Am Montag fliegt er erst mal in den wohlverdienten Urlaub nach Fuerteventura. Aber wer Bochums Fanbeauftragten Dirk Michalowski kennt, der weiß, dass sich seine Gedanken auch in der spanischen Sonne überwiegend um seinen VfL drehen werden. Denn sportlich und beziehungstechnisch brennt beim VfL Bochum der Baum. 

Bochum

VfL-Fanbeauftragter in Sorge um den VfL

Stefan Bunse
29. September 2019, 13:28 Uhr

Foto: firo

Am Montag fliegt er erst mal in den wohlverdienten Urlaub nach Fuerteventura. Aber wer Bochums Fanbeauftragten Dirk Michalowski kennt, der weiß, dass sich seine Gedanken auch in der spanischen Sonne überwiegend um seinen VfL drehen werden. Denn sportlich und beziehungstechnisch brennt beim VfL Bochum der Baum. 

Investorensuche, Geldstrafen wegen Pyrotechnik, Differenzen zwischen Torwart Manuel Riemann und den eigenen Anhängern. Dem Zweitligisten steht ein unruhiger Herbst bevor. Michalowski, der in der vergangenen Woche beim bundesweiten Treffen der Fanbeauftragten der ersten drei Bundesligen zum Bundessprecher der Fanbeauftragten gewählt wurde, weiß, dass der Verein in einer ganz schwierigen Lage steckt. „Es ist momentan sehr unruhig zwischen Zuschauern und Verein“, stimmt Michalowski zu. „Wir müssen jetzt alle gemeinsam dafür sorgen, dass wir positive Signale gesetzt bekommen.“ 


Man müsse jetzt in Gesprächen herausfinden, woran dieses angespannte Verhältnis liegt und wie man wieder gemeinsam den Fokus auf die Verbesserung der sportlichen Situation lenken könne. Dabei will er helfen. „Klar, so etwas gehört auch zu meinem Job“, sagt Michalowski.

Seit 2003 ist „Moppel“ hauptamtlicher Fanbeauftragter des VfL Bochum. In dieser Zeit seien die Aufgaben und Erwartungen an den Fanbeauftragten von allen Seiten enorm gestiegen. „Die Kolleginnen und Kollegen stehen unter einem enormen Druck. Viele werfen schon nach kurzer Zeit hin. Deshalb wird es eines meiner Ziele als Sprecher des Bundesverbandes sein, zusammen eine Art Stellenbeschreibung zu formulieren.“ 


Gerade in der 2. Liga, wo mindestens zwei Fanbeauftragte pro Klub gestellt werden müssen und die Vereine oft auch nicht auf Rosen gebettet sind, sei der Arbeitsaufwand enorm. Dennoch freue er sich sehr auf seine neue Aufgabe, die auch mit dem VfL abgestimmt ist.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Amtszeit soll das Thema Pyrotechnik werden. „Hier bewegen wir uns seit 20 Jahren im Kreis“, weiß Michalowski. „Im vergangenen Jahr mussten die Klubs der DFL über drei Millionen Euro an Strafe wegen Verfehlungen der Fans mit Pyrotechnik zahlen.“ 

Auf der anderen Seite sei wenig Entgegenkommen bei diesem Thema von beiden Seiten zu spüren. „Hier müssen wir ran. Das kann ja nicht ewig so weiter gehen“, meint der Bochumer. Aber Priorität habe natürlich weiterhin seine Tätigkeit beim VfL. Und dort hat er ja momentan wahrlich alle Hände voll zu tun. 

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30.09.2019 - 08:45 - asaph

sehr gut @MMM
dies trifft den Kern:
..."Lösung : sportliche Leitung nach Qualifikation einstellen und nicht nach Sympathie oder langjähriger Zugehörigkeit zum Profifußball. Dann wären uns Leute wie Hochstädter, Schindzilorz, Reis erspart geblieben.
..."

29.09.2019 - 22:56 - MMM

Seit 4 Jahren geht es stetig bergab. Der Trainerwechsel brachte nichts. Beim Torwart Riemann möchte man seit 4 Jahren nur wegschauen. Das Führungs-Verhalten der Vereinsspitze in Sachen Luthe, Bastian, Hogland, Celozzi ist hochgradig unprofessionell.

Lösung : sportliche Leitung nach Qualifikation einstellen und nicht nach Sympathie oder langjähriger Zugehörigkeit zum Profifußball. Dann wären uns Leute wie Hochstädter, Schindzilorz, Reis erspart geblieben.

29.09.2019 - 19:59 - 8einhalbtausendeuro fahrrad

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29.09.2019 - 19:52 - 8einhalbtausendeuro fahrrad

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