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Kevin Großkreutz
Kapellmeister und der neue Frauenschwarm

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BVB: Vereint mit der Südtribüne

Es ging bereits auf acht Uhr abends zu, als Kevin Großkreutz – noch ungeduscht – noch immer im Kabinentrakt weilte und sich die Stimme heiser grölte.

Seine Teamkollegen hatten sich um diese Uhrzeit bereits auf dem Heimweg begeben, um sich für das gemeinsame Abendessen und die lange Partynacht frisch zu machen. Großkreutz aber wollte den Signal Iduna Park noch nicht verlassen. „Einen habe ich noch: Deutscher Fußballmeister BVB.“ Ohnehin seine Lieblingstextzeile an diesem Tag. Zur Abwechslung wurde aber auch „1. Fußballclub Köln“ oder „Seht ihr Sch... so wird das gemacht“ angestimmt.

Ohne Frage, der 22-Jährige entpuppte sich als das Feierbiest der Borussen schlechthin, eine Überraschung dürfte dies aber wohl nicht gewesen sein. „Ich hatte die ganze Saison über eine große Klappe, aber ich hatte was dahinter“, bemerkte Großkreutz, nachdem sein größter Traum in Erfüllung gegangen war.


Noch vor drei Jahren stand der „Dortmunder Junge“ selber auf der Südtribüne, machte jedes Auswärtsspiel mit. „Ich habe dem Verein immer die Treue gehalten“, sagte Großkreutz, der nach dem Führungstreffer der Kölner völlig geschockt schien und sich kaum noch bewegen konnte.

Seit zwei Jahren nun steht er auf dem Rasen des Signal Iduna Parks, seine Kollegen aber stehen immer noch auf der Südtribüne. „Ich glaube ich bin so geblieben, wie ich war und so werde ich auch immer bleiben.“ Logisch, dass auch er es war, der das Mikrofon von Norbert Dickel übernahm, sich vor die „Gelbe Wand“ stellte und den Ton angab. Zunächst noch mit seiner Meistermähne, aber die musste bekanntlich noch am gleichen Tag ab. Das, was beim „Friseurbesuch“ heraus kam, passte zu dieser rauschenden Meisterparty. Nachdem zunächst ein Sportjournalist die Vorarbeit geleistet hatte, übernahm Felipe Santana, angefeuert von Landsmann Dede, die Schneidemaschine. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht erklärte der Brasilianer zu seiner Verteidigung. „Es haben alle Bier verschüttet und dann ging die Maschine nicht mehr.“

Großkreutz dazu: „Ich hatte eigentlich acht Millimeter, aber dann kam Tele und hat mir die Haare so kurz gemacht. Jetzt muss ich hinten auch noch weiter kürzen, dann passt das.“ Vielleicht aber auch lieber nicht. Neven Subotic ernannte den gebürtigen Dortmunder nämlich gleich zum hübschesten Mann Deutschlands und wagte eine Prognose: „Morgen haben alle diesen Haarschnitt.“ Und auch Youngster Mario Götze gefiel die Frisur nach den ersten Bierchen „sehr, sehr gut.“ Der Shootingstar konnte sich zudem einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Jetzt kriegt er auch ein paar Frauen ab.“

Nur einem wollte das Ergebnis nicht so recht gefallen. „Wenn die Haare wieder wachsen, können wir in Kontakt bleiben“, bemerkte Dede in Richtung Großkreutz. Ein bisschen Zeit bleibt ja noch bis zum gemeinsamen Brasilien-Trip. Und zuvor steht auch noch die Übergabe der Meisterschale an. „Ich hatte schon Tränen in den Augen, aber dann werde ich nur noch weinen, glaube ich“, sagte Großkreutz. Dem wird Dede wohl nichts hinzuzufügen haben.

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