2. Liga

St. Pauli: Trainer weg, neuer Mann schon da

10. April 2019, 10:27 Uhr

Foto: firo

Die Verantwortlichen in den ersten Fußballligen werden immer nervöser. Am Mittwoch reagierte auch der FC St. Pauli und trennte sich vom Sportlichen Leiter Uwe Stöver und von Trainer Markus Kauczinski. Als Trainer-Nachfolger wurde bereits Jos Luhukay vorgestellt. 

Das kam überraschend. Am Mittwoch wurde das Training beim FC St. Pauli verschoben. Jetzt ist klar warum. Trainer Kauczinski muss gehen, auch Sportchef Uwe Stöver wurde entlassen. Neuer Trainer wird Luhukay, er soll versuchen, den Traditionsverein wieder in die Spur zu bringen. Den Posten des Sportchefs übernimmt der kaufmännische Geschäftsleiter Andreas Rettig interimistisch bis zum Saisonende. Die Trainingseinheit am Mittwochvormittag werden die Co-Trainer Markus Gellhaus und Andre Trulsen leiten. 


„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, gerade weil wir Uwe und Markus persönlich sehr schätzen. Aber im Sinne des FC St. Pauli halten wir diesen Schritt für notwendig, um die Saison sportlich erfolgreich zu beenden und die Weichen für die neue Saison stellen zu können", sagte Vereinspräsident Oke Göttlich. 

Stöver erklärte nach seiner Beurlaubung: "Natürlich hätte ich gerne weitergearbeitet, allerdings gab es in der weiteren Vorgehensweise und Ausrichtung unterschiedliche Auffassungen. Diese habe ich zu respektieren. Aber ich wünsche dem Verein alles erdenklich Gute für die weitere Zukunft."

Der FC St. Pauli kämpfte lange Zeit um den dritten Platz in Liga 2. Zuletzt gab es allerdings nur zwei Siege aus acht Partien. Der Traditionsverein rutschte in der Tabelle auf Rang sechs ab. Rückstand auf Platz drei: Vier Punkte - alles ist noch drin im Kampf um den Relegationsplatz. Allerdings ist das ab sofort die Aufgabe von Luhukay. Sein erster Einsatz: Am Sonntag trifft St. Pauli zuhause ab 13:30 Uhr auf Arminia Bielefeld. cb

Das Restprogramm von St. Pauli: 

FC St. Pauli - Arminia Bielefeld
1. FC Heidenheim -  FC St. Pauli 
FC St. Pauli - Jahn Regensburg 
Dynamo Dresden -   FC St. Pauli 
FC St. Pauli - VfL Bochum 
Greuther Fürth - FC St. Pauli

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22.04.2019 - 10:50 - franzwirtz

Göttliche Fehlentscheidung ...

Das war's für die Führungscrew des FC St. Pauli. Nur »nervös werden können«, reicht als Fußball-Sachverstand nicht aus. Wer mit einer solch blödsinnigen Hartnäckigkeit nicht nur den Trainer, sondern auch den sportlichen Leiter gleich mit rauswirft, muss die Konsequenzen tragen: Oke, raus!

PS:
Zwecks Erläuterung:
95% aller Fehlentscheidungen in den Führungsetagen der Klubs basieren auf einer zu hohen Erwartungshaltung [(noch) unbewiesene Lehrweisheit].

10.04.2019 - 13:40 - westkurver

Jos Luhukay kann schon was. Lienens Arbeit weiterführen zum Beispiel. Jetzt ist ein halbwegs guter Zeitpunkt für
St. P. . Klar, dass die auch mal wieder nach ganz oben wollen, sicher nicht in dieser Saison, aber Luhukay tritt sicher nicht mit dem Ziel Klassenerhalt an. Hannover und Nürnberg werden nicht so stark auftreten wie HSV und FCK.
Und überhaupt, ... mal sehen.

10.04.2019 - 11:43 - Julius.Oppermann

Man fragt sich, was der FC St. Pauli eigentlich für ein Ziel hatte. Sollte er aufsteigen in die 1. Liga?
Das halte ich für vermessen, da noch nicht einmal die Nr. 1 in Hamburg, der HSV, sicher aufsteigen wird.