Concordia Wiemelhausen

Wird's diesmal eng gegen Hordel?

Felix Kannengießer
04. Dezember 2016, 07:07 Uhr

Foto: Dietmar Wäsche

Knapp dreieinhalb Monate ist es her, dass Wiemelhausen und Hordel am ersten Westfalenliga-Spieltag aufeinandergetroffen sind.

Damals waren die Rollen klar verteilt, die Fronten schnell geklärt: Hordel ging dank eines Dreierpacks von Ron Berlinski mit 3:0 als Sieger vom Platz. Mittlerweile ist der Aufsteiger aber in der Liga angekommen und Hordel hat mit großen Personalsorgen zu kämpfen: Fast die komplette Offensiv-Abteilung fällt aus. Am Sonntag (14.30 Uhr) werden an der Hordeler Heide die Karten also neu gemischt.

Konkret sind die gesperrten Peter Elbers, Philipp Dragicevic und Johannes Debski sowie die Verletzten Lukas Wilke und Ron Berlinski nicht mit dabei. Damit fallen sowohl beiden Stürmer als auch die Flügelspieler aus. „Wir wollen das nicht als Ausrede benutzen“, sagt Trainer Marcel Bieschke: „Jetzt sind die an der Pflicht, die sonst Ansprüche anmelden. Sie können nun ein Ausrufezeichen setzen.“

An der Rollenverteilung hat sich aber nichts geändert, Hordel ist der Favorit
Jürgen Heipertz

Aus dem großen Kader könnten Daniel Vering, Lucas Waßmann, Tatsuro Kitahashi oder Jassin Bousouf spielen, der den Sprung von der Talentschmiede in die Westfalenliga geschafft hat. „Er gibt unfassbar viel Gas“, lobt Bieschke: „Aber am Ende ist es egal, wer spielt. Es gilt für alle: Wir müssen von der ersten Minute an richtig Gas geben, puren Willen versprühen und förmlich brennen.“
Allerdings nicht so, wie bei der 0:3-Pleite gegen den Lüner SV, wo es zwei Platzverweise gab. „Da hatten wir unsere Emotionen nicht unter Kontrolle. Wir waren unzufrieden mit uns selbst, das müssen wir nun in Motivation umsetzen.“

Bei Wiemelhausen sehen die Voraussetzungen anders aus. Die Verletztenmisere ist vorüber, nur noch Jan Kronies fällt aus. Zuletzt sprangen zwei Remis und ein Sieg gegen Iserlohn heraus. „Wir sind gut drauf und wollen zeigen, dass wir guten Fußball spielen können“, sagt Trainer Jürgen Heipertz: „An der Rollenverteilung hat sich aber nichts geändert, Hordel ist der Favorit.“

Concordia kann befreit aufspielen

Die Concordia steht auf Rang neun, sieben Plätze hinter Hordel. Damit liegt die Mannschaft genau im Soll, ein einstelliger Tabellenplatz war zum Winter hin das Ziel. „Auch wenn wir hier und da den einen oder anderen Punkt liegen gelassen haben“, meint Heipertz. Zum Beispiel beim 1:1 in Mengede in der vergangenen Woche.

In Hordel kann die Concordia aber befreit aufspielen. „Wir haben in diesem Spiel nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen“, sagt Heipertz: „Wir dürfen nur nicht den Fehler wie im Hinspiel machen und vor Ehrfurcht erstarren.“

Autor: Felix Kannengießer

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