Im Topspiel des 16. Spieltages der Westfalenliga Staffel II setze sich der DSC Wanne-Eickel mit 3:1 (0:0) beim SV Hohenlimburg aus Hagen durch. 

Westfalenliga 2

Wanne-Eickel siegt im Topspiel und verkürzt Rückstand auf Tabellenführung

Cedric Spielhoff
01. Dezember 2019, 19:48 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Im Topspiel des 16. Spieltages der Westfalenliga Staffel II setze sich der DSC Wanne-Eickel mit 3:1 (0:0) beim SV Hohenlimburg aus Hagen durch. 

Das Topspiel zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der Westfalenliga wurde im ersten Durchgang den hohen Erwartungen nicht gerecht. Bei eisigen Temperaturen im Kirchenberg Stadion in Hagen hatten die Hohenlimburger zwar mehr Ballbesitz, schafften es jedoch nur selten gegen die kompakten Herner vorne durchzubrechen. So ging es mit einem für die tapferen Zuschauer enttäuschenden, aber leistungsgerechten Unentschieden in die Halbzeitpause. 

Die zweite Halbzeit sollte dann früh Fahrt aufnehmen, als der starke DSC-Flügelspieler Rene Michen einen Konterangriff eiskalt zur Führung für die Gäste vollendete, welche von nun an aufs Gaspedal drückten und das Spiel bestimmten. Es dauerte jedoch bis zur 78. Minute, ehe der eingewechselte Nick Malvin Ruppert den zweiten Treffer für Wanne-Eickel nachlegte. 

Noch in Gedanken und Diskussionen über den aus einer vermeintlichen Abseitsposition erzielten Treffer der Gäste wurde Hohenlimburg dann nur drei Minuten später der Stecker komplett gezogen, als DSC-Toptorjäger Dawid Ginczek sehenswert hinter dem Standbein entlang zum 3:0 einschob. Der Ehrentreffer zum 1:3 durch Marcel Weiß per Elfmeter war dann nur noch Ergebniskosmetik für die enttäuschten Spieler und Verantwortlichen des SV Hohenlimburg, welche vor allem mit der Schiedsrichterleistung haderten.

Hohenlimburg ärgert sich über Schiedsrichterleistung

„Sowohl das erste als auch das zweite Gegentor resultieren aus einer Abseitsstellung. Auf der Gegenseite pfeift der Schiedsrichter für uns keinen Elfmeter, weil er die Vorteilsregel anwendet – das geht bei einem Foul im Strafraum natürlich nicht. Da braucht man keinen Schiedsrichter, durch diese Entscheidungen wurde nur Unruhe in das Spiel gebracht“, ärgert sich Hohenlimburg-Trainer Michael Erzen, welcher in der Schlussphase der Partie ebenfalls die gelbe Karte sah. 


Die Gründe für die Gegentore lagen für den 37-Jährigen auf der Hand: „Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit haben wir in der zweiten Halbzeit den Faden verloren. Wir sind bewusst mehr Risiko eingegangen, der Gegner hat das eiskalt ausgenutzt und steht aufgrund dieser Qualität zurecht oben in der Tabelle. Meiner Mannschaft kann ich heute trotzdem keinen Vorwurf machen, sie hat absoluten Siegeswillen gezeigt“.

DSC-Trainer Sebastian Westerhoff hingegen war froh, dass seine Mannschaft „in der hektischen Schlussphase der zweiten Halbzeit den Kopf behalten hat“. Nach dem mageren ersten Durchgang verlangte der 34-Jährige in der Halbzeitansprache von seiner Mannschaft, mit mehr Tempo und Genauigkeit nach vorne zu spielen. „Da haben die Jungs gut zugehört“, freute er sich über die Leistungssteigerung seiner ehemaligen Mitspieler in der zweiten Halbzeit.

Da der Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl gegen den FC Brünninghausen nur 1:1 spielte, konnten die Wanne-Eickler durch den Sieg den Abstand auf die Tabellenspitze auf drei Punkte verkürzen. Der SV Hohenlimburg hingegen rutscht auf den fünften Tabellenplatz ab.

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