2. Liga

MSV: Lieberknecht und Nielsen suchen Erklärungen

Fabian Kleintges-Topoll
13. Mai 2019, 06:00 Uhr

Foto: firo

Eins haben MSV-Trainer Torsten Lieberknecht und Stürmer Havard Nielsen gemeinsam. Beide sind erst im Laufe der Saison zu den Zebras gestoßen. Den Abstieg in die 3. Liga konnten sie dennoch nicht verhindern.

Nach der missglückten Mission von Torsten Lieberknecht, die Duisburger zum Klassenerhalt zu führen, stand bereits fest: Der Trainer wird auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen. „Natürlich leidet man mit dem MSV mit“, äußerte Heidenheim-Trainer Frank Schmidt sein Mitgefühl für seinen Trainerkollegen, der den Abstieg nach dem 3:4-Spektakel gegen den FCH so einordnete: „Die Trauer überwiegt ganz klar. Es war abzusehen, dass es sehr schwer wird. Aber wir wurden mit dem Abstieg bestraft“, lautete Lieberknechts Analyse, der sich genau wie Präsident Ingo Wald und Sportdirektor Ivo Grlic zwar durchaus selbstkritisch zu Wort meldete, zugleich aber auch den nötigen Optimismus mit Blick auf die kommende Saison versprühte.


Nielsen lässt seine Zukunft offen

„Meine Verantwortung liegt jetzt klar darin, dem Klub neues Leben einzuhauchen. Da wo dunkles Licht ist, kann man sich auch wieder helles erarbeiten und dafür stehe ich.“ Lieberknecht spürt das Vertrauen der Verantwortlichen. Rückblickend gab auch er zu, „dass die Mannschaft nicht immer so funktioniert hat, dass man sagen kann, da steht ein Team auf dem Platz. Das kreide ich mir an.“ Auch wenn die finanziellen Möglichkeiten beschränkter sein werden, als in Liga zwei, wird es für alle Beteiligten ein langer Weg, die richtige Lösung zu finden. „Wir müssen den Gürtel enger schneiden. Das ist kein Geheimnis“, fügte Präsident Ingo Wald hinzu.

Für Havard Nielsen, der im Winter aus Düsseldorf zum MSV verliehen wurde, war nach dem Abstieg vor allem der Gang vor die eigene Fankurve besonders schwer. „Das ist das Schlimmste im Fußball. Man kann die Enttäuschung natürlich verstehen. Wir haben alles versucht, aber irgendwie war es von Anfang an nicht so einfach“, erkannte der Stürmer, der weiter nach Erklärungen für den erneuten Absturz des MSV Duisburg suchte. „Wir haben genug Qualität, aber das Zweikampfverhalten und die Laufbereitschaft waren oft nicht so gut.“ Über seine Zukunft wollte sich der Norweger noch nicht äußern, zu groß war die Enttäuschung über den Abstieg in die 3. Liga.

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13.05.2019 - 18:47 - avontante

@gmeurb - du weißt aber schon, dass das Forum (wieder) funktioniert? ;-)

13.05.2019 - 15:43 - Alt Zebra

Wenn ich schon Lese Lieberknecht sucht nach Erklärungen,der hat bis jetzt nicht Verstanden wo das Problem in der Mannschaft ist nämlich die Abwehr.Woche für Woche Spielen Wolze ,Wiegel,Bomheuer obwohl sie keine Leistung bringen ,ihr Abwehrferhalten 6 ist.Ein Seo,Gembalis werden nach 1 guten Spiel auf die Bank gesetzt,das gleiche gilt doch für das Mittelfeld und denn Sturm.Stoppelkamp,Schnellhardt,Verhoek keine Laufbereitschaft,Kampfbereitschaft trotzdem Spielen sie,Gyau Daschner versauern auf der Bank..In der Winterpause werden Spielsysteme geübt bis zum Umfallen,da hätte man lieber an der Kondition,Abwehrumstellung Arbeiten sollen.Unter Lieberknecht wird der MSV es schwer haben in der 3 Liga zu bestehen ,von Wiederaufstieg garnicht zu Reden.Wald sollte sich mehr für Aussagen der Fans Interressieren denn die wollen Lieberknecht nicht.Schade was die Falschen Leute beim MSV anrichten können ohne die Konsequenzen tragen zu müssen.

13.05.2019 - 09:14 - Gmeurb

Was denn, fehlende Laufbereitschaft und mangelndes Zweikampfverhalten waren oft nicht so gut? Wäre mir fast nicht aufgefallen, aber mit oft, damit meint der wohl ca. 95% der Saison.
Ich fand es eklatant von Woche zu Woche immer wieder die letzte Chance zu propagieren und dann selbst in entscheidenden Spielen es mal gerade 10 Minuten zu schaffen echten Einsatz zu zeigen. Für mich war die Messe spätestens nach dem Ingolstadt-Spiel gelesen. Um da noch einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, hätte es ein echtes Team gebraucht und das hatten wir eben nicht. Ein weiterer Grund ist das Ivo Grlic nach dieser mehr als bescheidenen Hinrunde meinte, er würde das wieder so machen mit den Verpflichtungen, es zeigt leider sehr deutlich das er nicht realisiert hatte, was da auf dem Platz falsch lief.