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Ibo Ramadan verlässt Winfried Kray

03. Juni 2019, 15:56 Uhr

Foto: Michael Gohl

Die Erfolgsgeschichte von Winfried Kray ist in dieser Saison zu Ende gegangen. Nach zwei Aufstiegen und zwei sehr guten Bezirksliga-Jahren folgte der Abstieg in die Kreisliga A.

Mit über 100 Gegentoren und sechs Punkten Rückstand zum rettenden Ufer stieg die Mannschaft von Erfolgstrainer Ibrahim "Ibo" Ramadan ab. "Das ist echt bitter. Es tut mir auch verdammt weh. Denn ich habe hier als Trainer die große Chance erhalten. Winfried Kray war meine erste Trainerstation und ein ganz besonderer Klub. Diese Zeit werde ich nie vergessen. Schade, dass es so zu Ende geht", erklärt Ramadan gegenüber RevierSport.

Hier geht es zur Abschlusstabelle der Bezirksliga Gruppe 6

Ja, der 41-Jährige wird nach fünf Jahren die Wendtwiese verlassen. Winfried Kray wird den Weg in die Kreisliga A ohne ihren Aufstiegstrainer - Ramadan hatte Winfried Kray von der Kreisliga B in die Bezirksliga geführt - antreten müssen. "Ich werde jetzt aber noch alles unternehmen, um einige Spieler zu überzeugen, weiter für Winfried Kray zu spielen. Ich will nicht, dass hier alles zusammenbricht", betont Ramadan, der in den ersten beiden Bezirksliga-Jahren mit den Krayern nur knapp den Landesliga-Aufstieg verpasste.


Vor rund fünf Wochen ist in Kray einiges kaputt gegangen, wie Ramadan verrät. "Unser Vorsitzender Carsten Staudinger sprach zur Mannschaft und machte ihr klar, dass er die Bezirksliga nicht mehr stemmen kann. Er hat den Jungs sogar freigestellt, ob sie in den letzten fünf Spielen überhaupt noch antreten wollen oder der Verein sofort zurückzieht. Das war ein heftiger Nackenschlag - für uns alle. Wir haben aber Charakter gezeigt und die Saison zu Ende gespielt", erzählt Ramadan.

Ramdan ist für alles offen

Mit dem Abstieg verabschiedet er sich nun aus Kray. Wohin es den gebürtigen Libanesen ziehen wird, ist noch offen. "Ich habe ein, zwei Anfragen vorliegen, die ich mir noch durch den Kopf gehen lassen muss. Aber ich bin auch für weitere Gespräche und Angebote offen. Am Ende muss es einfach passen. Ich muss von der Aufgabe überzeugt sein. Die Liga spielt da eine untergeordnete Rolle. Es sollte ein Verein mit Struktur, Herz und Zielen sein", sagt Ramadan.

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