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RWE
Ein Heimsieg mal ohne Gegentor

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Platzek, Platzek
Platzek, Platzek Foto: Thorsten Tillmann

So lautet der Wunsch der RWE-Verantwortlichen vor dem Spiel gegen Aufsteiger Westfalia Rhynern. Wiedersehen mit Arenz und Tekiela.

Das 1:1 in Wattenscheid und vor allen Dingen das Zustandekommen war ein zarter Silberstreif am tristen RWE-Horizont, der soll am heutigen Dienstag im Heimspiel gegen Westfalia Rhynern (19.30 Uhr, Hafenstraße) unbedingt vergoldet werden. Vom Papier her eine klare Angelegenheit: Der Aufsteiger steht mit zwei Punkten am Tabellenende, konnte aber vergangenen Samstag die Beine hochlegen, weil das Heimspiel gegen den Bonner SC ausfallen musste.

Aber gibt es in dieser Situation leichte Spiele für das Team von Trainer Sven Demandt? Wohl kaum. Vielleicht sollte man im Vorfeld gar nicht so viel über den Gegner reden, sondern einfach dort weitermachen, wo man in Wattenscheid aufgehört hat. „Wir mussten einen frühen Rückstand verdauen, extrem für den einen Punkt kämpfen, wobei jeder an die Grenze seiner Möglichkeiten gegangen ist, mit diesem Selbstbewusstsein muss jeder in die Partie gehen und keinen Deut weniger investieren“, fordert Sportdirektor Jürgen Lucas.

Einen überzeugenden Heimsieg, möglichst mal wieder ohne Gegentor, das ist es, was die Verantwortlichen sehen wollen, damit sich die Unruhe im Umfeld erst einmal wieder legt, denn sie ist sicherlich kein guter Nährboden für konstante Leistungen.

Notgedrungen wird Trainer Sven Demandt seine Startelf wieder umbauen müssen, da Jan-Steffen Meier an alter Wirkungsstätte eine höchst ungerechtfertigte Gelb-Rote Karte sah. Sein Platz in der Innenverteidigung ist vakant. Boris Tomiak dürfte vom Walzer mit Stürmer Joseph Boyamba noch leichte Schwindelgefühle haben, so dass an die Seite von Philipp Zeiger vielleicht der in der zweiten Halbzeit auffällige Timo Becker in die Innenverteidigung rücken wird. Seinen Platz auf der Außenposition könnte wieder der nach Sperre zurückkehrende Timo Brauer einnehmen.

Und es sollte unbedingt Platz geschaffen werden für den Einsatz von Neuzugang Hervenogi Unzola, der nach seiner Einwechselung in der zweiten Halbzeit in der Lohrheide viel frischen Wind in die Aktionen brachte und als Passgeber wertvolle Dienste leistete. „Keine Frage, nach dieser Leistung ist er ein Kandidat für die Startelf“, verriet Lucas. Die sportlich Verantwortlichen haben die Gäste zweimal beobachtet: Gegen den BVB live vor Ort, vom Heimspiel gegen die Uerdinger gibt es eine Videoaufzeichnung. Eindruck: Da kommt trotz des Tabellenplatzes keine Laufkundschaft nach Essen. „Sie haben noch keine Klatsche bekommen, jedes Spiel war eher eng“, bemerkt der Sportdirektor und verweist auf die knappe 3:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund, mit dem Siegtreffer für den momentanen Spitzenreiter in der 93. Minute. Der eine oder andere Name ist auch an der Hafenstraße durchaus geläufig: Mit Lucas Arenz und Kempes Tekiela kehren zwei Ex- Rot-Weisse zurück zur alten Wirkungsstätte, beide haben im Saisonverlauf bereits einnetzen können.

Und den erfahrenen Salvatore Gambino (33) kennt jeder Fußballfreund aus seiner Bundesligazeit im BVB-Trikot. Nach einer halben Odyssee durch ganz Italien, von der Toskana bis nach Sizilien, bringt er seit zwei Jahren ein bisschen Glanz in den Provinzklub.

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