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Pokal
6 BVB-Brennpunkte gegen Werder Bremen

Foto: firo

Wir haben den Pokal-K.o. von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen in Kürze zusammengefasst. Unsere sechs Brennpunkte zum Spiel.

Zentralfigur des Spiels: Eric Oelschlägel. Er hätte noch am Wochenende jeden für verrückt erklärt, der ihm prophezeit hätte, dass er in diesem Pokalspiel für den BVB zwischen den Pfosten stehen würde. Doch dann erkrankten die beiden Dortmunder Torhüter Roman Bürki und Marwin Hitz - und so kam der U23-Torhüter der Borussia zu seinem Profi-Debüt. Für ihn doppelt spannend - denn der 23-Jährige spielte früher in der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Das Spiel begann für ihn denkbar schlecht, als Milot Rashica nach Freistoß von Max Kruse schon nach fünf Minuten für Bremen traf. Erst in der 43. Minute konnte sich Oelschlägel erstmals auszeichnen. Nach einem Handspiel von Julian Weigl trat Kruse zum Freistoß aus ähnlicher Position wie beim 1:0 für Bremen an - kurz vor dem Strafraum rechts. Der Werder-Kapitän hielt diesmal mit links direkt drauf, mit Drall auf die kurze Ecke - Oelschlägel machte sich lang und fischte den Ball aus dem Eck. Eine ganz wichtige Szene für ihn. In der 89. Minute wiederholte sich das Spielchen: Wieder Freistoß Kruse direkt, wieder flog Oelschlägel, diesmal noch schöner, noch spektakulärer. Denn der Ball war noch abgefälscht worden. Welch eine Parade! Tragisch, dass Oelschlägel nur einmal patzte, dies aber beim 3:3 durch Martin Harnik in der Verlängerung. Im Elfmeterschießen war der BVB-Torwart dann machtlos.

Aufreger des Spiels: In der 75. Minute dribbelte sich Raphael Guerreiro durch die Bremer Abwehr. Nuri Sahin zupfte an ihm herum, der Portugiese geriet schon vor dem Strafraum ins Stolpern und fiel dann in den Strafraum hinein. Freistoß? Elfmeter? Schiedsrichter Felix Brych pfiff gar nicht und zog sich damit natürlich den Unmut der BVB-Fans zu. Ein unbestritten klares Foul war es allerdings auch tatsächlich nicht.

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Überraschung des Spiels: Nuri Sahin, der überragende Strippenzieher im Mittelfeld in Borussia Dortmunds Meistersaison 2010/2011, präsentierte sich bei der Rückkehr ins Dortmunder Stadion mit Werder Bremen am Dienstagabend in ungewohnter Rolle als Abwehrspieler, und zwar als mittleres Glied einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette. Und er machte das gut. Er interpretierte diese Rolle fast wie früher ein Libero, er stopfte Löcher, wich zu den Seiten aus, hatte es in der ersten Hälfte meistens mit Mario Götze und in der zweiten mit Paco Alcácer zu tun. Interessant zu sehen. In der 76. Minute war Sahins Arbeitstag beendet. Er hatte sich auch ganz schön verausgabt.

Szene des Spiels: Klarer Fall - der direkte Freistoß von Marco Reus zum 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Der BVB-Kapitän zirkelte den Ball mit rechts direkt links ins Netz. Traumhaft sicher. Traumhaft schön.

Pechvogel des Spiels: Der Kunstschütze höchstpersönlich. Das Freistoßtor war die letzte Aktion von Marco Reus. Nach der Pause blieb der Nationalspieler wegen muskulärer Probleme in der Kabine.

Verlierer des Spiels: die Dortmunder Angreifer Paco Alcácer und Maximilian Philipp. Beide eingewechselt, beide deshalb nicht ausgelaugt, als sie zum Elfmeterschießen antraten. Aber sie trafen nicht. Sondern mussten getröstet werden, als sie zu ihren im Mittelkreis warteten Kollegen zurückkehrten.

Autor: Peter Müller

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