Eines der Risiken des Bundesliga-Neustarts sind Quarantänefälle vereinzelter Spieler oder ganzer Mannschaften. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht den Wettbewerbsnachteil, nimmt die Vereine dabei allerdings in die Pflicht. 

Dresden

Markus Söder: Vereine sind "selbst Schuld" an Quarantäne-Fällen

Chris McCarthy
17. Mai 2020, 13:30 Uhr
Fußball-Zweitligist muss die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aufgrund von Quarantänemaßnahmen verschieben. Foto: dpa

Fußball-Zweitligist muss die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aufgrund von Quarantänemaßnahmen verschieben. Foto: dpa

Eines der Risiken des Bundesliga-Neustarts sind Quarantänefälle vereinzelter Spieler oder ganzer Mannschaften. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht den Wettbewerbsnachteil, nimmt die Vereine dabei allerdings in die Pflicht. 

Im Rahmen der Diskussionen über den Wiederanfang der Bundesliga, wurde beim Sport1-Doppelpass am Sonntag auch über die Gefahr von weiteren Quarantänemaßnahmen gesprochen. Das erste Spiel von Zweitligist Dynamo Dresden nach der Coronavirus-Pause musste aufgrund positiver Testergebnisse abgesagt werden. Die Mannschaft befindet sich in Quarantäne, kann nicht trainieren.

Ex-Schalke-Profi Dennis Aogo sprach in diesem Zusammenhang von einer Wettbewerbsverzerrung: „Das ist ja eine komplett andere Belastung, als auf dem Platz, wenn du nur auf dem Spinningrad trainierst. Das ist ein absoluter Nachteil der Quarantäne, das ist Wettbewerbsverzerrung, für die niemand etwas kann", so der 33-Jährige. 

Bayern Ministerpräsident Markus Söder sah dies etwas anders: „Die Basis der gesamten Idee war, wir leisten maximale Sicherheit, um solche Fälle zu verhindern. Wenn sich jeder dran hält, können Infektionen kaum entstehen. Wenn doch, hat irgendetwas nicht funktioniert. Damit sind die Vereine, die selbst nicht für Sicherheit sorgen können, im Nachteil. Dafür sind sie ehrlich gesagt aber auch selbst dran Schuld."

Bundesliga bald mit Zuschauern? Söder tritt auf die Bremse

Markus Söder sprach davon, dass die Bundesliga am Samstag den ersten Härtetest bestanden hatte. Sport1-Moderator Thomas Helmer fragte daraufhin, ob in Deutschland bei entsprechender Entwicklung bald wieder mit Zuschauern in den Stadien gerechnet werden kann.


„Mit Corona kann man keinen Deal machen. Es ist vernünftiger und klüger, Schritt für Schritt zu gehen. Man sollte nicht übertreiben, wir haben gerade mal einen Spieltag absolviert“, betonte Söder. Der 53-Jährige wollte deshalb zwar „keine Prognosen“ geben, betonte allerdings: „Wenn es keine zweite Welle geben sollte, kann man über vieles nachdenken.“


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