3. Liga

MSV Duisburg: Ohne Nachspielzeit wären die Zebras aufgestiegen

Tizian Canizales
05. Juli 2020, 10:48 Uhr
Die MSV-Duisburg-Profis Vincent Gembalies (links) und Arne Sicker (rechts) verlassen nach dem verpassten Zweitliga-Aufstieg enttäuscht den Platz. Foto: firo

Die MSV-Duisburg-Profis Vincent Gembalies (links) und Arne Sicker (rechts) verlassen nach dem verpassten Zweitliga-Aufstieg enttäuscht den Platz. Foto: firo

Fußball-Drittligist MSV Duisburg musste sich nach einem dramatischen Saisonfinale mit Platz fünf der 3. Liga zufriedengeben und steigt somit nicht in die 2. Bundesliga auf. Am Ende muss sich der MSV auch vorwerfen lassen, dass er zu viele Spiele kurz vor Schluss hergeschenkt hat. 

Genau das zeigt die "Tabelle ohne Nachspielzeit". Auf Platz eins thront dort, mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Eintracht Braunschweig, der MSV Duisburg. Satte 68 Punkte hätten die Zebras auf dem Konto, wenn es keine Nachspielzeit gegeben hätte.


Die Realität ist bekanntlich jedoch eine andere. Duisburg belegt mit 62 Punkten Platz fünf, verpasste die Relegation um einen, den direkten Aufstieg um zwei Zähler. Ironischerweise verspielten die Zebras einen der letzten Matchbälle dabei ausgerechnet in der Nachspielzeit.

Nach durchwachsenen Wochen und vielen Punktverlusten gegen schlechter platzierte Teams führte der MSV bis tief in die Nachspielzeit hinein beim Tabellenführer FC Bayern München II. Nach 92 Minuten schoss FCB-Mittelfeldspieler Leon Dajaku jedoch am vergangenen Mittwoch den 2:2-Ausgleich und klaute Duisburg die zwei Zähler, die am Ende zum Aufstieg oder zumindest zur Relegation fehlten.

Bayern II stürzt ab, kaum Unterschiede im Tabellenkeller

Zwar hat der MSV Duisburg den Aufstieg nicht alleine in München verspielt, dennoch war dieser Last-Minute-Punktverlust extrem bitter. Am letzten Spieltag gewann Duisburg mit 4:0 gegen Unterhaching, blieb durch den parallelen Sieg des FC Ingolstadt aber auf der Strecke. 


Die sind in der "Tabelle ohne Nachspielzeit" übrigens, genau wie im wirklichen Tableau, Dritter. Interessant ist, dass der Drittligameister Bayern München II in diesem Gedankenspiel lediglich den sechsten Platz belegt. Statt seiner wirklichen 65 hätten die Bayern nach 90 Minuten insgesamt nur 59 Zähler auf dem Konto.

Im Tabellenkeller hätte sich ohne Nachspielzeit übrigens nicht viel geändert. Einzig der Chemnitzer FC hätte einen Sprung um drei Plätze gemacht und wäre nicht als Siebzehnter abgestiegen. Stattdessen hätte es den FSV Zwickau getroffen. Die weiteren Absteiger hießen aber, wie auch mit Nachspielzeit, Preußen Münster, Sonnenhof Großaspach und Carl Zeiss Jena.

Die Daten stammen vom Portal "transfermarkt.de"

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05.07.2020 - 18:28 - Überdingen

Wer hat an der Uhr gedreht...ist es wirklich schon zu spät;)

05.07.2020 - 14:01 - das ailton

sensationeller Artikel. wäre nach 45 min. jeweils spielende gewesen wäre der kfc uerdingen aufgestiegen. wäre nach 1 min. abgepfiffen worden hätte es 4 andere Absteiger gegeben.
wäre Duisburg nicht irgendwann abgestiegen würden sie heute noch 1. Bundesliga spielen.
hätte hätte fahrradkette