Es klingt fast zu verrückt, um wahr zu sein. Die niederländische Tormaschine Randy Grens spielt nun doch wieder für den SV Straelen. 

Nach zwei Wochen

Velbert-Stürmer nun wieder in Straelen

Kevin Lenk
27. Dezember 2018, 18:22 Uhr

Randy Grens (li.) hat turbulente Monate hinter sich. Foto: Michael Gohl

Es klingt fast zu verrückt, um wahr zu sein. Die niederländische Tormaschine Randy Grens spielt nun doch wieder für den SV Straelen. 

Die letzten Wochen im Leben des Randy Grens waren sehr kurios. Für die Außenstehenden zum Teil unterhaltsam, als Fußballfunktionär wohl eher weniger. Der Niederländer unterschrieb eigentlich einen Vertrag beim Oberligisten SSVg Velbert und sollte ab dem 1. Januar 2019 für den Verein in der Oberliga Niederrhein auf Torejagd gehen. Für die Velberter wäre die Verpflichtung ein echter Coup gewesen. Dann kam aber alles anders.


Nur einige Tage nach seiner Vertragsunterschrift in Velbert bat Grens direkt wieder um die Auflösung seines Vertrages.  "Randy ist auf uns zugekommen und teilte uns mit, dass er die Strecke zwischen seinem Wohnort Sittard und Velbert deutlich unterschätzt habe. Die Staus, die knapp 100 Kilometer, das alles würde ihm doch sehr zu schaffen machen. Er arbeitet zudem in Roermond. Wir haben uns hingesetzt, die Situation besprochen und für beide Seiten entschieden, dass es das Beste ist, wenn wir uns wieder trennen. Besser früh als zu spät", erklärt Oliver Kuhn, erster Vorsitzender der Velberter.

Unverhofft kommt oft: Grens wieder in Straelen

Erneut nur wenige Tage nach der Vertragsauflösung hat Grens nun einen neuen Verein gefunden. Oder besser: wiedergefunden. Der Torjäger unterschreibt einen Vertrag beim SV Straelen. Für den Regionalligisten war der Niederländer zwischen Januar 2016 und seinem Abgang im Sommer 2018 am Ball. Der Abgang erfolgte damals aber mit einem Knall: Vor dem Heimspiel gegen den Bonner SC in der Regionalliga nominierte Trainer Marcus John sein Sturm-Duo um Grens und Rene Jansen nicht für den Kader. Die beiden sollten der Straelen-Reserve in der Kreisliga A aushelfen. Zum Spiel der Reserve tauchten damals aber beide nicht auf. Präsident Hermann Tecklenburg verdonnerte das Duo zu einer Geldstrafe, aber diese lehnten die beiden Stürmer ab. In der Folge ließen sich beide nicht mehr bei den Trainingseinheiten blicken.

Kurz vor Heiligabend sollen sich Grens und Tecklenburg getroffen und den neuen Vertrag eingetütet haben. Nach seinem kurzen Ausflug zu den Velbertern geht der Niederländer nun also wieder für den Regionalligisten auf Torejagd - und bekommt eine zweite Chance. Die Verpflichtung dürfte einiges an Spannungspotenzial mit sich bringen. Auch verpflichtet hat der SV Straelen Jasper Löffelsend vom TV Herkenrath. Der 21-Jährige ist eine Option für die rechte Mittelfeld-Achse des Regionalligisten. kl

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