Die Dreharbeiten für die Dokumentation über den MSV Duisburg haben begonnen. Inwiefern kann diese dem Klub von Vorteil sein? 

3. Liga

MSV Duisburg: Darum ist die RTL-Doku eine große Chance!

Damian Ozako
09. Mai 2021, 16:27 Uhr
Foto: firo

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Die Dreharbeiten für die Dokumentation über den MSV Duisburg haben begonnen. Inwiefern kann diese dem Klub von Vorteil sein? 

In Zusammenarbeit mit dem Fernsehender RTL wird der MSV Duisburg eine Dokumentation drehen, die den Alltag der Zebras und somit nie da gewesene Einblicke in die Arbeit des Vereins bieten soll. Angestoßen wurde das Projekt von Joachim Llambi, der seit Jahren als Chef-Juror bei Let's Dance tätig und glühender Duisburg-Fan ist. Doch was springt für den Klub dabei raus? 

Sunderland als Positivbeispiel

Das große Vorbild des Projekts wird die Dokumentation "Sunderland 'Til I Die" sein, die in zwei Staffeln auf Netflix zu sehen ist. Einfach waren die Dreharbeiten für Stewart Donald, dem frühereren Besitzer des englischen Traditionsklubs,  nicht. Gegenüber "TalkSport" verriet Donald, dass er sich die Serie kaum angucken konnte. Das lag vor allem daran, dass der AFC Sunderland in seinen sportlich schwierigsten Zeiten von den Kameras begleitet wurde. 

"Die Dokumentation hat es geschafft, echte Momente einzufangen, ohne sie zu inszenieren. Es ist genau so passiert, es sind alles echte Emotionen", so Donald. Die Präsenz der Kameras sei zunächst merkwürdig gewesen, aber habe irgendwann nicht mehr gestört. Dementsprechend kommen auch Szenen vor, die nicht im Sinne des Vereins sind und sich deutlich von der Klub-PR unterscheiden. 

Sunderland wurde auch deshalb ausgewählt, weil der Klub eine Fanszene hat, die ihren Klub wirklich lebt. Die Anhänger spielen eine große Rolle und hauchen der Doku noch mehr Leben ein. Das sollte mit den Fans des MSV Duisburg auch machbar sein. Es warten genügend Geschichten rund um den Meidericher Klub und all jenen, die ihm nahestehen. 

Doku könnte sich finanziell lohnen

Sunderland hat von der Aufmerksamkeit profitiert, die Netflix ihnen einbrachte. "Wenn unser Name 20, 30 oder viele Millionen Zuschauern es auch sein mögen präsentiert wird, kann das für den Klub nur gut sein", so Donald. Finanziell hat sich dies auch gelohnt, da Sponsoren von der medialen Präsenz der "Black Cats" angezogen wurden. Das könnte auch Duisburg passieren. 

Der englische Traditionsklub hat zwar ein internationales und dadurch viel breiteres Publikum durch Netflix erreicht, aber auch auf nationaler Ebene könnte dies für dem MSV wertvoll werden. Insbesondere in Zeiten, in denen sich immer mehr Fans von den höchsten Ligen entfremden. Ein ehrlicher Einblick bei einem Klub, bei dem in der Vergangenheit nicht alles problemlos ablief, könnte für viele Fußballfans interessant sein. Vielleicht finden die Zebras auf diese Art und Weise neue Anhänger. 

Sunderland ist dies gelungen. Ob der MSV auch solche Erfahrungen machen kann, liegt nun an RTL. Der Verein hat sicherlich genügend Geschichten, um Fußballromantiker im ganzen Land vor den Fernseher zu locken. Sie müssen nur auch richtig erzählt werden. 

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28.05.2021 - 10:48 - Cronenberger

Na da bin ich aber mal gespannt, ob da alles nur schöngeredet wird oder auch die Emotionen vom NR Pokalhalbfinale gezeigt werden?!
Emotionen? .... Gab es die an diesem Abend nach dem Spiel überhaupt bei den Duisburgern? .... Ausser bei den Fans?

11.05.2021 - 07:49 - lapofgods

Erstaunlich, was für manche "abgehen" ist. Da hat wohl noch einer Probleme mit der Sprache. Der WDR hat den MSV überhaupt nicht gezeigt - das ist ja das Problem - sondern nur sowas wie Red-Lumpi, Alt Zebra, Rothosen1907 in ihrer vollen Pracht.

11.05.2021 - 07:25 - memax

Köstlich wie der Forenclown abgeht, wenn der WDR seinen MSV einmal ungeschminkt präsentiert.

10.05.2021 - 22:05 - lapofgods

Alt Zebra ist des Lesens nicht fähig. Mit dem Danny aus der Doku hätte er sich aber sicher gut verstanden. Der ist genauso schlicht. Mir tut sogar seine Aufblaspuppe leid.

10.05.2021 - 18:08 - Alt Zebra

Dieser Kommentar wurde entfernt.

09.05.2021 - 23:11 - lapofgods

Na gut, es waren nur 30 Minuten und wer sie nicht gesehen hat, hat nix verpasst. Endlose Scheiße-W*chser-Kotze-Aneinanderreihungen von dem erwähnten schlichten Gemüt, das noch nicht mal einem Fußballspiel folgen kann, in der Maxi-Version. Nur der Spruch mit dem Bein war gut. Wenn der Typ alles ist, was den MSV ausmacht, dann würde ich sagen "Deckel drauf, ist auch nicht schad' drum". Wer dreht denn so einen unfassbaren Scheiß? Das war Anti-Werbung pur. Hoffentlich hat den kein potentieller Sponsor gesehen. Die Messlatte für Llambi liegt damit sehr, sehr niedrig.

09.05.2021 - 22:07 - lapofgods

Beim WDR? Im Ersten? Um 20.15h wird die RTL auch nicht senden.

Achja, heute Abend (So) kommt um 22.15h eine Doku "Traditionsvereine vor dem Absturz: MSV" im WDR. Die gibt's sicher auch in der Mediathek.

Davon gab es vor ein paar Monaten schon mal eine Version, die sich der MSV noch mit Jena und Lautern teilen musste. Das hier ist wohl eine neue 45-Minuten-nur-MSV-Version (ohne Lautern & Jena). Ich hoffe, die besteht nicht wieder nur aus dem kettenrauchenden Ex-Hool und Marktverkäufer, dessen einziges Vokabular "Alles scheiße hier" ist und auch Antiwerbung war.

09.05.2021 - 19:29 - Keeper63

@lapafgods

Wo denn bitte soll so eine Doku denn gesendet werden? Bei Arte oder bei TitelThesenTempramente kurz vor 24h?

Die Doku kann dem MSV nur helfen seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen und neue Sponsoren zu finden! Da kann ich auch mit RTL leben.

09.05.2021 - 18:51 - Alt Zebra

Es wird sich auf jeden Fall Finanziell lohnen und bekannter werden wir auch. Ohne Lambi hätten wir nie die Chance bekommen uns einem so breiten Publikum bekannt zu machen .Und wenn wir nur einen Sponsor dazu gewinnen hat es sich schon gelohnt.

09.05.2021 - 18:19 - lapofgods

Die Kombination Llambi/RTL lässt eher befürchten, dass man sich hinterher fremdschämen muss. RTL wird mit seiner Erfahrung in der Inszenierung von Dramen die Emotionalität (das Fußball-Modewort musste ich unterbringen) sicher in ungeahnte Höhen treiben.