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Möllmann verspricht SC 20 Aufstieg zum Jubiläum

Stefan Loyda
11. Juni 2019, 17:23 Uhr

Foto: MaBo Sport

Kulttrainer Thorsten Möllmann ist mittlerweile Vorsitzender beim Bezirksligisten SC 20 Oberhausen. Zum 100-jährigen Jubiläum will er nicht weniger als den Landesliga-Aufstieg. Er nimmt sich dafür seinen Ex-Klub TVD Velbert als Vorbild.

Sechs Jahre ist es mittlerweile her, als der SC 20 Oberhausen am Aufstieg in die Landesliga gekratzt hat. Erst am letzten Spieltag gab es die erste und einzige Niederlage der gesamten Saison. Sie sollte den Aufstieg kosten. Trainer am Rand damals: Thorsten Möllmann. Dieser hatte mit seinen Aussagen im Aufstiegskampf - die Aufstiegsfeier mit mehreren LKWs sei schon im Winter geplant gewesen - bundesweit für Aufsehen gesorgt. Regelmäßig kamen Filmteams vom WDR, RTL und sogar eine Einladung in den ZDF Sportschau Club.

Nach weiteren Stationen bei Blau-Weiß Oberhausen und dem TVD Velbert ist Möllmann mittlerweile wieder zum SC 20 zurückgekehrt. Erst als Zweiter Vorsitzender, mittlerweile ist er der Erste. Was die Definition seiner Ziele angeht, hat sich der 50-Jährige keinen Deut verändert: „In spätestens fünf Jahren muss der Verein in die Oberliga. Da gehört er hin.“ Der erste Schritt dorthin soll schon in der kommenden Saison gemacht werden, schließlich feiert der Spielclub sein 100-jähriges Jubiläum. „Was anderes kann gar nicht erst das Ziel sein.“

Doch dafür sieht Möllmann seinen Verein auch gut gewappnet. Ümit Ertural mache als Spielertrainer gute Arbeit und soll selbst „am besten mindestens zwei Jahre“ weiter aktiv auf dem Feld stehen. „Du musst einen Bekloppten an der Linie stehen haben, dann ist es auch egal, ob der 30 oder 65 ist. Als Trainer musst du die Mannschaft vor dem Spiel, in der Halbzeit und nach dem Spiel im Griff haben. In der Zeit müssen sie alles tun, was der Trainer sagt. Dann gewinnst du auch Spiele. Jeder kann über den Möllmann schimpfen, wie er will. Aber meine Spieler sagen immer: ‚Wenn du eine Ansprache vom Möllmann erlebt hast, hast du Gänsehaut und drehst nach einem 0:3 noch die Spiele.“ 


Ertural könne dies auch, aber auf eine andere Art und Weise: „Er macht das ruhig und sachlich, er kann den Spielern auch einiges mitgeben.“

Für die kommende Saison nimmt er dabei einen seiner Ex-Vereine als Vorbild. Zu seiner Zeit hatte der jetzige Oberliga-Aufsteiger noch auf Asche gespielt. Nachdem der Kunstrasen kam, ging es bergauf. Der SC 20, der derzeit auf die Anlage des Turnerbund Oberhausen umzieht, soll dem folgen. Möllmann: „Ich habe damals gesagt, dass der TVD in die Regionalliga gehört. Damals haben mich alle für bekloppt erklärt. Jetzt sieht man, wo es hingegangen ist. Auch in der Jugend geht es dort wieder bergauf. Der Vorstand leistet einfach super Arbeit.“ 


Man darf gespannt sein, ob der SC 20 diesem Beispiel folgt. Die Zuschauerresonanz der letzten Partien, als gegen Hamborn 300 und im Pokalfinale 500 Zuschauer auf die neue Platzanlage gekommen sind, verspricht schon einiges. Und wenn ein Thorsten Möllmann schon wieder am Ruder ist, dürfte das noch nicht alles gewesen sein. Er erinnert sich zurück: "Vor sechs Jahren hatten wir hier sonntags um 11 Uhr knapp 3.000 Zuschauer. Da träumen manche Regionalligisten von."

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14.06.2019 - 12:31 - Dietmar Weber

Und da ist es wieder. Das RS-Lieblingswort: Kulttrainer. Warum Möllmann einer sein soll, man weiß es nicht. Warum Mewes einer sein soll, man weiß es nicht. Warum im Gegenzug Margref und Tönnies, die ja beide schon 10 Jahre und mehr den gleichen Verein trainieren und weiterentwickeln, keine "Kulttrainer" sind, man weiß es nicht.
Vielleicht müssen die auch mal großkotzige Interviews geben oder sich einen Schnäuzer wachsen lassen ;-)

12.06.2019 - 18:55 - Tief_im_Westen

Wenn er morgen nicht mehr da ist, interessiert selbst in Oberhausen keine Sau, das ändert sich auch nicht, nur weil schreibende Fanboys ihm, warum auch immer, zum Kulttrainer erklären. Genau dies hat auch das Spiel gegen 07 gezeigt.
Was andere Trainer auch schaffen, ist vollkommen uninteressant für die Tatsache, dass er völlig überschätzt ist und der Artikel sich widerspricht. Der verpasste Aufstieg ging auf seine Kappe. Punkt.

12.06.2019 - 09:22 - Lokutus

@Tief_im_Westen

Man kann über Möllemann denken, wie man will, aber er hat ein Stück Aufmerksamkeit in den unterklassigen Fußball geholt !
Wer nimmt die KL/BL in Oberhausen sonst noch wahr ? Und es waren immer die Typen, die mit Emotionen und natürlich auch
übertriebenen Aussagen neue Motivation in einen bereich gebracht haben. Wenn man sich an ihm nicht so gut reiben könnte,
wäre vieles langweiliger !
Und einen Aufstieg am letzten Spieltag zu vergeigen schaffen sogar Regionalliga Trainer !!!

11.06.2019 - 20:54 - Tief_im_Westen

Kulttrainer? Ich lach mich schlapp. Der Prollitz mag bei der Redaktion der RS auf Freunde treffen und gefallen, aber sonst wird er bestenfalls als das wahrgenommen, was er ist - ein Schwätzer. Wären seine Ansprachen so grandios, der Artikel würde ihn ja nicht widerlegen, oder wie war es mit seinem vergeigten Aufstieg, den wirklich nur er noch hinlegen konnte? Wo der Verein steht, wie der Stellenwert seiner Aussagen ist, sieht man an den Zuschauerzahlen gegen 07 - nicht mal ein Drittel der von ihm großkotzig angekündigten Zahl erschien. Wie gesagt, einfach ein Schwätzer.

11.06.2019 - 17:59 - Lackschuh

Für mich ist er eine Bereicherung für den A-Fußball, aber mit Aussetzern, die ich größtenteils verzeihe! Mit der Ansprache hat er recht und da frage ich mich, wie hat das Herr Rehhagel bei der Europameisterschaft mit der Zazikitruppe ohne Sprachkenntnisse gemacht? Oberliga ist das Ziel und dann kann er Herrn Knappmann holen, denn das Gespann hätte was - pure Emotionen und die Ansprache dann zweistimmig!