Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke rief Ex-Trainer Jürgen Klopp an, um ihn ins Ruhrgebiet zurückzuholen. Doch der Versuch scheiterte. 

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Watzke wollte Klopp zurück zum BVB holen

Justus Heinisch
10. Oktober 2019, 12:07 Uhr

Foto: dpa

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke rief Ex-Trainer Jürgen Klopp an, um ihn ins Ruhrgebiet zurückzuholen. Doch der Versuch scheiterte. 

Bald erscheint das Buch "ECHTE LIEBE. Ein Leben mit dem BVB" von Watzke. Die "Bild" hat einen Auszug veröffentlicht. Dabei kommt Dortmunds Meistertrainer Klopp zu Wort und berichtet von einem Watzke-Anruf. Der BVB-Boss versuchte demnach, Klopp von einer Rückkehr nach Dortmund zu überzeugen. Das war im Mai 2018, Klopp saß inzwischen beim FC Liverpool fest im Sattel und fühlte sich in England wohl. 


"Irgendwann (...) klingelte mein Telefon, als ich im Flieger saß. Aki war dran: 'Jürgen, du musst zurückkommen.' Ich dachte, er macht einen Scherz. 'Bist du doof, hast du getrunken? Wie kommst du denn auf diese Idee? Ich habe doch noch ein paar Jahre Vertrag in Liverpool.' Ich weiß nicht, wie ernst das in dem Moment von ihm gemeint war, aber da habe ich schon gemerkt, dass er sich von mir eine größere Bereitschaft gewünscht hätte, darauf einzugehen", so Klopp. 

Rückkehr in Zukunft denkbar?

Tatsächlich war der Anruf von Watzke ernst gemeint. Die Borussia suchte einen neuen Coach. Thomas Tuchel, Peter Bosz und Peter Stöger konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Watzke: "Ich wusste, dass Jürgen absagen würde, dass er seinen Vertrag in Liverpool erfüllen wird. Jürgen hat seine Verträge immer erfüllt. So ist er. Aber wenn man neue Wege gehen will, und wir mussten an diesem Punkt einen neuen Weg beim BVB einschlagen, dann musste ich Jürgen wenigstens fragen, ob er sich das womöglich doch vorstellen kann." Ihn nicht zu fragen, hätte sich Watzke allerdings nicht verziehen. 


Ob Klopp jemals wieder vor der Südtribüne als BVB-Trainer jubeln wird? "Als ich aus Dortmund wegging, hätte ich mir vorstellen können, irgendwann noch mal zurückzukehren. Ich habe aber gehofft, dass für beide Seiten nicht die Notwendigkeit entsteht", wird der Trainer in der "Bild" zitiert. Aber: "Als Retter in der Not, wenn der Verein wirklich meine Hilfe braucht - warum sollte ich das nicht machen? Es ist total schön, dass ich dazu überhaupt die Möglichkeit habe." 

Zwischen Klopp und Watzke herrscht überdies eine Freundschaft, wie Klopp weiter verriet: "Wir haben zwar nicht um Mitternacht Blutsbrüderschaft geschlossen, aber angefühlt hat es sich so für mich. Klar war für mich natürlich auch: Irgendwann werden sie mich rausschmeißen müssen." 

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