RS-Niederrheinpokal

KFC Uerdingen: "Wir sind die Favoriten"

Kevin Lenk
18. November 2018, 18:24 Uhr

Foto: Michael Gohl

Nach dem deutlichen 4:1 (2:0)-Erfolg im Viertelfinale des RevierSport-Niederrheinpokals beim Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen ist die Stimmung gut beim KFC Uerdingen.

Vor allem KFC-Trainer Stefan Krämer zeigte sich nach dem Spiel gut gelaunt. Für den 51-Jährigen war das Spiel gegen den Oberligisten im Uhlenkrug-Stadion ein ganz besonderes. Anfang der 90er Jahre absolvierte der damalige Rechtsaußen mit dem FV Bad Honnef sein erstes Oberliga Nordrhein-Spiel am Uhlenkrug. Dementsprechend groß war die Vorfreude beim Trainer des Drittligisten.

Grund zur Freude lieferte ihm auch seine Mannschaft im Viertelfinale des RevierSport-Niederrheinpokals. „Wir sind froh, dass wir weitergekommen sind“, bilanzierte der gebürtige Mainzer nach dem Spiel. Dabei wirkte Krämer ehrlich und erleichtert. Auch wenn sich das 4:1 seiner Mannschaft beim Oberligsten deutlich liest: „Nach dem 2:0 zur Halbzeit, speziell aber nach dem 3:0 hätte ich mir gewünscht, dass wir das Spiel sauberer nach Hause bekommen.“ Nach Toren von Ali Ibrahimaj (13.), Dominic Maroh (44.) und Christian Dorda (52.) sah der KFC wie der sichere Sieger aus.

Nach dem Treffer zum 3:0 schaltete seine Mannschaft aber in einen Verwaltungsmodus, wurde im Passspiel zu lässig und schenkte die Bälle in der gefährlichen Zone vor dem Tor zu einfach her. In der Folge kam der ETB durch Malek Fakhro (65.) zum Anschlusstreffer. „Der ETB hat sich das Tor verdient und das Spiel wieder scharf gemacht. Wäre noch ein Tor gefallen, wäre es wohl nochmal eng geworden“, erkannte Krämer die Leistung des Oberligisten an. „Kompliment von mir.“ Am Ende bewies der KFC allerdings die Kaltschnäuzigkeit eines Spitzenteams und traf, wie schon so oft diese Saison, kurz vor Schluss. Samed Yesil (90.) machte alles klar.


Hier gibt es die Highlights der Partie kostenlos zu sehen:


KFC-Spieler Pflücke hat keine Angst vor RWE und Wuppertal

Auch KFC-Mittelfeldspieler Patrick Pflücke war nach dem Spiel ebenfalls bester Laune. Der gebürtige Dresdner kam zum ersten Mal seit Mitte August zu einem Einsatz über die volle Spielzeit. „In den letzten Runden hatten wir ein bisschen Glück gehabt, da mussten wir beide Male in die Verlängerung. Dass wir nun 4:1 gewonnen haben, ist wichtig." Für den 21-Jährigen gibt es in der kommenden Runde des Pokals kein Wunschlos. Auch wenn sich die Traditionsvereine Rot-Weiss Essen oder der Wuppertaler SV für das Halbfinale qualifizieren sollten. Der ehemalige Spieler von Borussia Dortmunds U23 schaut nur auf seinen KFC, den ranghöchsten Verein des Wettbewerbs. Für Pflücke gibt es keinen Grund zum Understatement: „Das ist mir egal. Ich kenne beide Mannschaften vom letzten Jahr. Wir sind die Favoriten.“

Mit dem Einzug ins Halbfinale des Pokals beendete der Drittligist seine „Auswärts-Wochen“ mit drei Auswärtsspielen am Stück. Nach Spielen beim VfL Osnabrück (1:2), Eintracht Braunschweig (2:0) und nun auch im Essener Uhlenkrug-Stadion beim ETB steht für die Uerdinger auch mal wieder ein Heimspiel im Spielplan. Am 24.11 (14 Uhr) gastiert der VfR Aalen in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena.

Autor: Kevin Lenk

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18.11.2018 - 19:12 - Jünther, Jötz und Jürgen

Obwohl es einem Amateurvereien zu gönnen wäre gegen einen Oligarchen-Verein ins Finale einzuziehen. Wir drücken deshalb dem kommenden Gegner des KFC alle sechs Daumen.