Im Winter stieg Pascal Bieler vom U19-Trainer zum Chefcoach des Wuppertaler SV auf. Am Samstag empfängt sein Team den Spitzenreiter SV Rödinghausen in der Regionalliga West. 

Wuppertal

WSV-Coach: "Keine Zeit für Nebenschauplätze"

12. Februar 2020, 18:00 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Im Winter stieg Pascal Bieler vom U19-Trainer zum Chefcoach des Wuppertaler SV auf. Am Samstag empfängt sein Team den Spitzenreiter SV Rödinghausen in der Regionalliga West. 

In nur zwei Partien holte Pascal Bieler genau so viele Siege wie sein Vorgänger Alexander Voigt in seiner sieben Spiele dauernden Amtszeit - nämlich einen. Mit 3:1 besiegte der Wuppertaler SV den VfB Homberg Anfang Februar. Den Restserien-Auftakt hatte der Regionalligist mit 1:3 gegen die U23 des BVB verloren. 


"In Dortmund haben wir unsere frühe Führung noch leichtsinnig hergeschenkt. Aber gegen Homberg war es andersrum, da haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht. Wir haben uns durch den frühen Rückstand nicht verunsichern lassen und sind zurückgekommen", sagt Bieler. "Da müssen wir jetzt anknüpfen. Wir dürfen uns im Abstiegskampf kaum Fehler erlauben."

Wuppertal-Coach Bieler hat RWO und RWE noch nicht abgeschrieben

Wobei sich die Sache mit dem Anknüpfen zunächst äußerst kompliziert gestalten könnte. Denn am Samstag kommt der SV Rödinghausen (14 Uhr/im RS-Liveticker) ins Stadion am Zoo. "Ein Riesen-Gegner", meint Bieler. "Natürlich erwartet niemand in diesem Spiel etwas von uns. Aber für uns geht es trotzdem um wichtige Punkte, wir haben nichts zu verschenken."

Während der WSV zwei Punkte vor der Abstiegszone steht, aber auch zwei sowie ein Spiel weniger als die dahinter folgenden Teams TuS Haltern sowie SV Lippstadt bestritten hat, steht der kommende Gegner an der Tabellenspitze (hier geht es zur Tabelle). Bielers Meinung zum Titelrennen? "Natürlich ist Rödinghausen einer der Favoriten. Es ist ein sehr konstantes und abgeklärtes Team", meint der Ex-Profi, der aber auch RWO und seinen Ex-Verein RWE "noch nicht abgeschrieben" hat. 

Schwache WSV-Defensive

Die fußballerische Hauptbaustelle in Wuppertal hat der 33-Jährige derweil im "Stabilisieren der Abwehr" ausgemacht. Kein Wunder, schließlich kassierte der Klub aus dem Bergischen Land bereits 42 Gegentreffer - das ist der zweitschwächste Wert der Liga. "Und vor dem gegnerischen Tor müssen wir abgezockter agieren", sagt Bieler, der im vergangenen Jahr die U19 des WSV zum Bundesliga-Aufstieg führte. Klar ist: Stellt der WSV seine Fehler nicht alsbald ab, wird es eng. 


Die zahlreichen Störgeräusche rund um den Verein in den vergangenen Monaten sieht Bieler nicht ausschlaggebend für die Erfolglosigkeit. "Klar werden diese Dinge auch ab und an in der Kabine thematisiert, aber die Jungs gehen damit gut um. Sie konzentrieren sich auf das, was sie beeinflussen können." Denn im Abstiegskampf, so Bieler, "haben wir keine Zeit für Nebenschauplätze". 

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