02.12.2018

OL

TSG Sprockhövel punktet in Schermbeck

Foto: Markus Joosten

An ein normales Spiel ist auf dem holprigen Naturrasen überhaupt nicht zu denken. Beide Mannschaften setzen voll auf den Kampf. Ibrahim Bult erzielt für die TSG den späten Ausgleich.

Immerhin: Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel entführte vom Auswärtsspiel gegen den SV Schermbeck mit dem 1:1 einen Punkt. Nach einer Partie, in der nur selten Fußball gespielt, in der aber über die komplette Distanz mit großem Einsatz gekämpft wurde. Einen Fußball-Leckerbissen konnte man sicherlich auch nicht erwarten. Grund dafür war der extrem holprige Naturrasenplatz in Schermbeck, der einfach kein gutes Fußballspiel zuließ. 


Sprockhövels Trainer Andrius Balaika hatte aber auch nichts anderes erwartet und seine Mannschaft schon im Vorfeld darauf eingestellt, dass es diesmal keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab. Klare, einfache Aktionen hatte der Litauer von seiner Mannschaft gefordert. Nichts anderes wird Schermbecks Trainer Thomas Falkowski von seinen Spielern verlangt haben. Und auch die versuchten es dann mit ähnlichen Mitteln wie die Sprockhöveler - also mit einfachen. Meist wurde der Ball weit nach vorne geschlagen. Die Kugel war oft in der Luft und die Partie im ersten Durchgang absolut zerfahren.

Ibrahim Bulut trifft in der Nachspielzeit zum Ausgleich 

In der 27. Minute gelang den Sprockhövelern dann einmal ein schneller Gegenstoß über Noah Karthaus, Tom Sindermann und Patrick Dytko – doch mehr als eine Ecke sprang dabei nicht heraus. Fast im Gegenzug gab’s die beste Chance der ersten Halbzeit, doch TSG-Torwart Bruno Staudt parierte den Schuss von Kevin Rudolph. 

Kurz vor dem Wechsel dann ein Rückschlag für die TSG. Denn da wurde Tim Krafft so rüde von den Beinen geholt, dass für ihn die Partie vorzeitig beendet war. Kurz nach dem Wechsel aber fast das 1:0. Patrick Dytko setzte den Ball nach einem Freistoß auf die Latte des Schermbecker Tores. Eine Chance nach einem Standard also.

„Es geht nur über den Kampf, und über weite Strecken war es ja wirklich ein wildes Gebolze“, sagte Sprockhövels Sportlicher Leiter Patrick Rohde nach dem Dytko-Freistoß und fügte dann noch an: „Vermutlich wird die Mannschaft, die das erste Tor schießt, das Spiel auch gewinnen.“

Das erste Tor schossen an diesem trüben Sonntagnachmittag die Gastgeber. Patrick Rudolph zog von der Strafraumgrenze aus einfach einmal ab, und kurz darauf schlug der Ball im Sprockhöveler Tor ein. Doch die TSG bewies Moral. Zudem beorderte Trainer Andrius Balaika nun Ibrahim Bulut weit nach vorne. Natürlich in der Hoffnung, dass der lange Innenverteidiger noch irgendwie den Ausgleich erzwingen würde. Und das gelang dann tatsächlich. Bulut traf in der Nachspielzeit zum 1:1 und sorgte damit für einen versöhnlichen Abschluss nach einem ungemütlichen Nachmittag in Schermbeck.

Autor: Heiner Wilms 

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