Erst gegen Ende der Vorbereitung zählen bei Westfalia Herne die Ergebnisse. Die hohen Herausforderungen bei den Testspielen sollen dem Fußball-Oberligisten später in der Liga helfen.

OL Westfalen

Westfalia Herne: Knappmann will die Mannschaft entwickeln

Stefan Stobbe
30. Juli 2020, 10:23 Uhr
SCW-Trainer Christian Knappmann ist zufrieden mit der Vorbereitung. Foto: Rainer Raffalski

SCW-Trainer Christian Knappmann ist zufrieden mit der Vorbereitung. Foto: Rainer Raffalski

Erst gegen Ende der Vorbereitung zählen bei Westfalia Herne die Ergebnisse. Die hohen Herausforderungen bei den Testspielen sollen dem Fußball-Oberligisten später in der Liga helfen.

Ein Drittel des Mammuttestprogramms hat Westfalia Herne nun hinter sich. Die 0:1-Niederlage gegen die U23 von Borussia Dortmund war der sechste von insgesamt 18 Tests für die Mannschaft von Christian Knappmann.

Obwohl die reinen Ergebnisse bisher wohl zu wünschen übrig ließen – in den vergangenen drei Spielen kassierte Westfalia elf Gegentore und erzielte selbst keinen Treffer – zeigte sich Knappmann doch zufrieden mit dem bisherigen Leistungsstand: "Wir können mit den Niederlagen gut umgehen. Unser Ziel ist es, die Jungs, die noch hinten dran sind, in unsere Abläufe reinzukriegen."

Das gelte nicht nur für die Neuzugänge, sondern auch für die, die noch "nicht die Härte auf den Positionen haben". Diese wolle man gezielt in diese Situationen bringen, damit sie irgendwann die Spielidee, die Knappmann hat, umsetzen können. Die zum Teil hohen Niederlagen seien dabei "eingepreist".

Nicht ohne Grund hatte sich Westfalia mit Alemannia Aachen, dem SV Straelen oder Rot-Weiß Oberhausen für viele Gegner aus der Regionalliga West entschieden. "Die Aufgaben, die wir in der Vorbereitung gestellt bekommen, sind um ein Vielfaches höher sind, als das, was uns in der Oberliga erwartet", erklärte Knappmann. "Und wenn wir es hier lösen, dann werden wir es mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der Oberliga tun."

Neue Strukturen erleichtern Knappmann die Arbeit

Trotz der drei Niederlagen in Folge bliebt Knappmann entspannt. Das machte er an zwei Faktoren fest. "Die Jungs sind total unproblematisch und mit einer riesigen Neugier dabei. Und zum anderen haben wir im Verein endlich Mikro-Strukturen geschaffen, die mir die Arbeit erleichtern. Ich muss keinen Spielbericht mehr ausfüllen oder Trikots aufhängen. So kann ich viel entspannter in so ein Spiel gehen", erläuterte Knappmann.

Gegenüber der WAZ hatte Knappmann erklärt, dass für ihn erstmal Erkenntnisse statt Ergebnisse zählen würden. Wie lange soll diese Phase noch andauern? "Beim Spiel gegen ETB SW Essen (23. August) werden wir anfangen, auf das Ergebnis zu schauen. Also mindestens zwei, drei Spiele vor Ligabeginn."

Bis dahin hat die Westfalia aber noch einige Spiele vor der Brust. Am kommenden Wochenende steht der nächste Testspieldoppelpack an. Beim Landesliga-Aufsteiger Türkspor Dortmund trifft man am Samstag mit Tim Eibold, ehemaliger Sportlicher Leiter des SCW, und Maurice Temme, Ex-Kapitän, auf zwei bekannte Gesichter. Einen Tag später geht es zum Niederrhein-Oberligisten SSVg Velbert.

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