Der MSV Duisburg hat den Drittligastart verpatzt. Nach der 1:3-Pleite beim FC Hansa Rostock machte Torsten Lieberknecht einen geknickten Eindruck. Der Trainer haderte vor allem mit dem Auftritt im zweiten Durchgang.

3. Liga

MSV Duisburg: Lieberknecht bedient: "Die Wucht war zu groß!"

Fabian Kleintges-Topoll
19. September 2020, 17:02 Uhr
MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: firo

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: firo

Der MSV Duisburg hat den Drittligastart verpatzt. Nach der 1:3-Pleite beim FC Hansa Rostock machte Torsten Lieberknecht einen geknickten Eindruck. Der Trainer haderte vor allem mit dem Auftritt im zweiten Durchgang.

In der ersten Halbzeit konnte der MSV Duisburg seine Qualitäten offensiv wie defensiv ordentlich unter Beweis stellen. Der 1:0-Halbzeitstand ging in Ordnung. Vieles deutete darauf hin, dass die Zebras etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. Was nach dem Wiederanpfiff passierte, war für Torsten Lieberknecht so schnell nach der kräftezehrenden Partie noch schwer in Worte zu fassen. Seine Mannschaft verlor in den zweiten 45 Minuten völlig den Faden, fand offensiv kaum noch statt und wirkte defensiv anfällig. Jegliche Ballsicherheit ging zudem völlig abhanden.

„Wir haben nicht mit der nötigen Ruhe begonnen und verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Die Kontermöglichkeiten in der ersten Halbzeit waren da. Aber es war auch das erste Spiel, da muss man erstmal reinfühlen“, monierte der 47-Jährige am Mikrofon von Magenta Sport. Angesprochen auf den Leistungsabfall nach dem Seitenwechsel meinte der Trainer: „Die Wucht und der Druck war zu groß. Wir wollten uns dagegenstemmen, haben aber nicht die fußballerischen Lösungen auf den Platz gebracht, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Leo Weinkauf meckert über Standardgegentore

Wie schon gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal wurden die ruhenden Bälle zum Problem. Gegen den BVB waren es noch vier von fünf Gegentoren, die nach einem Standard fielen. Gegen Rostock war es ein Eckball, der zur Wende des Spiels führte. „Wir haben den Gegner eingeladen“, sagte Keeper Leo Weinkauf, der am Samstagnachmittag der beste Duisburger war. Mit zahlreichen Paraden hielt er sein Team lange im Spiel. Etwas eingebracht hat es am Ende nicht.

Am kommenden Samstag ist der FSV Zwickau zu Gast in der Schauinsland-Reisen-Arena. Dann sollten die Duisburger ihre Standardanfälligkeit in jedem Fall ablegen, um die ersten Punkte der neuen Drittligasaison einzufahren.

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22.09.2020 - 18:20 - Alt Zebra

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21.09.2020 - 14:49 - lapofgods

Warum sollte ein Alt Zebra hier plötzlich richtig hin gucken? Tut er doch sonst auch nirgends.

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20.09.2020 - 21:54 - rwekopo

@Alt Zebra:lapofgods hat hier noch nicht kommentiert,beim nächsten mal den Namen bitte richtig lesen.Zwischen lapofgods und lapofgod gibt es einen himmelweiten Unterschied.Nur mal so.

20.09.2020 - 21:41 - Alt Zebra

Lapofgods du bist aber Negativ ist doch alles Super oder was ist Passiert seit der letzten Saison wo du immer alles schön Geredet hast.Lieberknecht war doch der Super Trainer weil er es geschaft hat Abzusteigen und nicht Aufzusteigen.Ist schon komisch das du ihn nach dem 1 Spieltag schon loswerden willst.

20.09.2020 - 18:15 - PushingItTooHard

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Es geht hier ums reine Überleben! Sich hier mal eine Saison mit einem guten Mittelfeldplatz zufrieden zu geben ist KEINE Option. Wenn der MSV bis zum Wintern nicht unter den ersten fünf ist, werden sich keine Sponsoren finden, die bereit sind den Verein bis zum Ende der Saison zu unterstützen und am Leben zu halten! Es droht dann bereits im Winter das endgültige Aus! Der Aufstieg MUSS gelingen, sonst war es das für den MSV. Und mit IG und TL wird er nicht gelingen - im Gegenteil, das Team macht da weiter wo es letzte Saison aufgehört hat. BEIDE hätten schon nach dem völlig unnötigem Abstieg aus der 2. Liga gehen müssen. Spätestens da war klar, dass 2. Liga für IG eine Nummer zu groß ist. Es muss sofort gehandelt werden sonst ist es zu spät!

20.09.2020 - 11:00 - das ailton

ich glaube es heisst erst mal realistisch sein. guter einstelliger platz. Aufstieg ist eine Schuhgrösse zu gross

19.09.2020 - 23:57 - Zebrawitti

Leider scheint der MSV bei der Einkaufspolitik kein glückliches Händchen gehabt zu haben. Kamavuaka, Ademi, Volkmer, Pepic und und und sind alles maximal Mitläufer. Wo war heute der Leader, der die Mannschaft in der 2. HZ aufgeweckt hat? Stoppelkamp wird es alleine auch nicht richten können und er wird auch nicht jünger. Ja, es war erst der 1. Spieltag aber bei mir schrillen bereits jetzt die Alarmglocken. An IG und TL wird man wg der finanziellen Lage lange festhalten müssen. Hoffentlich ist es dann noch nicht zu spät...

19.09.2020 - 18:16 - Knäcke

Der Lieberknecht sollte mal aufhören diesen Verwaltungs- und Angsthasenfussball spielen zu lassen.
Wenn die Truppe offensiv spielt, presst und das Spiel in die Hand nimmt, geht richtig was.
Wenn man diese Abwartetaktik spielt geht es regelmäßig in die Hose.
War letzte Saison genauso.

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19.09.2020 - 17:25 - iapofgod

Duisburg geht es wie Schalke: Man hat nicht genug Geld, den derzeitigen Trainer freizustellen. Man muss weitermachen mit ihm bis zum bitteren Ende.

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19.09.2020 - 17:15 - Überdingen

Die Aussage ist aber ne Wucht: Alle Fußballer abgegeben oder Krank im Bett...aber sich fußballerische Lösungen vorstellen;) Mein...lieber...Knecht..der war jut;)

19.09.2020 - 17:08 - PushingItTooHard

TL wird spätestens am 6. Spieltag gehen müssen. Bis dahin wir es keinen einzigen Sieg geben. Er kann die Mannschaft weiterhin nicht erreichen und motivieren. Die Spieler die gegangen sind waren es einfach satt und haben auch erkannt, dass es mit TL nicht mehr aufwärts gehen kann. Das andere Problem ist IG, der einfach nicht das Format hat aufzusteigen und die Klasse you halten. MSV wird das Preußen Münster der neuen Saison werden.