22.09.2018

RL West

SVS-Trainer bangt um Platz in der RWE-Traditionself

Foto: Kerstin Bögeholz

Der SV Straelen erkämpfte sich im Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen ein 2:2-Unentschieden. Damit dürfte sich Trainer Marcus John auch bei seinem Sohn unbeliebt gemacht haben.


Denn dieser ist glühender Fan von Rot-Weiss Essen. Zuletzt waren beide beim 5:1-Derbysieg gegen den Wuppertaler SV gemeinsam im Stadion. „Er läuft auch zuhause immer im RWE-Trikot rum“, erzählt der 44-Jährige, der in der Saison 99/00 selbst an der Hafenstraße aufgelaufen ist. „Es ist völlig in Ordnung, dass er das macht. Ich hatte in Essen eine wunderschöne Zeit und habe die auch an ihn weiter getragen.“ Auch heute noch spielt er in der Traditionself von Rot-Weiss Essen. Dort müsse er nun auf seinen Stammplatz bangen, wie John scherzt: „Der könnte nach dem 2:2 jetzt weg sein.“

Der Auftritt, den die Straelener an der Hafenstraße hingelegt haben, war dennoch beeindruckend. Sie standen gegen die eigentlich offensivstarken Essener in der Defensive extrem sicher, ließen nur selten etwas anbringen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Innenverteidigung aus Patrick Ellguth und vor allem dem langjährigen Zweitliga-Profi Adil Lachheb nahezu jeden Zweikampf im und um den Strafraum herum für sich entscheiden konnten. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten eine gute Ordnung. In der ersten Habzeit hatten wir die besseren Chancen, konnten diese aber nicht nutzen.“ Die nutzte dann jedoch der überragende Shun Terada, der vor 8.107 Zuschauern im Stadion Essen einen Doppelpack schnüren konnte. „Beide Tore waren überragend herausgespielt“, meinte der ehemalige Jugendtrainer von Borussia Mönchengladbach.

Die wohl größte Möglichkeit, den Sensationssieg einzufahren, hatte dabei ein weiterer ehemaliger Essener. Björn Kluft, der in der Rückrunde der Saison 2014/15 bei den Bergeborbeckern unter Vertrag stand, tauchte frei vor Essens Torhüter Lukas Raeder auf, blieb im Eins-gegen-eins gegen den RWE-Schlussmann jedoch nur zweiter Sieger. John: „Ich mache ihm da keinen Vorwurf, aber wenn er das 3:0 macht, dann ist die Messe gelesen.“

So konnten jedoch die Essener Rot-Weissen durch zwei Standardsituationen und daraus folgenden Kopfballtoren von Robin Urban und Timo Becker wieder zum Ausgleich kommen. „Kompliment an beide Mannschaften. Die Zuschauer haben ein richtig gutes Regionalligaspiel gesehen“, meinte John und konnte damit wohl nicht nur Pluspunkte beim eigenen Anhang, sondern auch bei seinem Sohn sammeln.


Autor: Stefan Loyda

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22.09.2018 - 18:16 - Frankiboy51

Beinahe jeder Kicker durfte mal den RWEs ausprobieren und mit Glück das Wintertransferfenster überleben. Aber nach einer Saison war dann auch gut.

22.09.2018 - 16:32 - lapofgods

"Das stimmt nicht ganz, im Herzen sind die Real Fans auch alle Essener." Wenn man dem Reviersport glaubt, dann unbedingt.

22.09.2018 - 15:12 - faser1966

Das stimmt nicht ganz, im Herzen sind die Real Fans auch alle Essener.

22.09.2018 - 14:39 - fussballnurmi123

@lapofgods Wo Du Recht hast, hast Du Recht...

22.09.2018 - 14:22 - lapofgods

Ich glaube nur Real Madrid hat noch mehr Fans als RWE. Aber auch nicht viel mehr.

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