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SC Velbert: Radojewski freut sich über seine Vertragsverlängerung

03. Februar 2021, 16:16 Uhr
Foto: Stefan Rittershaus

Foto: Stefan Rittershaus

Peter Radojewski ist seit Saisonbeginn Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie des SC Velbert. Nach zehn Spielen steht momentan der 13. Platz zu Buche. Wir haben mit ihm über seine ersten Eindrücke und die schnelle Vertragsverlängerung gesprochen.

Peter Radojewski, Sie sind seit sieben Monaten Cheftrainer in Velbert, konnten aber erst zehn Spiele in der Oberliga absolvieren. Wie lautet Ihr erstes Fazit?
Ich musste die Jungs erstmal kennenlernen, habe dann taktisch etwas umgestellt. Das war am Anfang noch nicht leicht für die Truppe zu verinnerlichen, sie waren vor meinem Amtsantritt eher defensiv eingestellt. So erkläre ich mir auch den holprigen Start in die Saison. Dann sind wir ins Rollen gekommen und wurden leider durch den Corona-Break ausgebremst. Bis jetzt kann ich aber sagen, dass mich das bisher Gesehene sehr zufrieden stellt.

Wie wollen Sie einen möglichen Restart angehen, um nicht ganz unten reinzurutschen?
Da kann es zurzeit nur über die Eigeninitiative der Spieler gehen. Wir machen alle zwei Wochen einen 30-minütigen Lauftest, um zu sehen wie fit jeder einzelne ist. Wenn wir dann wieder auf den Platz dürfen, gilt es nur mit dem Ball und taktisch zu arbeiten. Es ist sehr wichtig, da schnell wieder Routine reinzubekommen. Wir haben dann das große Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen und wollen die unteren Teams auf Abstand halten. Unser Vorteil könnte sein, dass wir einige Spiele gegen die Brocken der Liga schon absolviert haben. Es stehen viele direkte Duelle im unteren Tabellendrittel an und da müssen wir Gegner wie die SF Niederwenigern oder den Cronenberger SC besiegen.

Sie haben ihren Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert. Was war ausschlaggebend für Sie und was sind Ihre Ziele für die nächste Saison in Velbert?

Der Verein bietet ein tolles Umfeld und ich schätze sehr, dass auf meine Wünsche und Vorstellungen Rücksicht genommen wird. Ich habe eine intakte Mannschaft mit einer guten Mischung aus jung und alt. Ich bin überglücklich, dass ich hier weiterarbeiten darf und denke, dass es für beide Seiten die richtige Entscheidung ist. In der nächsten Spielzeit möchte ich den SC dann gerne im Mittelfeld der Oberliga stabilisieren, dabei auf junge Spieler setzen, um sie weiterzuentwickeln. Mit Marvin Blume und Phil Pape haben sich ja schon zwei sehr talentierte Burschen in den Fokus gespielt und sind mittlerweile unangefochtene Stammspieler.

Hat der Verein langfristig das Potenzial für höhere Ziele?
Es ist so, dass wir in Velbert noch zwei weitere und durchaus finanzstärkere Klubs haben. Das macht es natürlich auch schwerer, neue Spieler an Land zu ziehen. Unser Etat ist für die jetzige Spielklasse schon sehr gering, da sollten wir keine utopischen Ziele formulieren. Wir haben gegen TVD Velbert gewonnen, der SSVg Velbert ein Unentschieden abgeknöpft und damit in den Derbys gezeigt, dass wir mit unserem mutigen Fußball dagegen halten können. In erster Linie wollen wir den Zuschauern attraktive Spiele bieten und uns so lange wie möglich in der Oberliga halten.

Läuft die Personalplanung für die kommende Spielzeit?

Ja, wir wollen in den nächsten Wochen die Weichen für die nächste Runde stellen. Meine Mannschaft wird unter die Lupe genommen, wir erarbeiten Pros und Contras. Es hat für uns Vorrang, erst die Zukunft der eigenen Jungs zu klären, bevor wir uns mit externen Kickern befassen. Wenn das alles geklärt ist, schauen wir, welche Positionen vakant sind und Transfers erfordern. Wir haben aber ein tolles Team beisammen und wollen uns, wenn möglich, nur punktuell verstärken.

Autor: Lukas Block

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