Bundesliga

Strafstoßflut: BVB-Profi Hummels kritisiert Regelauslegung

Justus Heinisch
10. November 2020, 14:58 Uhr
Foto: dpa

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Zehn Elfmeter wurden am vergangenen Spieltag in der Fußball-Bundesliga gepfiffen. Mats Hummels von Borussia Dortmund hat dazu eine klare Meinung.

Nach sieben Bundesliga-Spieltagen wurden bereits 30 Elfmeter ausgesprochen. 28 davon wurden verwandelt. Eine ganze Menge. Genau genommen ist das sogar ein Rekord in der höchsten Spielklasse Deutschlands. Die Gründe für die Vielzahl an Strafstößen sind vielfältig.

Unter anderem wurden bereits sieben Handelfmeter gepfiffen. Und schon die Diskussionen über die Handregel und ihre Auslegung zieht sich schon eine ganze Weile hin. Natürlich deckt auch der Videobeweis mehr Vergehen im Strafraum auf, die in den vergangenen Jahren nicht gesehen wurden.

Jetzt hat sich Mats Hummels an der Elfmeter-Debtatte beteiligt. Für ihn ist klar: Es gibt zu viele Strafstöße. "Mal ein Kommentar von einem Spieler dazu: es werden viel zu viele Elfmeter gepfiffen. Sowohl bei Handspielen als auch bei angeblichen Fouls (Stichwort „Kontakt“)", schrieb der Abwehrspieler von Borussia Dortmund am Dienstagmittag auf der Plattform Twitter.

Bei Dortmunds Rivalen Schalke 04 herrschte zuletzt ebenfalls Frust über Schiedsrichterentscheidungen. Sportvorstand Jochen Schneider kritisierte den VAR am vergangenen Samstag: "Jetzt reicht es irgendwann mal. Ich weiß nicht, was da in Köln im Keller los ist. Wir fühlen uns schlecht behandelt. Da erwarte ich mehr Aufmerksamkeit von den Kollegen in Köln. Den zweiten zu pfeifen ist eine krasse Fehlentscheidung." Der Grund dafür war ein Strafstoß, den Gegner Mainz 05 zugesprochen bekam.

Schneider forderte weiter zwingend einheitliche Regeln bezüglich des Videobeweises: "Der Videoschiedsrichter kann und darf nur bei einer krassen Fehlentscheidung eingreifen."

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11.11.2020 - 15:42 - asaph

Der 2. Elfer von Mz war lächerlich und wurde ja prompt "bestraft" mit einem schönen Eigentor.
Schalke bleibt vor Mainz!

10.11.2020 - 22:46 - Ruhrperle

@ Andrade ,etwas schiefe Betrachtung, was sich OHNE Foul ergeben hätte, weiß man nicht ! Foul ist Foul und gibt Elfmeter ! Ob der Mainzer mit dem Anspiel hätte etwas anfangen können weiß man auch nicht und ist unwichtig ! Absichtliches Handspiel gibt auch Elfmeter - auch wenn der Ball ansonsten ins Aus gegangen wäre !
Siehe Gaga-Handelfmeter 29.7.2010 Deutschland - Südkorea ! Kurioses Handspiel von Südkorea, Elfmeter verwandelt von Popp !

10.11.2020 - 15:44 - Andrade

Am Beispiel des ersten Elfmeter in Mainz offenbart sich die Problematik. Kein klares Anspiel an den Mainzer Stürmer, er und der Abwehrspieler sind fast gleichzeitig am Ball, der sich etwas unter Kopfhöhe befindet. Der Schalker ist einen Tick eher am Ball, tritt dabei in die Hacker des Mainzer. Der Mainzer hätte mit dem Zuspiel nichts anfangen können. Das aus dieser Situation ein Tor wird ist ein Geschenk des Schiris.