Dortmunds U19-Spieler Enrique Pena Zauner spielt bei der Südamerikameisterschaft in Chile für Venezuela.. Der 18-Jährige erklärt, warum er sich gegen den DFB entschieden hat.

U19 Bundesliga

Warum BVB-Talent Pena Zauner lieber für Venezuela spielt

Dominik Hamers
14. Januar 2019, 06:45 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Dortmunds U19-Spieler Enrique Pena Zauner spielt bei der Südamerikameisterschaft in Chile für Venezuela.. Der 18-Jährige erklärt, warum er sich gegen den DFB entschieden hat.

Er spielte für die U15- und U16-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), doch nun hat sich Enrique Pena Zauner für einen anderen Verband entschieden. Der U19-Spieler von Borussia Dortmund wird bei der U20-Südamerikameisterschaft in Chile für Venezuela auflaufen. Im Interview mit der Internetplattform transfermarkt.de erklärt der offensive Mittelfeldspieler, aus welchem Grund er so gehandelt hat.

„Es war eine schwere Entscheidung“, gibt der 18-Jährige zu, „denn ich hatte bei der deutschen Nationalmannschaft sehr viel Spaß. Ich habe dort viel gelernt.“ Allerdings seien die Südamerikaner ein internationales Top-Team: „Bei der venezolanischen U20 handelt es sich um den Vizeweltmeister von 2017. Ich denke, es ist für meine Entwicklung das Beste, für Venezuela aufzulaufen“, erklärt Pena Zauner, der künftig für das Heimatland seines Vaters spielen wird. 


Anruf von A-Nationaltrainer war entscheidend für BVB-Talent Zauner

Bei der Auswahl der Südamerikaner habe er zudem die Möglichkeit, sich mit Senioren-Teams zu messen. Zuletzt testete die Mannschaft gegen die La-Liga-Klubs Deportivo Alaves und Athletic Bilbao.

Ausschlaggebend für Pena Zauners Entscheidung sei auch der Anruf von A-Nationaltrainer Rafael Dudamel gewesen. „Wenn dich eine lebende Legende Venezuelas und der Trainer der A-Elf anruft und dich fragt, ob du für Venezuela spielen möchtest, spielt das eine große Rolle. Dann fühlst du dich natürlich sehr geehrt.“

Eine Beziehung zur „Vinotinto“ („Die Weinrote“), wie die Nationalmannschaft Venezuelas genannt wird, hat Pena Zauner ebenfalls schon aufgebaut. „Dadurch, dass mein Vater Venezolaner ist, verfolge ich den Fußball vor Ort schon seit meiner Kindheit.“ Die Zustände seien dort gut, von en Spielern könne er viel lernen. „Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Mannschaftskameraden, die in der heimischen Liga spielen.“

Selbstverständlich hat er bei Turnier in Chile hohe Erwartungen: „Mein persönliches Ziel ist es, das Turnier zu gewinnen. Aber das wichtigste für das Team ist es, sich für die Weltmeisterschaft in Polen im Sommer zu qualifizieren.“ (dh)

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