10.10.2016

Kreisliga-Wahnsinn

Nach 0:7-Rückstand noch ein 8:8-Remis

Foto: Elmar Redemann

Unglaublich, aber wahr! Das ist wirklich kein Scherz: In Mönchengladbach ist am Sonntag ein Fußballspiel nach einer 7:0-Führung noch 8:8-Unentschieden ausgegangen.

Dieses Wahnsinns-Spiel fand auf der Sportanlage an der Schlachthofstraße des Klubs Türkiyemspor Mönchengladbach statt. Das Kreisliga-C-Duell lautete: Türkiyemspor II gegen SV Wickrathberg II - Tabellen 11. gegen den Achten des Klassements. Eigentlich ein Duell auf Augenhöhe. Eigentlich.

Denn der Gast aus Wickrathberg drehte in der ersten Halbzeit mächtig auf und führte nach 45 Minuten mit 7:1 (!). Murat Topaktas gelang für die Hausherren noch mit dem Pausenpfiff der 1:7-Anschlusstreffer. Was sich dann aber nach dem Seitenwechsel abspielte, ist schlichtweg unglaublich.

Topaktas (47., 59., 62., 81.), Tufan Yilmaz (50.), Ahmet Kaplan (56.), Halil Özpolat (90.+1) drehten, ja drehten (!) die Partie zugunsten der Gastgeber und Türkiyemspor führte in der ersten Minute der Nachspielzeit mit 8:7. Doch Christian Knübben war Türkiyemspors Spaßverderber und beendete das Spektakel in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 8:8-Remis. "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Man muss einfach anerkennen, dass Türkiyemspor wahnsinnig toll gekämpft hat. Die haben sich wieder ins Spiel gearbeitet und sind gelaufen wie die Hasen. Und das ist in der Kreisliga oft entscheidend", sagte SV Wickrathberg II-Trainer Rene Bonack gegenüber "Fupa". Dass es für den Gegner drei Strafstöße gab, störte Bonack ebenfalls nicht. Er gab sich als fairer gefühlter Verlierer: "Die drei Elfmeter für Türkiyemspor waren allesamt berechtigt. Der Schiedsrichter hat einwandfrei und sehr gut gepfiffen."

Autor: Krystian Wozniak

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