In der Regionalliga West richteten sich die Augen am Samstag vor allem nach Ostwestfalen. Im Topspiel beim SV Rödinghausen holte sich der SC Verl die Herbstmeisterschaft. Die Lage in Wuppertaler wird derweil immer bedrohlicher.

RL West

Verl nach 1:1 im Topspiel Herbstmeister - WSV-Krise immer schlimmer

30. November 2019, 15:53 Uhr
Foto: Stefan Rittershaus

Foto: Stefan Rittershaus

In der Regionalliga West richteten sich die Augen am Samstag vor allem nach Ostwestfalen. Im Topspiel beim SV Rödinghausen holte sich der SC Verl die Herbstmeisterschaft. Die Lage in Wuppertaler wird derweil immer bedrohlicher.

2064 Zuschauer sahen das Spitzenspiel zwischen dem SV Rödinghausen und dem SC Verl. Der Tabellenzweite hätte die Möglichkeit gehabt, mit einem Sieg Spitzenreiter Verl vom Thron zu stoßen und selbst die Herbstmeisterschaft zu feiern, doch daraus wurde nichts. Am Ende stand ein 1:1-Unentschieden. Somit sind nun die Verler nach der Hälfte der Saison das Maß der Dinge in der Regionalliga. Verfolger Rot-Weiss Essen dürfte die Punkteteilung gut passen.


Beiden Mannschaften war der Respekt voreinander anzumerken. So neutralisierten sich die Kontrahenten weitestgehend, Torchancen waren Mangelware. Rödinghausens Torjäger Simon Engelmann scheiterte in der 28. Minute an Verls Torwart Robin Brüseke, auf der Gegenseite köpfte Lars Ritzka den Ball über die Latte.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Auf dem Rasen ereignete sich fast nur Stückwerk. Wenig verwunderlich, dass für das erste Tor des Tages eine Standardsituation herhalten musste. Mehmet Kurt schaltete nach einem Verler Freistoß am schnellsten und traf zur umjubelten Führung (69.). 

Rödinghausen war jetzt gefordert - und kam zurück. Erst scheiterte Top-Torjäger Simon Engelmann noch, zwei Minuten später machte er es besser und erzielte sein 16. Saisontor. Beim 1:1 blieb es, weil Eros Dacaj kurz danach per Freistoß bloß das Außennetz traf.


Wuppertaler SV geht böse unter

Immer größer wird derweil die Krise beim Wuppertaler SV. Die Mannschaft von Alexander Voigt blieb auch im 14. Ligaspiel in Folge sieglos und zeigte bei der deutlichen 0:3-Klatsche gegen Fortuna Düsseldorf II die mit Abstand schwächste Leistung, seit der Trainer das Amt Mitte Oktober übernahm. Mit Kelvin Ofori (10.) und Aymen Barkok (23.) schossen zwei Bundesligaprofis die Fortuna in Führung, Shinta Appelkamp erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 aus Sicht des Landeshauptstädter. Auch der Platzverweis für Düsseldorfs Johannes Bühler (57.) änderte nichts mehr am klaren Resultat.


Einen ungefährdeten Sieg fuhr Borussia Dortmund II gegen Schlusslicht SV Bergisch Gladbach ein. Die Mannschaft von Mike Tullberg gewann 4:0 und rückte damit auf den achten Tabellenplatz vor. Joseph Boyamba (8., 43.), Chris Führich per Strafstoß (31.) und Taylan Duman (69.) schossen die Tore beim deutlichen Sieg.

Im Duell mit Tabellennachbar Sportfreunde Lotte behielt Alemannia Aachen die Oberhand. Am Tivoli gab es einen 3:1-Erfolg für die Kaiserstädter zu feiern. Die Tore schossen Florian Rüter (31.), Jonathan Benteke (66.) und Vincent Boesen (84.). Lotte gelang noch der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Kevin Freiberger.


Der 17. Spieltag im Überblick

RW Oberhausen - Bonner SC 1:0
SV Rödinghausen - SC Verl 1:1
Wuppertaler SV - Fortuna Düsseldorf II 0:3
Borussia Dortmund II - SV Bergisch Gladbach 4:0
Alemannia Aachen - Sportfreunde Lotte 3:1
VfB Homberg - Fortuna Köln (Sonntag, 14 Uhr)
1. FC Köln II - Borussia Mönchengladbach II (Sonntag, 14 Uhr)
TuS Haltern - Rot-Weiss Essen abgesagt

Kommentieren

01.12.2019 - 02:37 - Zico86

Unentschieden zwischen den beiden ist ein Top-Ergebnis für RWE. Allerdings muss ich sagen, ohne despektierlich sein zu wollen, das "Spitzenspiel" fand schon in einem sehr provenziellen Umfeld statt. Nichts dagegen zu sagen, aber Mannschaften wie Essen und Aachen mit ihren erstligatauglichen Arenen und dem riesigen Fanpotential (evtl. auch Oberhausen) sind einfach Fremdkörper in dieser Liga. Ich wünsche allen drei genannten Vereinen den schnellstmöglichen Aufstieg in die 3. Liga. Essen darf gerne beginnen ...

01.12.2019 - 01:48 - Überdingen

Es sind die beiden stärksten der Liga...danach kommen aber schon die Galakicker aus der Ruhrmetropole....also RWO eben;)
Exxen wird nach unten nix mehr anbrennen lassen....da bin ich mir sicher;) Und das obwohl man ja immer sagt Hochmut kommt vor dem Fall;)
Ach ja...Glückwunsch an Verl...echt top Leistung.

30.11.2019 - 21:48 - Kleeblättersammler

Verl hat die stärkste Truppe in dieser Liga, leider aber wenig Resonanz im Münsterland.
Kann sich ändern wenn die Preußen absteigen sollten, alles spricht dafür !
Danach ist Rödinghausen und ......... Gladbach ,Oberhausen, Köln und eventuell Essen in der Ligaspitze.

Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft die keinen Wert hat., aber eine Tendenz aufzeigt.

30.11.2019 - 20:06 - RWE-Serm

Oppi, heute nix gerissen auf'm AFD-Parteitag?

30.11.2019 - 19:59 - RWE-Serm

Der RWE, der RWE, der RWE ist wieder da

30.11.2019 - 19:43 - chippolueg

30.11.2019 - 19:34 - Puma1907

Dieser Kommentar wurde entfernt.

30.11.2019 - 19:26 - Julius.Oppermann

Deutschland steht vor schlimmen Zeiten mit Wirtschaftskrise, Währungsreform und Hungersnot. Ostwestfalen ist die Kornkammer der Republik. Auch beim DFB tut Hunger weh.

30.11.2019 - 18:43 - Doc RWE

Das ist doch Blödsinn mit dem Ostwestfälischen Bollwerk. Als ob der DFB was davon hätte wenn einer von den beiden Aufsteigt. Geld verdienen kann der DFB mit diesen Vereinen nicht.
Nächste Woche geht die Rückrunde los und dann marschieren wir so durch . Spätestens Anfang April sind die restlichen Meisterschaftsspiele nur noch Vorbereitung auf die Relegation. Wir steigen auf.
NUR DER RWE!!

30.11.2019 - 18:10 - Julius.Oppermann

Es konnte nur ein Unentschoieden geben, weil der DFB beide Clubs aus Ostwestfalen side-by-side oben sehen will. Eine Niederlage heute eine von beiden Mannschaften hätte das Ostwestfalen-Bollwerk gegen RWE gesprengt. Das will niemand. Verl und Rädinghausen werden bis zum Saisonende die Plätze 1 und 2 belegen. Wer letztendlich in die Relegation geht, überlässt man den Vereinen selbst. Ansonsten gilt die Regie, die jedermann weiß.
Im Übrigen haben sich heute 23 Personen einschl. Schiedsrichter vom ersten Augenblick an ständig zugeblinselt, dass es schon fast peinlich war. Gute Schauspieler sind Ostwestfalen wahrlich nicht.

30.11.2019 - 17:35 - phil2610

Dieser Kommentar wurde entfernt.

30.11.2019 - 16:05 - boh

Das ist nicht erbärmlich. Ü2000 vierte Liga! rödinghausen- Verl!!
Das ist gut!
Weiss nicht wovon mancher hier träumt.
Respekt und Hut ab vor beiden Vereinen.

Nur der RWE

30.11.2019 - 16:03 - rweberti

Der wahre Sieger dieses Spieltages ist unser RWE .

30.11.2019 - 15:58 - Brückenschänke

"2064 Zuschauer sahen das Spitzenspiel "
Einfach nur erbärmlich.