Hutwelker ist heiß auf den WSV

17.03.2019

RL

Hutwelker ist heiß auf den WSV

Foto: Stefan Rittershaus

Seit Samstag ist Karsten Hutwelker der neue Sportchef beim Wuppertaler SV. Er übernimmt für den entlassenen Manuel Bölstler.

Vorweg: Bölstler (33) will sich aktuell zu seiner Entlassung beim Fußball-Regionalligisten nicht äußern. Klar ist, dass Bölstler und der WSV vor dem Arbeitsgericht landen werden. Streitfrage: Ist Bölstler bis zum 30. Juni 2020 oder 2022 an den Verein vertraglich gebunden? Das Gericht wird die Antwort geben müssen.

Derweil ist Bölstler-Nachfolger Hutwelker (47) umso gesprächsbereiter und freut sich im RevierSport-Interview auf die Herausforderung in seiner Heimatstadt.


Karsten Hutwelker, wie ist es eigentlich zu Ihrer Entlassung beim Nordost-Regionalligisten Neugersdorf gekommen?
Es gab keine Entlassung. Wir haben uns in beidseitigem Einvernehmen getrennt. Zuletzt gab es gravierende Probleme in der Kommunikation und auch in der Ausrichtung für die Zukunft waren wir einfach anderer Meinung. Ich bin ein gradliniger Typ und vertrete klipp und klar meine Meinung. Dem einen oder anderen passt das einfach nicht.

Sie sind aber noch in Neugersdorf vertraglich gebunden, oder?
Ja, mein Arbeitsvertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2019. Deshalb werde ich das Amt der Sportdirektors beim WSV auch ehrenamtlich ausüben.

Wie haben Sie den Wuppertaler Sportverein zuletzt aus der Ferne verfolgt?
Der WSV ist tief in meinem Herzen verwurzelt. Es ist der Verein aus meiner Heimatstadt. Ich habe für den WSV gespielt und war hier auch kurze Zeit Trainer. Den Klub aus der Geburtsstadt verfolgt man immer. Ich habe alle Artikel im RevierSport, der WZ  oder der Rundschau über den WSV gelesen und bin gut informiert. Ich freue mich auf diese Aufgabe.

Die finanzielle Lage ist prekär, sportlich ist der Klassenerhalt noch nicht gesichert. Wieso ist Ihre Freude auf den Job trotzdem groß?
Weil es der Wuppertaler Sportverein ist. Es ist immer noch eine tolle Adresse. Viele Kollegen würden nur zu gerne hier arbeiten. Der Verein ist ein Traditionsklub. Es kommen für Regionalliga-Verhältnisse immer noch viele Zuschauer und der WSV weckt auch das Interesse in der Stadt. Ich bin davon überzeugt, dass man hier viel bewegen kann.

Auch über den 30. Juni hinaus?
Ja, warum nicht? Wenn der Verein wieder ins ruhige Fahrwasser kommt, dann würde ich gerne mit anpacken und hier etwas aufbauen. Ich will wieder für den WSV arbeiten und das am besten die nächsten Jahre. 

Was haben Sie sich für die nächsten drei Monate auf die Fahne geschrieben?
Wir wollen in den DFB-Pokal und die Regionalliga halten. Das sind zwei realistische sportliche Ziele und die wollen wir realisieren. Wir werden dafür noch enger zusammenrücken müssen und es gemeinsam angehen. Ich freue mich darauf.

Zuletzt gab es Gerüchte, dass Sven Demandt Adrian Alipour ablösen kann. Wie fest sitzt Alipour im Sattel?
Ich werde keine Gerüchte kommentieren. Wie fest Adrian Alipour im Sattel sitzt, hat ja Alexander Eichner auf der Pressekonferenz erklärt. Ich werde zu Wochenbeginn das Gespräch mit dem Trainer suchen und ihn kennenlernen. Aber eins kann ich sagen: Ich bin nicht hierher gekommen, um Leute anzuzählen oder rauszuschmeißen. Ich bin aktuell in der Beobachter-Rolle, muss mir einen Einblick in das Ganze verschaffen, ich will helfen, das sind meine Aufgaben aktuell. 

Was haben Sie eigentlich gedacht, als der WSV im letzten Sommer-Transferfenster so ordentlich zulangte?
Ich habe mir gedacht, dass der Verein einiges vor hat. Denn die Namen waren für die Regionalliga schon sehr ordentlich.

Haben Sie sich auch bei manchen Transfers gefragt, woher der WSV diese finanziellen Möglichkeiten besitzt?
Das zu kommentieren, steht mir nicht zu. Wie gesagt: ich habe viele Artikel gelesen, aber keinen Einblick in interne Zahlen gehabt. 

Autor: Krystian Wozniak

Kommentieren

18.03.2019 - 10:43 - van melk

Ich muss mich korrigieren !
5.9.2017 Es waren zu diesem Zeitpunkt 2,0 Mio , nicht 20.
Kommas überliest man so schnell. Ich habe extra noch mal nachgeschlagen.

18.03.2019 - 07:10 - van melk

Überdingen , jetzt hör doch mal auf mit dem Märchen vom schuldenfreien KFC.
Ich kann mich an einen Artikel hier im Reviersport erinnern , wo darüber geschrieben wurde, dass Herr Ponamarev seine Ansprüche in Höhe von 20 Mio. Nicht vom Verein auf die GmbH übertragen durfte, aus rechtlichen Gründen.
Und das dürfte nicht weniger geworden sein. Erinnert mich auch an Runge, der damals gesagt hat: der Verein hat keine Schulden, ausser bei mir.
Am Ende waren es 2013 5.4 Mio.
Ihr werdet euch noch wundern , wenn Ponamarev die Darlehn fällig stellt.
Da sind unsere 100 oder 200 tausend
Peanuts gegen.

17.03.2019 - 22:17 - Überdingen

Der Rasen wird nicht gepflegt sondern ausgetauscht....von einem Verein der das zahlt und Schuldenfrei ist;)
PS:es ist nicht der WSV(verschuldeter Amateurverein) und auch nicht der MSV(verschuldeter Profiverein).

17.03.2019 - 21:36 - Jünther, Jötz und Jürgen

... und wir dachten, für die Rasenpflege würden alle Mann in Duisburg benötigt.

17.03.2019 - 19:01 - vluyner

Aus Neugersdorfer Sicht hätte ich Hutwelker am Montag zur Rasenpflege einbestellt.

17.03.2019 - 15:04 - Lackschuh

Den Begriff Ehrenamtlich wird man in Neugersdorf wohl zurecht weniger freudig aufnehmen - hoffentlich wird der WSV solche Umwege auch mal merken! Der WSV macht aber eh genug Dinge, die keiner ohne tiefste Vereinsbrille verstehen muss und somit halt alles Suizid!

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