Concordia Wiemelhausen

Das Wunder von Werdohl

Tobias Hinne-Schneider
04. Juli 2016, 09:07 Uhr

Foto: Jan Vordenbäumen

Bei Concordia Wiemelhausen läuft es rund. Der Landesliga-Aufsteiger startet in der nächsten Saison in der Westfalenliga.

Seit zwei Jahren feiern die Bochumer einen unglaublichen Siegeszug. Nach der spektakulären Meisterschaft in der Bezirksliga, die Mannschaft von Trainer Jürgen Heipertz musste keine einzige Niederlage hinnehmen, und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga, folgte gleich das nächste Highlight. Im September 2015 durften die Wiemelhauser als Gewinner des Fairplay-Pokals gegen den VfL Bochum antreten. Damals endete die Begegnung mit einem 4:0-Erfolg für die Profis. Dann folgte der zweite Platz in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit - Relegation. Als "Das Wunder von Werdohl" bezeichnet Concordias sportlicher Leiter Uwe Gottschling das, was im Anschluss passierte. Im Riesei-Stadion in Werdohl bezwangen die Rot-Weißen den FC Lennestadt mit 4:1 und starten in der nächsten Saison in der Westfalenliga.

Erst am 13. Juli beginnt der Aufsteiger die Vorbereitung. Doch bereits am 2. Juli mussten die Jungs wieder auf dem Sportplatz stehen. Der Gegner - natürlich wieder der VfL Bochum. Wieder hatten sich die Wiemelhauser das Spiel redlich verdient, diesmal, in dem sie sich die Krone im Kreispokal aufsetzten. Am Ende stand eine 0:5-Niederlage, mit der aber alle Mann leben konnten. "Die Jungs sind grade erst aus dem Urlaub gekommen, Bochum hat schon eine Woche lang trainiert", führte Gottschling aus, der sich besonders über die zahlreichen Zuschauer freute: "Fast 1000 Leute waren da. Wir sind alle sehr zufrieden."

Mit [person=1706]Marco Stiepermann[/person], [person=4814]Johannes Wurtz[/person], [person=4395]Tom Weilandt[/person], [person=33117]Nico Rieble[/person], [person=30071]Dominik Wydra[/person] und [person=4793]Kevin Stöger[/person] präsentierte der VfL Bochum gleich sechs Neuzugänge.

Dem stand die Mannschaft von Heipertz in nichts nach, denn auch die Concordia schickte sechs der zehn Zugänge auf den Rasen. [person=21489]Niklas Orlowski[/person], der von der TSG Sprockhövel nach Bochum kommt, hat immerhin schon vier Oberliga-Einsätze auf dem Konto stehen. [person=32900]Iliass Adinga[/person] und [person=18124]Kevin Pflanz[/person] stoßen vom Lokalrivlen CSV Bochum-Linden dazu. [person=32902]Marco Vogel[/person] (SV BW Weitmar 09), [person=32901]Dominik Meißner[/person] (TSC Eintracht Dortmund U19), [person=17411]Thiemo Höhn[/person] (FC Vorwärts Kornharpen), [person=3771]Felix Stahmer[/person] (SV Herbede) und [person=11715]Steffen Köhn[/person] (SuS Kaiserau) heißen die weiteren externen Neuzugänge.

Aus der Concordia-Jugend erhalten Thorben Schmidt und Bruno Staudt die Möglichkeit sich bei den Senioren zu beweisen. Gottschling blickt optimistisch in die Zukunft: "Ich gehe die neue Saison sehr positiv an. Mit Stahmer und Orlowski haben wir sehr gute Jungs geholt. Wir bauen darauf, dass die jungen Spieler unter Jürgen Heipertz noch einmal einen Sprung nach vorne machen. Jürgen bevorzugt es mit Spielern zu arbeiten, die er noch weiterentwickeln kann."

Demgegenüber stehen die Abgänge von [person=20491]Marco-Rosario Costanzino [/person](DJK TuS Hordel), [person=14084]Adrian Brödner[/person] (SV Phönix Bochum) und [person=20919]Maximilian Schreier[/person] (VfB Günnigfeld). Gerade der kurzfristige Wechsel von Schreier ärgerte den Sportlichen Leiter etwas: "Maxi hat einen großen Anteil an den beiden letzten Jahren. Natürlich tut der Abgang weh, aber er wollte in Günnigfeld spielen und dann ist das nun mal so."

Für die neue Saison steckt Gottschling der Mannschaft bescheidene Ziele: "Wir wollen am Ende über dem Strich stehen und uns in der Liga etablieren. Es bringt ja nichts, wenn wir jetzt verrückt spielen und sagen wir wollen so schnell wie möglich in die Oberliga." Ende Juli geht es ins Sporthotel nach Wenden, dort sollen die Jungs von Heipertz den letzten Schliff bekommen und den Teamgeist entwickeln, den Gottschling seit zwei Jahren für den unvergleichlichen Aufschwung verantwortlich macht.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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