MSV-Trauer

Slapstick - Zebra-Abstieg besiegelt

Fabian Kleintges-Topoll
12. Mai 2019, 17:22 Uhr

Foto: firo

Das letzte Heimspiel war für den MSV Duisburg das wohl wichtigste der gesamten Saison. Doch nach der 3:4-Pleite (1:2) gegen den 1. FC Heidenheim sind die Zebras endgültig abgestiegen. Die Analyse. 

Überraschung des Spiels: Das schnelle Comeback von Ex-Kapitän Kevin Wolze. Der Linksverteidiger zog sich vor zwei Wochen gegen Bielefeld einen Muskelfaserriss zu. Viele rechneten mit dem Saisonaus von Wolze, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft. Dann die Wende: Nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining konnte MSV-Trainer Torsten Lieberknecht früher als gedacht wieder auf seinen Standardspezialisten zählen. Im Vergleich zum 2:0-Sieg in Kiel war es die einzige personelle Änderung bei den Zebras. Young-Jae Seo musste zurück auf die Bank, Joseph-Claude Gyau erhielt den erneuten Vorzug vor Cauly Oliveira Souza.

Besonderheit des Spiels: Aufgrund der spannenden Ausgangslage im Abstiegskampf wurden am Sonntagnachmittag keine Zwischenstände aus den Stadien der Konkurrenz angezeigt.

Statement des Spiels: Das setzten Teile der 14.392 anwesenden Zuschauer wie zuletzt öfter mit einer großen Choreografie. Der Rückhalt von den Rängen war da, genützt hat es wieder nichts. Später überwogen hämische Gesänge wie "Deutscher Meister wird nur der MSV" oder "Zweite Liga war schön, Zeit für uns zu geh'n".

Aufreger des Spiels: Kurz vor der Heidenheimer Führung durch Robert Glatzel (27.) war dieser in eine Rudelbildung nach einem Foul von Bomheuer am Mittelkreis verwickelt. Beide sahen Gelb und Glatzel wurde bis zum Ende gnadenlos ausgepfiffen. Unnötig: Nach dem Tor flogen zahlreiche Gegenstände (Feuerzeuge und Bierbecher) in Richtung der jubelnden Heidenheimer.



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Szenen des Spiels: Offensiv war es wohl eine der stärkeren Leistungen der Zebras im eigenen Stadion. Alu-Pech und Gästekeeper Kevin Müller verhinderten eine frühe Duisburger Führung. Beim Handelfmeter nach 33 Minuten dann Slapstick pur: Wolze scheiterte an Müller, auch seinen Nachschuss konnte der Schlussmann parieren. Erst der Abstauber von Stoppelkamp brachte den verdienten Ausgleich. Das Remis war jedoch nur von kurzer Dauer, bis Denis Thomalla auf 2:1 für den FCH erhöhte (37.). Der MSV Duisburg blieb in der Defensive immens instabil. Pechvogel Bomheuer köpfte zwar noch den Ausgleich zum 2:2 (51.), sieben Minuten später allerdings zum 2:3 ins eigene Netz.

Fazit des Spiels: Einer der wenigen Lichtblicke war der Treffer von Eigengewächs Lukas Daschner zum 3:3 (80.). Aber Heidenheim schlug erneut eiskalt zurück. Niklas Dorsch erzielte den 4:3-Endstand (82.). Damit war der Duisburger Abstieg in Liga drei besiegelt. Mit Blick auf die finanzielle Situation, viele auslaufende Verträge sowie die Personalien Torsten Lieberknecht und Ivo Grlic darf man vor dem Saisonfinale in Hamburg schon jetzt gespannt auf die kommenden Wochen schauen. Auf den MSV wartet sehr viel Arbeit.


Autor: Fabian-Kleintges Topoll

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14.05.2019 - 18:05 - JG1902

Nun herrscht also Klarheit. Leider hat der MSV keine finanziellen Mittel, um erneut den Trainer zu wechseln. Der Abstieg trägt aber den Namen TL. So viele Fehler hat biskang kein Trainer des MSV geschafft. Immer wieder spielen dieselben lustlosen Spieler. Zwischendurch durch hungrige talentierten Junge mit dem Erfolg ersetzt, dass sie mit guten Leistungen wieder auf die Bank, sogar auf die Tribüne mussten. Wozu Daschner, Seo oder GYau Imstande sind, haben sie in den letzten Spielen zwar zeigen können, jedoch war das zu spät, was wiederum der Trainer zu verantworten hat. Ein Albutat wurde immer besser, durfte aber stets als erster gehen.Ein Mittelstürmer names Illu hat, wenn er mal Glück hat, von den an ihn gespielten Bällen 1 oder 2 verarbeitet, der Rest ist Schweigen. Ein Wolze, stets Vorbild, wird im Wintertrainingslager grundlos demontiert. Ein Bumheuer, der 8 Wochen verletzungsbedingt weder am Training noch sonst einen Ball in seiner Nähe hatte, wird einfach wieder in die Mannschaft geschickt, obwohl er - wie seine Fehler zeigten - dazu noch gar nicht fit genug war. Ein Engin kann spielen was er will, er läuft immer wieder aus, obwohl allen klar sein muss, das er für den Ballverlust steht, noch schlimmer, er sich auch gar nicht bemüht , einen Ball zurückzuerobern. Ganz zu schweigen von Stoppelkamp oder schießtSchnellhardt. Stoppelkamp schießt, wenn er passen muß und umgekehrt. Schnellhardt muss sich erst mindestens 1 mal um die eigene Achse drehen, bevor er versucht den Ball zu spielen. Ein System ist bei Lieberknecht nicht zu erkennen. Während andere Mannschaften nach Balleroberung ausschwärmen, stets mehrere Anspielstationen erkennen lassen, war der MSV stets bemüht, erst mal den Torwart mit ins Boot zu holen, der anscheinend den weitesten Schußnach vorne besitzt. Kurz gesagt, eine katastrophale Leistung, vergleichbar mit der der Mannschaft aus dem 1. Abstiegsjahr, allerdings aus der 1. Liga vor Jahrzehnten. Bevor ich es vergesse: Eine Lanze muss für einen Spieler gebrochen werden, nämlich Hajri. Ich finde es schade, dass die Fans auch ihn nach dem letzten Heimspiel beschimpft haben; denn wenn einer immer alles gegeben hat, dann war das Hajri, dem leider in manchen Szenen einfach die Grundschnelligkeit fehlt. Ein Grundübel dass auf die gesamte Abwehr zutrifft.
Jetzt heisst es hoffen für die Lizenz zur dritten Liga und dass der MSV wenigstens dann - leider nach den ersten verlorenen Spielen - den Trainer auswechselt. Grilic kann nur mit dem Geld arbeiten, dass er zur Verfügung bekommen kann. Damit kann man keine Topspieler an die Wedau locken. Um so wichtiger ist es, einen Trainer zu haben, der aus seinem Kader das optimale herausholen kann, leider hat TL bewiesen, dass er es nicht kann.

14.05.2019 - 17:04 - Überdingen

lapofgods...ein Absteiger reißt das Maul auf...oder doch schon von Geburt Amateur;)?

12.05.2019 - 23:12 - lapofgods

Die scheinen ja im Portal die Leibstandarte des Oligarchen ganz schön auf die Rolle genommen zu haben, wenn der sich hier monatelang über die garstige Behandlung und Geringschätzung seines Herrn und Gebieters ausheult. Verdammte Minderwertigskeitskomplexe!

12.05.2019 - 22:46 - Überdingen

KR...dann schau mal ins MSV Portal was da zum KFC für ein Dreck geschrieben wird.Jeder bekommt das was er verdient.
Für die normalen Fans finde ich das immer schade...aber die Fanfreundschaft mit Mannheim scheint bleibende Schäden zu hinterlassen.Gut dann sag ich mal herzlichen Glückwunsch zur 3ten Liga...wir freuen uns auf euch...verlasst euch drauf;)

12.05.2019 - 20:58 - KR

Habe Euch für den Verbleib in der 2Liga die Daumen gedrückt‘.Jetzt geht es in Liga 3 gegen uns . Drücke beiden, dem MSV und meinem KFC die Daumen für den Aufstieg in Liga 2.Kopf hoch wird schon wieder.

12.05.2019 - 19:27 - Alt Zebra

Warum wurde Wolze wieder gebracht mit Seo wurde in Kiel Gewonnen.?Bei so einer Abwehr mit Bomheuer ,Wölze und Hajri oder oft Wiegel kannst du kein Spiel Gewinnen,wer etwas anders Behauptet hat keine Ahnung wie Lieberknecht.Sollte der Unfähige Trainer gehalten werden,wird sich auch in der 3 Lga nichts ändern .Kein Konzept ,destrucktive Spielweise,Abwehr Verhalten brauchen wir nicht .Wolze,Wiegel,Bomheuer dürfen nie mehr in der MSV Abwehr Spielen weil sie Unfähig sind.Nauber kann man für die 3 Liga gebrauchen ,auch Gembalis,Seo und Schmellig sollte man Versuchen zu halten.Schnellhardt,Stoppelkamp,Verhoek alle weg braucht keine Mannschaft.Nur mit neuemJungen mutigen Trainer wird sich etwas ändern,leider steht Runjaic nicht zur verfügung.Mann muß aber erstmal Hoffen das die Lizens für die 3 Liga erteilt wird..Grilic ist auch der Falsche für einen Neuanfang weil er die Falschen Leute geholt hat,genauso nicht Verstanden hat das unser Abwehr ein Trümmerhaufen ist.

12.05.2019 - 18:40 - superzebra

Mit viel Pech gibt es wieder das Derby gegen RWO in der 4ten Liga!??

12.05.2019 - 18:35 - Kleeblättersammler

Willkommen in der 3. Liga .!

Mit etwas Glück gibt es wieder das Derby gegen RWO !