Manuel Wintzheimer erzielte seinen zweiten Treffer für den VfL Bochum. Der Stürmer profitiert vom Aufschwung des Fußball-Zweitligisten. Über seine Zukunft spricht er nur zaghaft.

VfL Bochum

Torschütze Wintzheimer über seine Zukunft: "Schauen wir mal"

Dominik Hamers
13. Juni 2020, 17:25 Uhr
Manuel Wintzheimer (l.) im Zweikampf mit Lukas Gugganig. Foto: firo

Manuel Wintzheimer (l.) im Zweikampf mit Lukas Gugganig. Foto: firo

Manuel Wintzheimer erzielte seinen zweiten Treffer für den VfL Bochum. Der Stürmer profitiert vom Aufschwung des Fußball-Zweitligisten. Über seine Zukunft spricht er nur zaghaft.

Am 30. Spieltag galt Manuel Wintzheimer als Pechvogel des VfL Bochum. Bei Bezahlsender Sky hatte der ehemalige Profi Thorsten Mattuschka etwa öffentlich geäußert, dass er „Mitleid mit dem Jungen“ habe. Schließlich war der 21-Jährige im Heimspiel des Fußball-Zweitligisten gegen den FC St. Pauli zweimal erfolgreich gewesen - doch am Ende verhinderte der Video-Assistent aus dem Kölner Keller beide Treffer der Leihgabe vom Hamburger SV.

Etwas mehr als eine Woche später durfte sich Wintzheimer mit den Antworten auf andere Fragen beschäftigen. Zum Beispiel auf die, wie es denn um seine fußballerische Zukunft stehe. Schließlich läuft die Leihe an die Castroper Straße nur noch bis Saison-Ende, der Angreifer scheint aber in Fahrt gekommen zu sein. „Schauen wir mal“, sagte er nach dem Spiel im Gespräch mit dieser Redaktion. „Erstmal mache ich für den VfL die letzten drei Spiele.“

Die Frage danach wäre vermutlich nicht so dringlich gewesen, hätte sich Wintzheimer nicht so perfekt in seine Rolle eingefunden. Silvere Ganvoula, bislang erfolgreichster VfL-Torschütze (13 Treffer) der laufenden Saison, hatte bereits das Heimspiel gegen St. Pauli verpasst, nun konnte der Kongolese auch die Auswärtspartie beim VfL Osnabrück nur als Zuschauer verfolgen. Ein Muskelfaserriss hinderte den wuchtigen Angreifer an einem Einsatz - doch Witzheimer war ein starker Ersatz.

In Osnabrück hätte er wohl als Doppeltorschütze geglänzt - und diesmal hätten auch beide Treffer gezählt -, doch Verteidiger Lukas Gugganig spitzelte den Ball ins eigene Tor, ehe Bochums Sturmspitze die hochklassige Vorarbeit von Jordi Osei-Tutu hätte verwerten können. „Trotzdem ein Tor“, merkte Wintzheimer nachher pragmatisch an. Im zweiten Durchgang dann verwertete er ein Zuspiel von Danilo Soares mit einem trockenen Flachschuss. Es war erst sein zweiter Treffer für den VfL Bochum, und der erste nach dem Re-Start.

Der Angreifer profitiert von der neu entdeckten Stärke seiner Mannschaft. Denn seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den beiden Profi-Ligen ist die Mannschaft von Trainer Thomas Reis in der 2. Bundesliga das Maß aller Dinge. Sechs Spiele, vier Siege, und nun endlich auch drei Punkte auf fremdem Platz. „Es sieht gut aus, was wir spielen“, merkte Wintzheimer an und schob nach: „Wir haben super Spieler und sind als Team mehr zusammengewachsen.“

Kurz nach dem Spiel traute er sich dann doch nicht so ganz, von vollendeten Tatsachen zu sprechen. Schließlich war nach dem Abpfiff an der Bremer Brücke noch nicht klar, ob der Vorsprung von zwölf Zählern auf den Relegationsrang auch nach dem Ende des zerstückelten Spieltags stehen würde. „Wir haben den Klassenerhalt fast geschafft, aber wir wollen mehr“, sagte Wintzheimer. „Damit steigen Sie doch nicht mehr ab“, entgegnete der Sky-Reporter. Wintzheimer lenkte schließlich ein: „Dann sind wir froh, dass wir es geschafft haben.“

dh/gp

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