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Wattenscheid steht vor sportlichen Schicksalswochen

Philip Ronden
27. Februar 2019, 09:24 Uhr

Foto: Micha Korb

Trotz einer ansprechenden Leistung stand die SG Wattenscheid gegen Rot-Weiß Oberhausen am Ende mit leeren Händen da. 

Das 1:3 in Oberhausen war ein Rückschlag im sportlichen Existenzkampf. Nun erwarten die SGW zwei Schicksalsspiele.

„Ich sitze hier ganz ruhig, aber innerlich brodelt es schon sehr.“ Das waren die ersten Worte von SG Wattenscheids Trainer Farat Toku nach der 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen. Verständlich, denn seine Mannschaft zeigte wie so oft in dieser Saison eine äußerst ansprechende Leistung gegen ein Top-Team der Liga. Am Ende brachte das die Wattenscheider in ihrer finanziellen sowie sportlich angespannten Situation jedoch nicht weiter.

Der Vorsprung auf den 1. FC Kaan-Marienborn, der auf den ersten Abstiegsrang 15 rangiert, bleibt daher nach wie vor bei fünf Zählern. Das Problem: Der Aufsteiger aus Siegen hat noch zwei Spiele weniger auf dem Konto als die SGW. „Es ist unnötig und bitter. Unsere Situation hat sich trotz einer guten Leistung eher verschlechtert“, sagte Toku enttäuscht.

Und es wird nicht einfacher für den schwer gezeichneten Traditionsklub. In den nächsten zwei Spielen gegen den SC Wiedenbrück und Fortuna Düsseldorf II trifft die SGW auf die direkte Konkurrenz im unteren Drittel. Wiedenbrück ist den Wattenscheidern mit sechs Punkten Rückstand und einem Spiel weniger auf den Fersen. Düsseldorf steht drei Zähler vor den Schwarz-Weißen.

Zwei typische Schicksalsspiele, in denen es darum geht, zum einen nicht den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren und zum anderen nicht komplett unten reinzurutschen. Toku zu den wichtigen Wochen: „Für uns geht es trotz der bitteren Niederlage in Oberhausen schnell weiter. Es ist ein Lernprozess, mit der aktuellen Situation umzugehen. Es gilt nun, sich konzentriert auf Wiedenbrück vorzubereiten“, sagte er..

Einen Lichtblick gab es beim Gastspiel der Wattenscheider in Oberhausen dennoch: Anlässlich der Spendenaktion der Kleeblätter nahm Vereinsboss Oguzhan Can ein Trikot entgegen, das symbolisch für die Aktion „Tradition verbindet“ stand, bei der sich unter anderem auch Rot-Weiss Essen mit der SG solidarisierte. Oben drauf gab es neben den 500 Euro von RWO nochmal 500 Euro extra von Sporttotal.tv. Präsident Can freute es: „Vielen Dank für die Hilfe, die wir erhalten haben. Das zeigt, wie sehr man im untereinander zusammenhält“, sagte er.

Autor: Philip Ronden

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