27.08.2018

RL West

Wattenscheid will die Viktoria ärgern

Foto: Micha Korb

Die SG 09 reist zwar als klarer Außenseiter zum Aufstiegsanwärter, rechnet sich bei der Viktoria aber durchaus Chancen aus.

Gegen Europacup-Teilnehmer RB Leipzig schnupperte Viktoria Köln an der Sensation, verlor in der ersten DFB-Pokalrunde erst nach Verlängerung mit 1:3. Doch längst hat den dritten großen Klub in der Domstadt neben dem übermächtigen FC und Drittligist Fortuna der Alltag wieder. Mit 2:0 setzte sich die Viktoria zuletzt im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Rot-Weiß Oberhausen durch – und will heute nachlegen. Denn die SG Wattenscheid 09 stellt sich an diesem Dienstag (19.30 Uhr) im Sportpark Höhenberg vor, um die wegen des Pokal-Kampfes verlegte Partie bei der Viktoria nachzuholen.


Dass finanziell eine kleine Fußballwelt liegt zwischen den Kontrahenten, bedarf eigentlich keiner Erwähnung mehr. Dennoch stellt SG-09-Trainer Farat Toku klar, „dass wir nicht nach Köln fahren, um das Spiel abzuschenken. Wir wollen die Kölner ärgern.“ Die Tabelle lügt ja auch nicht: Köln ist Dritter mit acht Punkten, Wattenscheid Siebter mit sechs Zähler – bei einem Spiel weniger.

Toku weiß aber natürlich um die „Riesenqualität“ im Kader der Viktoria. Seit Jahren wollen die Kölner aufsteigen, seit Jahren mischen sie ganz oben mit – seit Jahren scheitern sie knapp. Jetzt soll es klappen, erneut hat sich Viktoria verstärkt. So kam Linksverteidiger Fabian Baumgärtel vom Drittligisten Halle, und, ganz frisch, Rechtsaußen Marcel Gottschling vom Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh. Jannis Fraundörfer stieß aus der Jugend des VfL zum Team, konnte sich aber noch nicht durchsetzen: Bisher zählte der Verteidiger zwar stets zum Kader, blieb aber noch ohne Einsatz. Vor allem in der Offensive, mit Tim Golley, Hamza Saghiri oder dem Ex-Bochumer Sven Kreyer, ist Köln stark besetzt.

Doch ganz reibungslos verlief der Auftakt nicht, neben zwei Siegen hat die Viktoria auch zwei Remis stehen. Neben einem 2:2 gegen die U23 des BVB kam Köln beim Bonner SC nicht über ein 2:2 hinaus - Wattenscheid setzte sich dort am Samstag mit 1:0 durch.

„Wir müssen brutal effektiv sein“, erklärt Toku. Sein Team werde garantiert zu Chancen kommen - und die müsse man nutzen. Neben einer starken Defensivarbeit vor der Nummer eins Edin Sancaktar, die in Aachen (2:0) und Bonn (1:0) überzeugte, sei Effektivität im Umschaltspiel der Schlüssel zum Erfolg.

Personell denkt Toku über maximal eine Änderung nach im Vergleich zur Startelf vom letzten Samstag, „aus taktischen Gründen“. Möglich, dass nach Pokal- und Ligaspiel ein Stammspieler wie etwa Stürmer Yesilova mal eine Verschnaufpause erhält, denn bereits am Samstag kommt ja RW Oberhausen ins Lohrheidestadion.

Autor: Ralf Ritter

Kommentieren

28.08.2018 - 09:22 - fussballnurmi123

Und ich tippe darauf, dass die Viktoria spätestens in der Winterpause ihren Trainer entlässt - wegen Erfolgslosigkeit.

28.08.2018 - 07:34 - westkurver

Nach Olav Janßen muß man dem Verein auch eine gewisse Erholungsphase gönnen . :-) Aufstieg in 2-3 Jahrn

27.08.2018 - 21:52 - Hotteköln

Bis auf den kleinen Fehler das wir nicht in der Verlängerung sondern in der Nachspielzeit verloren haben ist der Bericht o.k. Ich bleib dabei. Dieses Jahr schaffen wir es. Morgen nächste Etappe dahin :)

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