Westfalenliga 2

YEG Hassel: Für Trainer Inal hapert es noch an Kleinigkeiten

Kai Fedrau
19. November 2020, 08:00 Uhr
YEG-Hassel-Trainer Ahmet Inal sieht sich das Spiel seiner Mannschaft an. Foto: Frank Oppitz

YEG-Hassel-Trainer Ahmet Inal sieht sich das Spiel seiner Mannschaft an. Foto: Frank Oppitz

Nach einer schwachen Vorsaison will YEG Hassel sich in der Westfalenliga II wieder stabilisieren. Trainer Ahmet Inal lobt die Entwicklung seiner Mannschaft, sorgt sich nun jedoch um die Gesundheit der Spieler.

In der aktuellen Spielzeit der Westfalenliga 2 will sich YEG Hassel deutlich zur Vorsaison verbessern, als der Verein aus Gelsenkirchen nicht über einen schwachen 15. Platz hinauskam. Nun will er wieder in der oberen Tabellenregion mitmischen. Für Trainer Ahmet Inal lautet deshalb die Devise: „Wir wollen uns in der Liga festigen und schönen, modernen sowie attraktiven Fußball spielen. Dann wird sich zeigen, wo wir am Ende stehen.“


Für die Gelsenkirchener stand nach der schwachen Vorsaison ein Umbruch im Team an. Seit seiner Ankunft bei Hassel im Dezember vergangenen Jahres, setzt Trainer Inal vermehrt auf die Jugend: „Ich habe gerne junge Spieler, die Ziele und Träume im Kopf haben, die auch noch motiviert und heiß sind“, wobei aber die gesunde Mischung aus Erfahrenen und Jungen im Team entscheidend sei. „Wir haben eine sehr gute Stimmung und auch einen großen Kader, weshalb wir viele Möglichkeiten haben, auch mal zu rotieren.“

Obwohl YEG Hassel derweil lediglich einen Sieg nach sechs Spielen zu verbuchen hat, ist der Trainer sehr zufrieden mit seinem Team. „Wir haben eine brutal gute Mannschaft“, sagt Inal. „Die Qualität ist sehr gut bei uns, aber wir haben noch nicht so viele Punkte geholt, wie wir eigentlich verdient hätten.“ Grund zur Sorge geben ihm die liegengelassenen Zähler jedoch nicht: „Ich bin weiterhin total entspannt, weil wir eine sehr gute Truppe haben. Es hapert uns nur an Kleinigkeiten.“

Corona-Pausen: Inal sieht höheres Verletzungsrisiko

Die Corona-Pause bereitet dem 38-jährigen Trainer nun jedoch einige Sorgenfalten. Durch die wiederholten Unterbrechungen des Spielbetriebs seit Beginn der Pandemie sieht er eine größere Gefahr für Verletzungen: „Diese Intervall-Belastung für den Körper ist glaube ich nicht so gesund. Es ist einfach blöd, man weiß nicht genau, wie man damit umgehen soll.“


Eine weitere Aufgabe sei für Inal nun auch der richtige Umgang in der Position als Trainer. „Es ist schwierig, den Spielern jetzt einen Trainingsplan zu geben, ohne zu wissen, wann es weitergeht. Ich will mich als Trainer auch nicht zum Affen machen, wenn wir viermal die Woche trainieren, ohne zu wissen, wann wieder gespielt wird.“ Für die Saisonpause ist der Hassel-Trainer mit seinen Jungs so verblieben, dass sich diese in Eigenverantwortung fit halten sollen. „Ich habe ihnen zwar Pläne geschickt, aber will nichts vorschreiben oder kontrollieren. Ich vertraue da meinen Jungs.“

Wenn sich die Pandemie-Situation zeitnah verbessern sollte, erwartet Inal dennoch, dass die Saison im nächsten Jahr zu Ende gespielt wird: „Ich kann mir vorstellen, dass wir dann ohne Winterpause die Saison ab Januar mit englischen Wochen durchziehen werden.“

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