01.07.2007

ETB holt Rathjen aus Hagen zurück

"Extrem reizvoll"

Die ETB Wohnbau Baskets haben sich für die kommende Saison in der 2. Bundesliga Pro B noch einmal nachhaltig verstärkt und gleichzeitig einen alten Bekannten zurück geholt. Von Phoenix Hagen wechselt Sebastian Rathjen nach Essen. Der 25-jährige Defensivspezialist spielte bereits anderthalb Jahre beim ETB in der 2. Basketball-Bundesliga, ehe er nach dem Abstieg in die Regionalliga eine neue Herausforderung suchte.

„Wir sind sehr froh, dass wir Sebastian verpflichten konnten. Er ist ein Wunschkandidat von Trainer Igor Krizanovic. Wir hatten ihn schon sehr lange im Visier“, erklärt Sportdirektor Markus Horn, „um so glücklicher sind wir jetzt, dass es geklappt hat. Er ist ein Teamplayer, der mit viel Einsatz und Herzblut spielt. So etwas brauchen wir.“

Auch Rathjen freut sich über die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Es hat mir in Essen hervorragend gefallen. Alles passt: Prima Organisation, tolle Fans. Nur sportlich war die Saison 2005/2006 mit dem Abstieg natürlich ein Desaster“, erinnert sich der Vollblutprofi. Zu Beginn der vergangenen Spielzeit schloss sich Rathjen dem Süd-Zweitligisten Union Shops Rastatt an, ehe er im Winter zu Phoenix Hagen wechselte. Bei beiden Clubs wurde er jedoch nicht glücklich. „Es war für mich eine total verkorkste Saison. Die will ich bei den Wohnbau Baskets möglicht schnell vergessen, ich bin schon jetzt richtig heiß auf den ersten Spieltag“, betont der 25-Jährige.

Entscheider Faktor für seinen Wechsel nach Essen war die sportliche Führung der Schwarz-Weißen. „Igor Krizanovic ist ein hervorragender Trainer, unter dem ich mich unbedingt weiterentwickeln möchte. Dazu hat sich der Verein mit Markus Horn den richtigen Mann für das Sportmanagement geholt“, findet Rathjen, „für mich stand deswegen schon sehr früh fest, dass ich zurückkehren möchte. Ich hätte auch in der Regionalliga für die Wohnbau Baskets gespielt.“

In Essen trifft der Rückkehrer auf etliche Bekannte: Mit Maxi Rowoldt, Niklas Cox und Tom Doll spielte er schon einmal gemeinsam im ETB-Trikot, mit Sebastian Schröter stand er in Hagen unter Vertrag. Auch die anderen Akteure der Wohnbau Baskets sind ihm ein Begriff. „Das Team ist sehr homogen zusammengestellt. Keine absoluten Starspieler, sondern eine sehr ausgewogene Mischung. Das macht es extrem reizvoll“, erklärt Rathjen.

Dabei nimmt er laut Horn eine Schlüsselrolle ein: „Sebastian ist sehr flexibel, spielt mit viel Übersicht und taktischer Disziplin. Obwohl er primär auf den kleinen Positionen zum Einsatz kommt, ist er dank seiner Athletik auch unter dem Korb ein Faktor.“ Die nicht gerade überragenden statistischen Werte der vergangenen Saison stören Horn nicht sonderlich: „Wir sind überzeugt davon, dass er in Essen sein fraglos vorhandenes Potenzial abrufen wird."

Die Kaderplanungen der Wohnbau Baskets sind damit so gut wie abgeschlossen. Lediglich für die Position des Spielmachers wird noch eine hochkarätige Verstärkung gesucht. „Es ist kein Geheimnis, dass wir mit jemandem aus Nordamerika planen. Allerdings ist da keine Eile geboten. Der Markt ist voll mit sehr guten Leuten, wir werden jetzt in Ruhe sondieren, wer wirklich zu unserem Team passt“, berichtet Horn. Für Trainer Igor Krizanovic hat sich bereits jetzt eine hervorragende Ausgangssituation ergeben.

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