Schalke: viagogo

"Davon profitieren beide Seiten"

14. Februar 2013, 18:28 Uhr

Die Ticketbörse viagogo steht bei Fans unter anderem des FC Schalke stark in der Kritik. Unternehmenssprecher Steve Roest kann diese Vorbehalte nicht nachvollziehen.

Leistet viagogo nicht dem Tickethandel abseits des offiziellen Verkaufs Vorschub und fördert einen Zweitmarkt?
Einen Zweitmarkt für Karten neben dem Verkauf der Vereine gab es, bevor viagogo entstand – sogar bevor das Internet populär wurde.

[video]rstv,10043[/video]
viagogo ist aber deutlich teurer, wie man an den Preisen für Schalke-Karten sieht...
Beim FC Schalke gibt es eine Preisgrenze, die bei 100 Prozent Aufschlag auf den Normalpreis liegt. Das ist das Maximum und auch nicht der Regelfall. Insgesamt werden bei viagogo 50 Prozent der Karten zum Originalpreis oder günstiger verkauft.

Nicht nur Fans verkaufen Tickets, sondern viagogo erhält auch direkt Karten von Schalke. Verknappt das nicht das Angebot und lässt die Preise steigen?
Schalke stellt uns ein kleines Kontingent an Tickets zur Verfügung. Das hilft dem Verein, neue Kunden zu gewinnen und das Stadion zu füllen. Bei vielen Spielen bleiben derzeit bis zu 2.000 Plätze leer – was sicher nicht im Sinne der Fans oder des Vereins ist. Außerdem erhält Schalke Einnahmen aus dem Sponsoring-Paket, die er wieder investieren kann. Es profitieren also beide Seiten.

Beim HSV hat dieses Modell nicht funktioniert, der Klub hat die Zusammenarbeit gekündigt und viagogo eine Klage wegen Vertragsbruchs eingereicht.
Das war für uns eine schwere Entscheidung, aber es war nötig, da der HSV den Vertrag nicht eingehalten hat. Direkt nachdem wir die Zusammenarbeit beendet hatten, kündigte der Verein an, seine Ticketpreise zu erhöhen. Darüber versucht der HSV die entgangenen Mehreinnahmen zu kompensieren – zu Lasten der Fans. Wir halten das Vorgehen den Fans gegenüber für unfair und werden die Summe aus dem Schadensersatz vollständig an die HSV-Fans spenden.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren