Bundesliga

Schalke: So bewertet Manuel Baum das 1:1 gegen Union Berlin

18. Oktober 2020, 20:46 Uhr
Holte im zweiten Anlauf den ersten Punkt mit dem FC Schalke 04: Trainer Manuel Baum. Foto: firo

Holte im zweiten Anlauf den ersten Punkt mit dem FC Schalke 04: Trainer Manuel Baum. Foto: firo

Beim 1:1 gegen Union Berlin am Sonntagabend hat der FC Schalke 04 den ersten Punkt der Saison geholt. S04-Trainer Manuel Baum wollte die Begegnung differenziert betrachten. 

Das Ende der Sieglos-Serie wollte dem FC Schalke 04 bei der Heimpremiere von Manuel Baum als S04-Trainer nicht gelingen, doch immerhin holten die Königsblauen beim 1:1 gegen Union Berlin den ersten Punkt der Saison. Nach dem 0:1 durch den früheren Schalker Marvin Friedrich kam der Gastgeber zurück. Goncalo Paciencia erzielte den Ausgleich.

"Man muss das ein bisschen differenzierter betrachten", sagte Coach Baum, als er nach Abpfiff bei Sky um seine Einschätzung zur Partie gebeten wurde. "Echt zufrieden" zeigte er sich mit Attributen wie Laufleistung, Sprints und Aggressivität. 

Doch mit Blick auf den Spielaufbau seiner Mannschaft meinte Baum: "Wenn ich mir anschaue, was wir für Möglichkeiten im Kader haben, dann ist mir das zu wenig. Wir haben in einem Bereich einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Aber nicht so weit, wie wir uns das vorstellen." 

Ein Lob verteilte Baum aufgrund des Ausgleichstreffers: "Nach dem Gegentor lässt sich die Mannschaft nicht beeindrucken, das war eine gute Reaktion", zumal der Mannschaft nach den Negativ-Erlebnissen der vergangenen Wochen "noch einiges in den Klamotten" hänge. "Über den Kampf ins Spiel finden - diese Floskel hilft uns im Moment", befand Baum. "Am Ende des Tages ist der Punkt verdient für beide Mannschaften."

Am kommenden Samstag trifft Schalke im Revierderby auf Borussia Dortmund. Mit dem prestigeträchtigen Duell wollte sich der Fußballlehrer kurz nach Spielende noch nicht beschäftigen. "Das Gefühl lasse ich erst morgen aufkommen, nachdem wir das Spiel nachbereitet haben. Mal schauen, was dann für ein Gefühl aufkommt."

[Widget Platzhalter]

Weitere Nachrichten zum FC Schalke 04

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren
Beitrag wurde gemeldet

19.10.2020 - 10:33 - Schalker1965

Kommentar zum Spiel bzw. zum Auftritt der Spieler im blauen Trikot:

Keine Kreativität, keine Spielfreude, keine Leidenschaft. Stattdessen zwar Einsatz und Kampf, aber überwiegend Krampf. So wird das auch unter Baum nix!
Einziger Lichtblick: Torhüter Rönnow. Insgesamt ein starker Auftritt. Er hielt, was zu halten war. Obwohl er der Hintermannschaft die nötige Sicherheit gab, wirkten seine Vorderleute stets unsicher und nervös.
Mit Blick auf das anstehende Derby wird mir Angst und Bange, dass der gute Rönnow danach auch mit dem "Verlierergen" angesteckt ist.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

Beitrag wurde gemeldet

19.10.2020 - 10:14 - Schalker1965

Ich nehme mal an, dass es keine zwei Meinungen darüber gibt, dass sich der Profifußball weltweit in eine falsche - rein profitorientierte - Richtung entwickelt hat. Die Strukturen vieler - vielleicht sogar der meisten - Vereine haben sich dieser Fehlentwicklung angepasst, um nicht nur mitzuhalten, sondern hieraus auch Kapital schlagen zu können. In Krisenzeiten - wie z.B. aktuell ausgelöst durch einen unberechenbaren Virus - stößt der Profifußball weltweit an seine wirtschaftlichen Grenzen und viele Vereine bis runter in den Amateurbereich bangen um ihre Existenz. Und nun stellt sich für den FC Schalke 04 die Frage, dem verfehlten System nachzulaufen und sich ebenfalls zu "verkaufen" oder aber an dem etablierten jahrzehntealten bewährten Modell festzuhalten. Auch mit diesem Modell war Schalke lange Zeit konkurrenzfähig. Schalke konnte sich immer wieder refinanzieren durch Ausbildung und Verkauf junger herausragender Talente aus der Knappenschmiede. Die hieraus generierten Einnahmen sicherten lange Zeit die Vereinsetats, die es auch ermöglichten, am Transfermarkt tätig zu werden und gelegentlich auch teure "Stars" zu verpflichten. Einige dieser "Stars" schlugen sogar ein und sicherten wiederum die Teilnahme an der CL, was wiederum zeitweise üppige Gelder in die Vereinskasse sprudeln ließ. Erst als die Erlöse für eine Vielzahl hochbegabter Talente ausblieben und das Management zudem im Einvernehmen mit dem AR überhöhte Transferausgaben für "Fehlinvestitionen" tätigte und sich dabei in der Hoffnung auf künftige CL-Einnahmen "verzockte", geriet das Finanzmodell des FC Schalke 04 ins Wanken und infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie beinahe sogar zum Kentern.
Ich plädiere dafür, am e.V. vorläufig festzuhalten und die Knappenschmiede sowie den Scoutingbereich zu optimieren - ein Blick zum Nachbarn nach Dortmund lässt mich vor Anerkennung erblassen, wenn man schaut, welche Transfererlöse dort durch kluges Scouting erzielt werden konnten. Kurzfristig hätte dies zur Folge, kleine Brötchen backen zu müssen. Aber solche Zeiten hatten wir auch schon einmal Anfang der 90er Jahre. Dank eines klugen und erfolgreichen Managers haben wir damals die Kurve bekommen, ohne uns an irgendwelche Heuschrecken verkaufen zu müssen. Mittelfristig werden diese Finanzheinis versuchen, die 50+1-Regel zu kippen, um die Mehrheit der Stimmanteile zu übernehmen. Der das will, soll der Ausgliederung zustimmen. Ich werde dagegen stimmen, zumindest solange unsere Führungsgremien in AR und Vorstand mit Dilettanten und "Schnarchnasen" besetzt sind.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

Beitrag wurde gemeldet

19.10.2020 - 00:59 - vomFlankengott

@ Gemare

Der Schalker Personalaufwand beträgt momentan pro Jahr fast 90 Mio. für das was Du "Gurkentruppe" nennst.

Mit diesem o.g. Personalaufwand sind wir zur Zeit so etwa auf Platz 5 bis 6 in der Liga. Also zumindest da sind wir noch "oben dabei."

Im Geschäftsjahr 2018 hatten wir einen Jahresumsatz von ca. 350 Mio. Damals betrug der Personalaufwand ca. 120 Mio, also etwa ein Drittel des Jahresumsatzes.

Im Geschäftsjahr 2020 werden wir mutmaßlich einen Umsatz von ca. 180 Mio haben. Die Personalkosten betragen aber, obwohl in absoluten Zahlen gesenkt, jetzt aber ca. die Hälfte (s.o.) des Jahresumsatzes.

Daraus folgt, dass es mit den Sparanstrengungen bisher noch NICHT weit her war! Der Personalaufwand müsste um ein zusätzliches Drittel von ca. 90 Mio auf ca. 60 Mio sinken, damit der Personalaufwand die gleiche Relation zum Jahresumsatz hat wie im Jahr 2018. Trotzdem sollten wir danach noch ca. 25 Lizenzspieler haben. Also muss billiger Ersatz für die Großverdiener her.

Es gibt aber Schalker, die hier auf den Kommentarseiten doch tatsächlich meinen unser e.V. sei nicht mehr zeitgemäß und es müsste dringend die Ausgliederung her. Die Ausgliederung wäre die zwingende Voraussetzung um konkurrenzfähig zu bleiben. So sehen es auch Jobst und Schneider. Das kann man so sehen. Ich aber sehe ganz andere zwingende Voraussetzungen. Das ist aber ein extra Thema!

Jedenfalls glaube ich überhaupt nicht, dass wir ein Einnahmeproblem haben, welches durch eine Ausgliederung gelöst werden könnte. Die Scheiße würde nach einer Ausgliederung SELBSTVERSTÄNDLICH genau so weiterlaufen wie bisher. Was sollte sich mit dem einmalig zusätzlich eingenommenen Geld denn dann ändern? Mir fehlt hier einfach die Phantasie vieler anderer Schalker und auch die von Jobst und Schneider.

Vielleicht kann mir gelegentlich mal ein Schalker meiner Phantasie auf die Sprünge helfen, warum die Ausgliederung notwendig sein soll. Dafür vielen Dank im voraus für die erhellenden Kommentare!

Dass unser e.V. nicht mehr zeitgemäß sein soll habe ich LÄNGST begriffen. Das hat aber meine Phantasie leider noch nicht auf die Sprünge geholfen. Klar ist für mich dann, dass wir uns bei einer Ausgliederung das begonnene "Berger Feld" (Gesamtinvestition ca. 100 Mio) auch TATSÄCHLICH leisten könnten, was bisher bei meiner hiefür leider eingeschränkten Phantasie nicht möglich war. Die noch zu bezahlenden (!) restlichen Zweidrittel dieser Investition (zum Vergleich: 1×Rudy ist schon ca. 40 Mio bei Ablöse incl. der 4 Jahresgehälter) waren ja aber anscheinend auch ohne Ausgliederung möglich, sonst hätten unsere Verantwortlichen dieses Mammutprojekt ja wohl nicht durchgewunken. Wenn schon das Mammutprojekt Rudy mit 40 Mio durchgewunken werden konnten, denke ich nicht, dass die Verantwortlichen (vor allem im Aufsichtsrat!!!) überhaupt irgendeinen Geldmangel sehen. Im Gegensatz zu mir mit meiner eingeschränkten Phantasie. Ich rauche halt nicht deren Shit! Weil man Shit geraucht hat, kam man auf die glorreiche Idee, zu vereinbaren die 16,5 Mio Ablöse für Rudy an die Bayern besser mal nicht sofort zahlen zu müssen. Dadurch konnte man ZUKÜNFTIGE Einnahmen quasi SOFORT verballern. Genial! Dumm nur dass die CL-Quali mißlang. Weniger genial! Halt verzockt, kann mal passieren. So what? Äh, einfach ausgliedern und die Party geht weiter. Jo!

Speziell unserem sehr ehrenwerten (keine Ironie) Schalker @easybyter danke ich für zusätzliche (drogenfreie!) Phantasiebeflügelung was die Ausgliederung betrifft sehr.

Wofür ich keine Phantasie brauche ist die Tatsache, dass wir Schalker NACH einer Ausgliederung besser keine mehr oder weniger klugen Kommentare schreiben sollten. Für oder gegen etwas abstimmen werden wir dann im e.V. aber auch nicht mehr. Praktisch. Muss man schon mal deswegen weniger Gedanken machen.

Wir sollten dann besser in die Kirche gehen und beten, dass der dann verantwortliche Investor klügere Entscheidungen trifft. Weil unser Einfluss darauf ist dann genau darauf beschränkt. Zumindest so viel ist klar!

GLÜCKAUF

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

Beitrag wurde gemeldet

18.10.2020 - 22:40 - Gemare

Völlig verunsicherte Schalker ,ohne Grosse Spielidee.Ich habe in diesem Spiel so gut wie keine guten Ansätze gesehen.
Das wird wieder ein Debakel gegen den BVB ! Mein Gott was für eine Gurkentruppe.

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.