31.12.2017

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Die SF Siegen haben das Insolvenz-Trauma überwunden

Vor der Saison drohte dem Regionalliga-Absteiger noch die Insolvenz, aber inzwischen haben sich die Sportfreunde Siegen um Trainer Dominik Dapprich wieder gefangen.

Den Erfolg seiner Mannschaft führt Dapprich vor allem auf das junge Alter seiner Spieler zurück. Vor Beginn der Winterpause zieht der 28-Jährige Bilanz.

Dominik Dapprich, wie fällt Ihr Fazit für die abgelaufene Hinrunde aus?
Es war in jedem Fall eine aufregende Hinrunde, da wir gar nicht wussten, was auf uns zu kommt. Dadurch, dass wir vor der Saison mit einer drohenden Insolvenz und einem kompletten Kader-Umbruch zu kämpfen hatten, konnten wir nicht einschätzen, wo wir vor der Winterpause stehen werden. Aber diese junge Mannschaft hat sich wirklich super behauptet und man merkt auch, mit welcher Motivation sie bei jedem Spiel dabei ist.

Wird es im Winter personelle Veränderungen geben?
Es sind keine Zugänge geplant. Wir haben bisher wirklich Glück gehabt und sind größtenteils verletzungsfrei durch die Saison gekommen. Wir haben eine junge, gute Truppe zusammen, da müssen wir nichts mehr ändern.

Was erhoffen Sie sich von der Rückrunde?
Das Ziel ist vor allem, dass wir möglichst schnell so viele Punkte wie möglich einfahren, um den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. Dann können wir beruhigt die Saison zu Ende bringen.

Mit dem TSV Marl-Hüls und dem SC Hassel haben sich gleich zwei Mannschaften aus der Liga zurückgezogen, welche Konsequenzen hatte das für Sie?
Wir waren selber so nah dran, die Mannschaft zurückziehen zu müssen, dass wir es wahrscheinlich als Verein am besten nachvollziehen können, was für eine Belastung das ist. Aber auch für die übrig gebliebenen Vereine ist es natürlich nicht leicht, wenn alles aus dem gewohnten Ablauf gebracht wird. Auch persönlich finde ich es sehr schade, weil ich immer noch finde, dass der sportliche Wettkampf auf dem Feld dazu gehört und es dann bedauerlich ist, wenn Vereine aufgrund einer Insolvenz nicht antreten können. Zumal diese in vielen Fällen nicht nur selbst verschuldet ist. Für uns direkt ist es schade um die vier Spiele, da dann auch immer Geld verloren geht. Allerdings würden wir lügen, wenn wir sagen, dass es nicht eine gewisse Sicherheit mit sich bringt, dass zwei Vereine schon abgestiegen sind.

Wann beginnt die Vorbereitung? Gibt es eventuell sogar ein Trainingslager?
Für ein Trainingslager fehlt uns aus bekannten Gründen zur Zeit natürlich das Geld. Ansonsten startet unsere Vorbereitung am 9. Januar. Mein Wunsch wäre es, dass im Dezember alles an Schnee runter kommt und wir dann ab Januar wieder normal trainieren können. Wenn dem nicht so ist, müssen wir mal schauen, wie wir die Vorbereitung gestalten.

Autor: Linda Sonnenberg

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