Rot-Weiss Essens Trainingslager in Spanien geht dem Ende entgegen. Die Mannschaft erhielt am Donnerstag ihren ersten freien Tag. Sportchef Jörn Nowak wirkt auch entspannt, was mögliche Zugänge angeht. Aktuell scheint nichts geplant zu sein.

Spanien

RWE-Spieler genießen freien Tag, Zugänge aktuell kein Thema

16. Januar 2020, 12:17 Uhr

Die RWE-Mannschaft in diesem Trainingslager mal in ziviler Kluft zu sehen, ist auch ein ungewohnter Anblick. Foto: Wozniak

Rot-Weiss Essens Trainingslager in Spanien geht dem Ende entgegen. Die Mannschaft erhielt am Donnerstag ihren ersten freien Tag. Sportchef Jörn Nowak wirkt auch entspannt, was mögliche Zugänge angeht. Aktuell scheint nichts geplant zu sein.

Der rot-weisse Donnerstag startete mit einer Yoga-Einheit. Yoga? Ja, richtig. Die RWE-Spieler nutzen diese Trainingsform schon seit längerer Zeit hin und wieder mal. Athletik-Trainer Sven Linnemann schwört auf die Yoga-Übungen. "Es ist wichtig, dass die Jungs beweglich bleiben. Die Muskulatur wird dadurch für die Verletzungs-Prophylaxe gestärkt. Ich mache deshalb sehr viel Stretching mit den Jungs. In diesen Übungen sind viele Elemente aus dem Yoga dabei und deshalb nennen wir diese Trainingsform auch Yoga. Es ist aber nicht das klassische Yoga."

Nach der Yoga-Einheit machte sich fast der komplette RWE-Kader (Jan Neuwirt, Erolind Krasniqi und Jakob Golz blieben Im Hotel und spazierten lieber am Strand, Krasniqi schmiss sich sogar in den kalten Atlantischen Ozean rein Anm. d. Red.) in ziviler Kleidung - an diesen Tagen in Spanien ein wirklich ungewohntes Bild - auf den Weg zu einer Stadt-Tour nach Cadiz.

Einige RWE-Verantwortliche wie Vorstandschef Marcus Uhlig, das Trainerteam um Torwarttrainer Manuel Lenz - dessen Koffer immer noch nicht aufgetaucht ist - oder die Titz-Assistenten Andre Kilian, Carsten Wolters und Lars Fleischer spielten eine Runde Fußball. Auch Nowak schaute sich den Kick an.

Rumpf kommt nicht, aktuell auch kein neuer Stürmer

Der 33-jährige RWE-Sportchef wirkt in diesen Tagen an der Costa de la Luz sehr entspannt. Er betonte schon mehrfach in Bezug auf Wintertransfers, dass alles kann, aber nichts muss. "Wir haben gegen Würzburg gesehen, dass wir durchaus Alternativen besitzen. Wir sind nicht gezwungen, unbedingt etwas machen zu müssen", erklärt Nowak.

Mit den Alternativen sind Enzo Wirtz, der beim 2:4 gegen Würzburg einen Elfmeter herausholte, und Torschütze Jonas-Erwig Drüppel gemeint. Abgesehen von dem Elfmeter und dem Tor waren beide mehrfach an den guten Essener Angriffen in den zweiten 50 Minuten des Testspiels beteiligt und konnten mit Sicherheit einige Pluspunkte sammeln. Eigentlich waren beide schon abgeschrieben und erhielten das grüne Licht - ebenso wie der dritte Torwart Robin Heller - um sich in der aktuellen Winter-Transferperiode anderweitig umzuschauen. 


Vor allem Wirtz' Aktien dürften nach der Verletzung von Hedon Selishta - RWE wartet immer noch auf eine Diagnose - und seinen guten Leistungen im Trainingslager gestiegen sein.

Derweil verriet Nowak, dass Jan-Luca Rumpf in dieser Transferperiode kein Thema sei. Der 20-jährige Innenverteidiger hatte sich vor dem rot-weissen Trainingslager im Training und im Testspiel gegen Groningen (2:6) vorgestellt - und die Verantwortlichen überzeugt. Er ist jedoch noch bis zum Sommer 2021 an den Bundesligisten SC Paderborn gebunden. Ein Leihgeschäft, das infrage kam, müsste schon für alle drei Seiten - Rumpf, RWE und Paderborn - Sinn machen. Aktuell scheint dies nicht der Fall zu sein.

Der Tabellen-Dritte der Regionalliga West sucht - falls überhaupt - Zugänge, die die Qualität der Mannschaft sofort anheben.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

16.01.2020 - 17:56 - Überdingen

Ein freier Tag.....ehrlich...echt gets....toll R.S.

16.01.2020 - 12:41 - Außenverteidiger

Yoga... Finde die Begrifflichkeiten witzig. Dehnen gehört zum Sport dazu. Egal in welcher Disziplin. Ist wie Addition und Subtraktion. Genauso einfach und wichtig. Sehe immer noch Trainings, die ohne Dehnen absolviert werden. Und das auf Kunstrasen! Denke der Fußball ist sehr rückständig, was das Wissen über den Körper und Bewegung angeht. Trainer, die mal links und rechts schauen, sind Exoten oder Innovativ...