CL

Wirbel um aberkanntes BVB-Tor: "Einfach nur peinlich"

Denis de Haas
07. April 2021, 11:56 Uhr
Foto: AFP

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Jude Bellingham trifft für den BVB, doch der Schiedsrichter nimmt das Tor zurück. Auch ein ehemaliger Nationalspieler übt Kritik am Pfiff.

Jude Bellingham witterte seine Chance. Der Jungprofi von Borussia Dortmund sah wie Ederson einen Ball annehmen wollte. Doch dem Torwart von Manchester City unterlief ein technischer Fehler. Bellingham machte sein Bein lang, spitzelte den Ball an Ederson vorbei und traf ins Tor.

Doch während der Aktion ertönte ein Pfiff. Schiedsrichter Ovidiu Hategan hatte ein Foulspiel gesehen. Somit versagte der Rumäne den Dortmundern in der 37. Minute das vermeintliche 1:1 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League. Der BVB erzielte später noch ein reguläres Tor durch Kapitän Marco Reus, verlor letztendlich aber mit 1:2.


Die Aktion von Bellingham war nach Spielschluss der große Aufreger. Der 17-Jährige hatte sein Bein zwar gestreckt. Doch nach Ansicht mehrerer Zeitlupen schien sein Einsatz regelkonform zu sein.

Zu diesem Einsatz kamen jedenfalls viele Fußballexperten. Englands früherer Nationalspieler Stan Callymore fällte bei Twitter das Urteil: "Einfach nur peinlich".

Auch die Produzenten des Schiedsrichter-Podcasts "Collinas Erben" übten Kritik. "Das ist für mich keine offene Sohle und auch kein gefährliches Spiel, zumal das Bein/der Fuß nach dem Ballkontakt sofort nach unten geht", hieß es bei Twitter.

Sandro Wagner konnte die Entscheidung ebenfalls nicht nachvollziehen. Der frühere Nationalspieler verfolgte die Partie als Co-Kommentator für den Streamingdienst DAZN. "Er hätte die Aktion zumindest weiterlaufen lassen müssen", sagte der 33-Jährige.

Weil Hategans Pfiff vor der Torerzielung ertönte, konnte der Schiedsrichter den Videobeweis nicht mehr zur Hilfe ziehen.

Ohnehin hatte Hategan, dessen Assistent für eine kuriose Aktion sorgte, Probleme mit der Leitung des Viertelfinals. In der 30. Minute gab er fälschlicherweise auf einen Elfmeter. Dortmunds Emre Can soll City-Profi Rodri bei einem Rettungsversuch im BVB-Strafraum am Kopf getroffen haben. Der Video-Assistent-Referee (VAR) schaltete sich ein. Hategan schaute sich die Szene an und korrigierte anschließend seine Enscheidung

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07.04.2021 - 13:57 - soso

Es sind in der Tat schwache Schiris unterwegs.

Auch unser Dr. FELIX B gehört als Wiederholungstäter dazu und fällt Entscheidungen, die kein Kicker versteht.

Und am Wochenende erleben wir alle Pfeifen wieder auf der grünen Wiese.

07.04.2021 - 13:30 - C-bra

Wenn der VAR doch angehalten ist, (nur) bei klaren Fehlentscheidungen z.B. in Torsituationen einzuschreiten, dann müsste das auch nach dem (verfrühten) Pfiff möglich sein. Nicht, weil das CL ist und es um viel (Kohle) geht, sondern einfach nur der Gerechtigkeit halber. Anders: Wie jetzt geschehen, verhindert der Schiri sowohl das Tor als auch eine Überprüfung der Szene. Kennt man sonst nur aus dem Kommunismus. Geht gar nicht.

07.04.2021 - 12:33 - Andrade

leider ein Phänomen der Championsleague, dass sogar in der Viertel- und Halbfinals sehr schlechte Schiedsrichter pfeifen. In diesem Fall zu Lasten des BVB. Der Schiri reagierte auf das inzidierte Geschrei der City Bank und pfiff sofort. Kuipers oder andere Kaliber lassen sich von dem Geschreie nicht leiten, sie haben die Ruhe zu warten, notfalls die Szene anzuschauen.
Klopps Ärger beim anderen Spiel verstehe ich. Jeder der den Fußball verfolgt weiß, dass Herr Schwierigkeiten hat Zweikämpfe richtig einzuordnen. Auch wenn international etwas mehr laufen gelassen wir, wenn jemand einen Vorteil durch ein Foul zieht, auch wenn das Foul durch den Körper erfolgt, muss gepfiffen werden. Man sieht es manchmal auch im Strafraum, wenn jemand einfach gecheckt wird wie beim Eishockey, rufen die Reporter "das ist mir zu wenig", berührt ein Fuß den Gegner minimal im strafraum schreit der gleiche Reporter, "berührt, ganz klarer Falle". Es besteht verbesserungspotential für die Schiris.

07.04.2021 - 12:24 - easybyter

Die Entscheidung war eindeutig falsch. Er hat zu schnell gepfiffen, müsste doch inzwischen glernt haben, dass man erst einmal abwartet, um die Gelegenheit zu haben, sich die Szene noch einmal anzuschauen. Er wollte wohl mehr, dss City gewinnt. Der Elfmeter für City, der vom VAR zurückgenommen wurde, war ja auch eine Farce. Mal sehen, ob das beim Rückspiel wieder so ein Schiri pfeift, denn noch ist alles drin für den BVB.