finale gegen den FSV Mainz 05 ausgezockt - eine Partie, die ursprünglich unter dem Beinamen "Endspiel" laufen sollte. Doch dieses Szenario ist für die Meidericher vorbei, die Rückkehr in die ungeliebte Zweitklassigkeit steht fest.
"Im Grunde ist es für uns gelaufen", sagt "Kurthi", "aber es geht auch darum, gute Stimmung Richtung neue Saison aufzubauen. Wir dürfen uns auf keinen Fall mit fünf Niederlagen in Serie in die Sommerpause verabschieden, das würde zusätzlichen Kredit kosten." Korrekt. Kurth rechnet vor: "Sonst fängst du nicht bei Null, sondern bei minus zehn an."
Auch Heiko Scholz, noch 270 Minuten Hauptverantwortlicher bei den Duisburgern, kitzelt bei seinen Jungs die letzten Reserven heraus: "Wir wollen gegen Werder noch Mal alles herauspumpen. Es ist eine Frage der Ehre dem Publikum, dem Verein gegenüber. Es kommen noch Mal 20.000 Zuschauer, danach herrscht wieder ein Jahr Ruhe. Man muss jedes einzelne Bundesliga-Match genießen." "Scholle" ergänzt: "Wenn du erst wieder in der Zweiten Liga aufläufst, dann sehnst du dich nach solchen Duellen wie gegen Werder, die ja noch um den direkten Einzug in die Champions League kämpfen."
Was dem MSV-Coach, zu aktiver Zeit selbst an der Weser unter Vertrag, außerdem auf dem Herzen liegt: "Es wäre schade, wenn wir uns in den letzten Wochen alles einreißen würden, was wir uns mühsam aufgebaut haben." Andererseits weiß der Familienvater auch, dass die Ungewissheit, die bei vielen Akteuren vorherrscht, gepaart mit dem Abstiegs-Frust eine gefährliche Mischung ergibt: "Die Situation ist für uns alle nicht einfach. Vieles ist noch nicht geklärt, die Frage des Chef-Trainers noch offen. Ich werde alles tun, damit wir uns hier weiter ordentlich präsentieren, aber ein Zauberer bin ich natürlich auch nicht. Es kommt einfach auf die Art und Weise an, wie wir uns zum Schluss präsentieren."
Georg Koch, das Herzstück der Zebra-Herde, wird nach seiner in Köln erlittenen Knieverletzung wieder zwischen die Pfosten zurückkehren, im Mittelfeld muss die Tararache-Position neu besetzt werden, möglicherweise eine Chance für den genesenen Marco Caligiuri. Alex Meyer bietet sich nach mehrwöchiger Virus-Erkrankung für die linke Abwehrseite an, Klemen Lavric nach seinen letzten schwachen Auftritten wohl kaum für den Angriff.

Autor: tt

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