Europa League

0:1! Köln steckt weiter in der Mega-Krise

28. September 2017, 21:22 Uhr

Foto: Firo

Der 1. FC Köln hat sein erstes Europapokal-Heimspiel seit 25 Jahren verloren. Die Mannschaft von Trainer Stöger unterlag Roter Stern Belgrad 0:1.

Vor dem Europa-League-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Roter Stern Belgrad glich die rheinische Metropole einer Festung. 2300 Polizisten, Wasserwerfer, Reiterstaffeln und ein Hubschrauber sollten dafür sorgen, die berüchtigten Belgrader Fans in Schach zu halten. Trotz des riesigen Aufgebots kam es vor dem Anpfiff in der Innenstadt zu Ausschreitungen. Die Beamten nahmen 30 Serben in Gewahrsam. Der Fanmarsch, an dem rund 1000 Belgrader Anhänger beteiligt waren, verlief dagegen ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Im ausverkauften Müngersdorfer Stadion schwenkten die Belgrader Schlachtenbummler dann artig kleine Fähnchen. Dagegen waren es vor allem die Kölner Anhänger in der Südkurve, die Pyro zündeten. Ausschreitungen vor Spiel zwischen 1. FC Köln und Roter Stern Belgrad

Köln präsentiert sich konzeptlos

Was sich anschließend auf dem Rasen abspielte, hatte nichts mit einem Kölner Fußball-Feuerwerk zu tun. Ideen- und konzeptlos rannte der Bundesligaletzte an und offenbarte große Mängel im Pass- und Kombinationsspiel. Roter Stern brauchte nur auf Fehler des verunsicherten Gastgebers zu warten. Belgrads 1:0-Führung besorgte nach einer halben Stunde Richmond Boakye mit einem herrlichen Rechtsschuss.

Nach der Pause setzten die Kölner zu einem Sturmlauf an und hatten Pech im Überfluss. Gleich zweimal traf Milos Jojic nur den Außenpfosten. Auch Leonardo Bittencourts Ausgleich verhinderte das Aluminium. In einer Abwehrschlacht retteten die Belgrader den Sieg über die Zeit. Dagegen setzten die Kölner trotz großem Kampf ihre dramatische sportliche Talfahrt auch in der Europa League fort.

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